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Energiemanagement

 

DIN EN ISO 50001

Die Energiemanagementzertifizierung hat das vorrangige Ziel, durch die systematische Bewertung des Energieverbrauchs, eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung in Ihrem Unternehmen zu erzielen und damit Kosten zu senken. Energieverbräuche und Energiekosten im Unternehmen werden transparent und die Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs werden sichtbar. Mit einem effektiven Energiemanagement leisten die Unternehmen zugleich einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz.

 

Vorteile für das Unternehmen

  • Identifizierung energieintensiver Prozesse und Betriebsbereiche mit Einsparpotential

  • Reduzierung der Energiekosten

  • Verringerung der Treibhausgasemissionen

  • Nutzung gesetzlicher Erleichterungen (z. B. Ausgleichsregelung nach EEG und Spitzenausgleich)

  • Wettbewerbsvorteile und Imagegewinn

  • Energieversorgungssicherheit

  • Einhaltung einschlägiger rechtlicher Anforderungen


In unserer Zertifizierungsdatenbank finden Sie alle erfolgreich nach DIN EN ISO 50001 zertifizierten Firmen, die das "ift-zertifiziert"-Logo nutzen dürfen.

 

Revision Energiemanagement DIN EN ISO 50001:2018-12

1. Die deutsche Fassung der ISO 50001:2018 (DIN EN ISO 50001:2018-12) wurde am 16.11.2018 veröffentlicht. Durch die übernommene HLS (High-Level-Structure) reiht sich diese Norm in die zentralen Normen wie auch für Qualität, Umwelt, und Arbeitsschutz ein. Durch die HLS haben die Managementsystemnormen eine gleiche inhaltliche Struktur auf deren Basis der Aufbau von integrierten Managementsystemen deutlich erleichtert wurde.
 

2.1 Im Rahmen der High Level Structure ergeben sich folgende Änderungen:

  • Der „Kontext der Organisation“ ist anhand von externen und internen Themen zu analysieren in Verbindung mit der energiebezogenen Leistung (ebL).
  • Zusätzlich werden interessierte Parteien in die Kontext-Analyse mit einbezogen.
  • Die Verantwortungen des EnMB sollen auf mehrere Stellen im Unternehmen verteilt werden.
  • Risiken und Chancen im Hinblick auf die ebL sind zu betrachten.
  • Aus Dokumenten und Aufzeichnungen werden dokumentierte Informationen.

 

2.2 Weitere Änderungen zum Energiemanagementsystem:

  • Die Anforderungen zur „energetischen Bewertung" wurden bezüglich der Überwachung, Messung und Analyse klarer gefasst.
  • Es wird auf die „Normalisierung“ von EnPIs (Kennzahlen) und EnBs (Ausgangsbasis) hingewiesen, wenn relevante Variablen die energiebezogene Leistung wesentlich beeinflussen.
  • Ein Energieteam ist verpflichtend.
  • Die Anforderungen zur Erfassung und Dokumentation von Energieverbrauchsdaten wurden präzisiert, auch um die nachweisbare fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung besser darstellen zu können wie z. B. mittels Kennzahlen oder dem Vergleich anhand energetischer Ausgangsbasen.
  • Begrifflichkeiten/Definitionen wurden mit anderen Normen aus der 50000er-Reihe (u.a. ISO 50006, ISO 50015) harmonisiert.

 

3. Die Uhr tickt! - Übergangsfrist von drei Jahren steht bereits fest.
Für zertifizierte Unternehmen gibt es einen 3-jährigen Übergangszeitraum zur Umstellung auf die ISO 50001:2018, beginnend ab dem 21.08.2018. Zertifikate auf Grundlage der bisherigen ISO 50001:2011-12 verlieren somit am 20.08.2021 ihre Gültigkeit. Rezertifizierungen nach der bisherigen Norm sind noch bis 20.02.2020 möglich, die Gültigkeit dieser Zertifikate wird jedoch auf 20.08.2021 begrenzt.

Nach einem Umstellungsaudit wird ein neues Zertifikat mit dem bisherigen Rhythmus bzw. Ablaufdatum ausgestellt.

Beispiel: Ein Zertifikat läuft am 02.03.2019 aus. Es findet Anfang 2019 die Rezertifizierung statt nach bisherigem Normenstand (Version 2011) und das Zertifikat wird begrenzt mit Ablaufdatum 20.08.2021 ausgestellt. Im Folgejahr (2020) wird beim ersten Überwachungsaudit umgestellt und es folgt daraus ein neues Zertifikat mit Ablaufdatum 01.03.2022 ausgestellt.

