Konzeptbild des neuen Labors zur Prüfung von Bauakustik und Fassaden

Neues ift-Prüflabor „Bauakustik + Fassaden“ in Rosenheim

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Eröffnung Mitte 2020

Fenster, Fassaden, Tore sowie vorgefertigte Wand- und Deckenelemente werden größer, schwerer und komplexer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Schalldämmung, insbesondere bei hochwertigen Immobilien und Gebäuden in lärmbelasteten Gebieten. Hinzu kommen noch neue Anforderungen an Schallprüfstände. In gleicher Weise sind Starkregen, Tornados und Hagelstürme als Folgen des Klimawandels zu berücksichtigen. Aus diesem Grund hat sich das ift Rosenheim entschieden, „Am Oberfeld“ in der Nähe des Technologiezentrums auf 1.440 m² ein neues Labor für die Prüfung von bauakustischen Eigenschaften sowie von Luft-/Schlag¬regendichtheit, Windlast, Stoßfestigkeit, Erdbebensicherheit und Klimawechsellasten zu errichten. Die Prüfungen können nach DIN, EN und ISO-Normen sowie nach amerikanischen und britischen Standards durchgeführt werden. Die Konzeption des Labors und die Herstellung aller Prüfgeräte erfolgt durch die ift MessTec GmbH. Die Planung und Ausführung des Laborgebäudes übernimmt in bewährter Weise Goldbeck. Als kompetenter Systembauspezialist für schlüsselfertige Gewerbe- und Industriegebäude hat Goldbeck 2016 bereits das ift-Technologiezentrum termin- und kostengerecht erstellt.

Konzeptbild des neuen Labors zur Prüfung von Bauakustik und Fassaden
Neues Labor in Rosenheim zur Prüfung von Bauakustik und Fassaden (Quelle: ift Rosenheim)
sechs Männer halten Schaufeln in den Händen
Spatenstich für das ift-Prüflabor „Bauakustik + Fassaden“ am 9. Oktober 2019 in Rosenheim (v.l.n.r.: Dieter Janshen (Goldbeck), Prof. Ulrich Sieberath (Institutsleiter ift Rosenheim), Oskar Anders (Vorstandsvorsitzender ift), Dr. Jochen Peichl (Geschäftsführer ift), Dr. Stefan Lackner (Stv. Vorstandsvorsitzender ift), Prof. Jörn P. Lass (Stv. Institutsleiter ift)) (Quelle: ift Rosenheim)
Mehrere Schaubilder, welche zeigen, was in dem Labor geprüft werden können.
Das neue Labor „Am Oberfeld“ bietet umfassende Prüfmöglichkeiten für Fenster, Fassaden, Türen, Tore, Glas, Baustoffe sowie komplette Wand- und Deckenelemente (Quelle: ift Rosenheim)
Das Bild zeigt, wie ein Prüfstand für das neue Labor aussehen kann
Die Prüfstände im ift-Labor „Bauakustik + Fassaden“ werden von der ift MessTec geplant, gefertigt und montiert – hier der Fassadenprüfstand. (Quelle: ift Rosenheim)

Bauakustische Prüfungen, Gutachten, Forschungs-/Normungs­arbeit und die Entwicklung der Prüftechnik sind seit jeher ein Eckpfeiler des ift Rosenheim. Die Kompetenz, Kundenorientierung und Innovationsfreude der „ift-Schaller“ sind daher in der gesamten Baubranche gefragt. Das gleiche gilt für die Prüfung von Fassaden, denn viele Prüfverfahren für Fenster und Fassaden gehen auf Forschungsarbeiten des ift Rosenheim unter der Leitung von Prof. Seifert, Prof. Schmid und Prof. Sieberath zurück.

Am 9. Oktober 2019 war der Spatenstich für das neue Prüflabor Bauakustik + Fassaden des ift Rosenheim. Der Start für den Laborbetrieb ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Ein ausgeklügeltes Logistikkonzept ermöglicht auf einer Fläche von 1.440 m² (L 60 m, B 24 m, H 14 m) eine schnelle und flexible Reaktion auf Kundenanforderungen.

Die unmittelbare Nähe zum bereits bestehenden Technologiezentrum sowie zur Autobahn vereinfacht die Anlieferung der Probekörper sowie die Abstimmung und Betreuung von kombinierten und umfangreichen Prüfplänen. Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass Prüfungen auch nach internationalen Standards (EN, CWCT, ASTM u.v.m.) möglich sind. Das ift Rosenheim ist für diese Prüfverfahren durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und kann mit dem Kooperationspartner UL so auch die notwendigen Nachweise und Zertifikate für die USA, Kanada und den arabischen Raum erstellen. Mit dem neuen Labor erfüllt das ift Rosenheim die Anforderungen von Kunden, Normung und Markt. Darüber hinaus spart die Abstimmung und Prüfung durch nur eine Prüf- bzw. Zertifizierungsstelle gerade bei internationalen Projekten Zeit und Geld.

Die neuen Prüfstände im Bauakustik-Labor kombinieren große Prüföffnungen mit großen Raumvolumina (deutlich über 100 m³) und erfüllen damit auch zusätzliche Anforderungen der EN ISO 10140-2 für Messungen im Niederfrequenzbereich sowie nach ASTM E 90. Beim Schall-Längsleitungsprüfstand wird durch die umlaufende Stahlbetonkonstruktion eine einfache Befestigung im Obergeschoß und eine geschoßweise Entkopplung möglich, so dass die projektbezogenen Besonderheiten bis zu einer Größe von 6 m x 4 m (B x H) optimal geprüft werden können. Eine professionelle Krantechnik ermöglicht das einfache Handling von bis zu 16 Tonnen schweren Wand-, Decken- und Raumelementen.

Für das Fassaden-Labor sind zwei Prüfstände geplant, mit denen sich schnell unterschiedliche Prüfkammern bis zu einer max. Breite von 12 m und einer Höhe von max. 12 m erstellen lassen. Ein Prüfstand wird als Stahlkonstruktion konstruiert, um die amerikanischen Prüfregeln zu erfüllen. Damit ergeben sich beste Voraussetzungen für die Abbildung von Standard- und Sonderkonstruktionen zur Prüfung von Luft-/Schlagregendichtheit, Pendelschlag (statisch/dynamisch), Stoßfestigkeit (von innen und außen), Erdbebensicherheit in 3 Achsen sowie Klimawechsellasten (‑18 °C bis 82 °C) – auch in Kombination.

Ergänzt wird dies durch Prüfmöglichkeiten im Rosenheimer Hauptlabor und im neuen iftLAB Arnsberg (NRW).

Jürgen Benitz-Wildenburg

Leiter PR & Kommunikation

Das ift Rosenheim ist der Vermittlung des erworbenen Wissens an Bauschaffende, Planer und interessierte Bauherren verpflichtet, die sich mit Fenstern, Fassaden, Glas, Türen, Toren und Baustoffen beschäftigen. 

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