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Austausch über nachhaltige und klimaresiliente Bauprodukte für mehr Sicherheit und Klimaschutz
Die Folgen des Klimawandels mit Hitzewellen, Starkregen und Hagelstürmen gefährden auch in Bayern Menschen und Gebäude. Über mögliche Lösungen für den Schutz vor Wetterextremen informierte sich Tobias Gotthardt (Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie) gemeinsam mit Josef Lausch (MdL Bayern und Energiepolitischer Sprecher der Freien Wähler) und Gabriele Leicht (3. Bürgermeisterin der Stadt Rosenheim) am 27. Juni 2024 bei einem Besuch im international tätigen Forschungsinstitut ift Rosenheim. Im Mittelpunkt stand die Diskussion über das Bewertungssystem „klima.sicher.bauen“, das vom ift Rosenheim entwickelt wird, um Planer, Bauherren und Investoren bei der Auswahl nachhaltiger und klimasicherer Bauprodukte zu unterstützen (www.klima-sicher-bauen.de).
Rosenheim, 27. Juni – ein sonniger Vormittag mit nur kleinen Schauern. Das Alpenvorland zeigt sich von seiner schönen touristischen Seite. Aber vor wenigen Wochen wurde auch das Rosenheimer Land von einem Hagelsturm mit Starkregen getroffen, der lokal zu erheblichen Schäden führte. Diese konkreten Auswirkungen sind keine Ausnahme, sondern könnten zum Regelfall werden. Aus diesem Grund suchen Immobilienbesitzer, Bauherren und Investoren nach Möglichkeiten, Gebäude besser gegen Überschwemmungen und Überhitzungen zu schützen sowie nachhaltiger zu bauen.
Die Suche und Auswahl geeigneter Bauprodukte für Neubau und Sanierung sind aber aufgrund fehlender normativer und gesetzlicher Vorgaben sowie werblicher Herstellerangaben schwierig. Das ift Rosenheim entwickelt deshalb ein unabhängiges Bewertungssystem, um Planer, Bauherren und Investoren bei der Auswahl nachhaltiger und klimaresilienter Bauprodukte zu unterstützen. Der Institutsleiter des ift Rosenheim Prof. Jörn P. Lass ergänzt zudem, dass „… die Zertifizierung von nachhaltigen Bauprodukten mit dem Label „klima.sicher.bauen“ den Herstellern von Bauprodukten einen glaubwürdigen Nachweis bietet, der auch konform zu den Regelungen der EU-Taxonomie und der „EU Green Claim Directive ist, die Verbraucher vor Green-Washing schützen soll“.
Dies war einer der Gründe, warum Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Gotthardt gemeinsam mit Josef Lausch (MdL Bayern und Energiepolitischer Sprecher der Freien Wähler) das ift Rosenheim besuchte. Im Fassadenlabor des renommierten Forschungs- und Prüfinstituts ift Rosenheim beobachteten Tobias Gotthardt und Josef Lausch mit ihren Mitarbeitern sowie lokale Pressevertreter, wie Bauprodukte bereits heute auf die Belastungen der künftigen Klimaextreme geprüft werden können, insbesondere auf die Belastungen durch Stürme und Hurrikans, Hochwasser und Hitzewellen. So wird sichergestellt, dass die heute verbauten Bauelemente auch den Wetterextremen der nächsten Jahrzehnte standhalten. „Es ist interessant zu sehen, welch vielfältige Möglichkeiten es gibt, Gebäude vor Extremwetterereignissen zu schützen. Die Wahl des richtigen Baustoffs spielt zusätzlich für die Energieeffizienz eine entscheidende Rolle. Als Bayerische Staatsregierung setzen wir uns für technologieoffene und unabhängige Ansätze ein“, so Tobias Gotthardt.
Prof. Jörn P. Lass, Tobias Gotthardt und Josef Lausch diskutierten Möglichkeiten, wie das Bewertungssystem „klima.sicher.bauen“ im Rahmen eines Pilotprojekts im Landkreis Rosenheim mit regionalen Partnern der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie kommunalen Trägern in der Praxis getestet werden kann. Josef Lausch fügte hierzu an: „Es würde mich freuen, wenn Rosenheim nicht nur als Touristenziel, sondern auch als Vorreiter bei klimaresilienter Bautechnik bekannter würde“.