Es wurde festgelegt, dass Zertifizierungsstellen 18 Monate nach der Veröffentlichung der ISO 50001:2018, also ab 20.02.2020, keine Audits auf alter Normgrundlage mehr durchführen dürfen. Demnach müssen sich zertifizierte Unternehmen, je nachdem wie ihr Audittermin liegt, bereits ab Februar 2020 darauf einstellen, ein Audit nach der ISO 50001:2018 absolvieren zu müssen.

Für das Umstellungsaudit müssen die Zertifizierungsstellen eine zusätzliche Auditzeit planen. Der Zuschlag beträgt bei einer Rezertifizierung +10% - jedoch mindestens 0,25 Audittage vor Ort - oder bei einer Überwachung +20% - mindestens jedoch 0,50 Audittage vor Ort.

 

4. Das Akkreditierungsverfahren des ift Rosenheim für Zertifizierungen nach neuer Norm läuft bereits. Audits nach neuer Norm dürfen erst nach Erhalt der Akkreditierungsurkunde durchgeführt werden - frühestens ab April 2019.

 

Zu Ihrer Vorbereitung bietet das ift Webinare zu diesem Thema an. Termine finden Sie hier oder auf Anfrage per Mail: kammerlohr@ift-rosenheim.de

Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere Auditoren oder unser Team der Zertifizierungsstelle gerne zur Verfügung.

 

 

Neues zur Energiemanagementzertifizierung nach DIN EN ISO 50001 (Stand 06/2017):

ISO 50003: Im Wesentlichen enthält die DIN ISO 50003 Vorgaben für Zertifizierungsstellen für die Zertifizierung von Energiemanagementsystemen. Bis Mitte August 2017 wird dafür unsere Akkreditierung abgeschlossen sein. Für Sie als unseren Kunden wirken sich die neuen Vorgaben der ISO wie folgt aus:

  1. Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung (Energieeffizienz) muss eindeutig dokumentiert vorliegen und von den Auditoren überprüft werden. Idealerweise dienen dazu relative Kennzahlen zur Darstellung der Verbesserung, es gibt aber auch andere Möglichkeiten.
  2. Die Kalkulation der Vor-Ort Zeiten der Auditoren basiert künftig auf den Faktoren der Anzahl der für das EnMS relevanten Personen, der Anzahl und der Verbrauch der Energieträger, sowie die Anzahl der Hauptverbraucher. Es ist möglich, dass sich aufgrund der neuen Kalkulationsvorgaben Änderungen der Auditzeiten ergeben.
  3. Es gibt nun acht technische Bereiche für die eine Zertifizierungsstelle akkreditiert sein kann und betrifft hauptsächlich die Auswahl und Kompetenz der Auditoren. Das ift Rosenheim befindet sich für sechs technische Bereiche in der Akkreditierungsphase wie Industrie leicht/mittel, Industrie schwer, Gebäude, Gebäude komplexe, Transport und Energieversorgung. Die technischen Bereiche Landwirtschaft und Bergbau wurden nicht vom ift Rosenheim beantragt. Auf den Auditplänen und Berichten werden Sie nicht mehr wie bisher, „industriell“ oder „nicht industriell“ lesen, sondern an der Stelle einen der technischen Bereiche finden.

ISO 50006 und 50015: Die Ende 2014 eingeführten Normen ISO 50006 und ISO 50015 stellen eine praktische Hilfestellung im Umgang mit energetischen Leistungskennzahlen dar und konkretisieren so die Anforderungen der ISO 50001.

Die ISO 50006 spezifiziert die in der ISO 50001 enthaltene Energieplanung in Hinsicht auf die Entwicklung, Verwendung und Überwachung von EnPIs (Kennzahlen) und EnBs (energetischen Ausgangsbasen). Die Schritte zur Herleitung und Änderung der Kennzahlen werden dabei im Detail und anhand von Beispielen erklärt.

Die ISO 50015 konkretisiert darüber hinaus das Vorgehen bei der Messung und Erhebung von Daten, die zur energetischen Leistungsbewertung notwendig sind. Dazu enthält die Norm neben der Beschreibung des Planungsprozesses auch einen Leitfaden zur Messung, Analyse und Überprüfung der relevanten Daten wie Energieverbräuche und relevante Einflussfaktoren.

Zertifikat

Musterzertifikat für Energiemanagement

nach DIN EN ISO 50001

 

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