Hausdächer mit Photovoltaikanlagen

Klimasicher Bauen

Lesezeit: 2 Minuten

Umfrage zeigt Bedarf für nachhaltige und klimaresiliente Bauprodukte

Die Energiekrise und die Folgen des Klimawandels erfordern konsequente und wirksame Maßnahmen – gerade auch im Baubereich. Das zeigten auch die vielen Expertengespräche auf der ift-Sonderschau „Green Deal“ während der Leitmesse Fensterbau Frontale im Juli. Um hier belastbare Aussagen über das Interesse von Planern, Herstellern, Händlern und Bauherren an den Themen Nachhaltigkeit und klimaresilientem Bauen zu erhalten, hat das ift Rosenheim gemeinsam mit B+L Marktdaten eine Online-Umfrage durchgeführt. Von den 476 Teilnehmern waren 65% der Ansicht, dass die Nachfrage nach nachhaltigen und klimaresilienten Bauprodukten zunimmt und ein Bewertungssystem notwendig ist, weil normative Anforderungen nicht vorhanden oder veraltet sind. Das ift Rosenheim wird deshalb die relevanten Bewertungskriterien und Anforderungen analysieren und deren Ermittlung auf Basis anerkannter Regeln erarbeiten.

Hausdächer mit Photovoltaikanlagen
Klimasicher Bauen – Umfrage zeigt Bedarf für nachhaltige und klimaresiliente Bauprodukte (Quelle: ift Rosenheim und Quelle: © Daniel Schöne – stock.adobe.com))
Das Diagramm zeigt Umfrageergebnisse zum Thema "Klimasicher Bauen". Nähere Informationen zur Darstellung erhalten Sie auf Anfrage unter +49 8031 261-2150.
In der Umfrage Klimasicher Bauen waren 65% der Ansicht, dass die Nachfrage nach nachhaltigen und klimaresilienten Bauprodukten zunimmt (Quelle: ift Rosenheim)
Das Diagramm zeigt Umfrageergebnisse zum Thema "Klimasicher Bauen". Nähere Informationen zur Darstellung erhalten Sie auf Anfrage unter +49 8031 261-2150.
In der Umfrage Klimasicher Bauen waren über 50% der Meinung, dass die Nachfrage an Schutzmaßnahmen gegen Klimaextreme wächst und Überschwemmungen (64%), Überhitzung (59%) sowie Stürme (51%) die größte Bedrohung sind (Quelle: ift Rosenheim)
Das Diagramm zeigt Umfrageergebnisse zum Thema "Klimasicher Bauen". Nähere Informationen zur Darstellung erhalten Sie auf Anfrage unter +49 8031 261-2150.
In der Umfrage Klimasicher Bauen sieht eine deutliche Mehrheit die Notwendigkeit für eine neutrale Bewertung für Nachhaltigkeit und Klimaresilienz. (Quelle: ift Rosenheim)

Auch wenn der Ukrainekrieg den Kampf gegen den Klimawandel im Augenblick überlagert, gibt es in großen Teilen der deutschen und europäischen Bevölkerung einen stabilen Trend zu einer nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweise. Viele Menschen wollen einen persönlichen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten – am liebsten ohne das eigene Verhalten wesentlich zu ändern. Deshalb werden technische Maßnahmen bevorzugt. Das haben auch die Gespräche auf der ift-Sonderschau „Green Deal“ während der Leitmesse Fensterbau Frontale im Juli deutlich gezeigt.

Ein wichtiger Hebel ist dabei der Gebäudesektor, denn dieser trägt wesentlich durch fossile Heizenergie und die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Bauprodukten und Gebäuden zum Klimawandel bei. Eine Steigerung der energetischen und nachhaltigen Sanierung ist deshalb erforderlich.

Unbestritten ist auch, dass die Folgen des Klimawandels (Klimaextreme) Menschen häufiger gefährden, insbesondere durch Hitzewellen, Starkregen und Stürme. Viele Bauherren wollen sich deshalb besser gegen die Folgen von Klimakatastrophen schützen.

Um verlässliche Aussagen über das Interesse von Planern, Herstellern, Händlern und Bauherren an den Themen Nachhaltigkeit und klimaresilientem Bauen sowie belastbare Bewertungskriterien zu erhalten, hat das ift Rosenheim gemeinsam mit B+L Marktdaten eine Online-Umfrage durchgeführt. Von den 476 Teilnehmern der Umfrage waren 65% der Ansicht, dass die Nachfrage nach nachhaltigen und klimaresilienten Bauprodukten zunimmt und ein Bewertungssystem notwendig ist. Über 50% waren der Meinung, dass auch die Nachfrage an Schutzmaßnahmen gegen Klimaextreme (Stichwort: Starkregen/Hochwasser, Hitzewellen, etc.) deutlich wächst. Als größte Bedrohung werden Überschwemmungen (64%), Überhitzung (59%) und Stürme/Tornados (51%) gesehen. Interessant war auch, dass über alle Zielgruppen hinweg, eine deutliche Mehrheit aller Befragten ein Bewertungssystem und eine Kennzeichnung für Nachhaltigkeit und Klimaresilienz als hilfreich sehen. Besonders ausgeprägt war diese Einschätzung bei Bauherren (100%) und Planern (78%), aber auch die Hersteller waren mit 67% für ein neutrales Bewertungssystem, das eine Vergleichbarkeit und eine verlässliche Produktbeschreibung ermöglicht. Das ift Rosenheim wird deshalb die relevanten Anforderungen analysieren und Verfahren für Bewertungskriterien auf Basis anerkannter Normen und technischer Regeln erarbeiten.

Jürgen Benitz-Wildenburg

Leiter PR & Kommunikation

Das ift Rosenheim ist der Vermittlung des erworbenen Wissens an Bauschaffende, Planer und interessierte Bauherren verpflichtet, die sich mit Fenstern, Fassaden, Glas, Türen, Toren und Baustoffen beschäftigen. 

Haben Sie Interesse, Inhalte zu den Themen des ift Rosenheim zu veröffentlichen oder benötigen Sie weitere Informationen? Wenden Sie sich gerne an mich.