Erfahrungsbericht aus der Überwachung

Date: 17.06.2021 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): David Hepp | Contact: Gabriele Tengler

Die häufigsten Fehler der WPK

Durch die Harmonisierung der EN 16034 wurden für Feuerschutzabschlüsse in der Außenanwendung die Grundlagen für die Zertifizierung und Überwachung neu geregelt.

 

An die Stelle der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) traten die Klassifizierungs- und EXAP-Berichte (Grundlagen). Durch diese neuen technischen Dokumentationen sowie durch die in der Bauproduktenverordnung und der Produktnorm enthaltenen Anforderungen und Regeln ergaben sich auch neue Inhalte, was die Zertifizierung und Überwachung durch die Notifizierten Produktzertifizierungsstellen betraf. Ebenso war die werkseigene Produktionskontrolle der Hersteller neu zu strukturieren. Auch kamen neue Inhalte bzw. Anforderungen hinzu, deren Umsetzung bisher nicht zu dokumentieren war.

 

Nach nun mehr als drei Jahren Erfahrung mit der Einführung und Umsetzung der vorgenannten Grundlagen und Regeln, die das ift Rosenheim zusammen mit den Herstellern und Systemhäusern gesammelt hat, kann ein Resümee hinsichtlich der Ergebnisse und Feststellungen aus den Audits gezogen werden. Vor der Vorstellung der häufigsten Ergebnisse und den sich daraus ergebenden Erkenntnissen und Maßnahmen lohnt sich noch ein Blick auf die Datenbasis und die Hersteller.

 

Die Auditoren des ift Rosenheim nutzen eine Datenbank zur Erfassung der Ergebnisse und der Nachverfolgung von Abweichungen. Diese Datenbank erfasst und archiviert neben den technischen Inhalten der Audits auch die Ergebnisse bezüglich der Organisation und Dokumentation der werkseigenen Produktionskontrollen der Hersteller. Dadurch stehen dem ift Rosenheim die Ergebnisse aus mehreren hundert Audits zur Auswertung zur Verfügung. 


Zur Notifizierten Produktzertifizierungsstelle Brandschutz

Weitere Informationen zum Brand-/Rauchschutz am ift Rosenheim

 

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Sonnenschutz für Wohnbauten

Date: 15.03.2021 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Michael Rossa | Contact: Jürgen Benitz-Wildenburg

Einfache Planung und Nachweis mit ift-Diagramm-Verfahren

Große Glasflächen bringen Sonne, Wärme und Licht in die Gebäude und verbessern damit Energieeffizienz, Transparenz und Tageslichtversorgung. Um eine Überhitzung der Gebäude und den Einsatz von Klimaanlagen zu vermeiden bzw. zu reduzieren ist in der Regel ein Sonnenschutz notwendig. Deshalb fordert die EnEV auch einen Nachweis für den sommerlichen Wärmeschutz. Das in der EnEV vorgeschlagene Sonneneintragskennwertverfahren ist in der Praxis umständlich, so dass Planer und Ausführende oft eine Software nutzen, bei der aber erst die notwendigen Daten für das Gebäude und die geplanten Bauteile eingegeben werden müssen. Um den Zeitbedarf in der ersten Planungs- und Entwurfsphase zu vermindern, hat das ift Rosenheim ein Diagrammverfahren entwickelt, mit dem sich der Sonnenschutz schnell und einfach planen lässt.

 

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Fachgerechte Montage von Fenstern und Türen

Date: 15.04.2021 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Wolfgang Jehl, Jürgen Benitz-Wildenburg | Contact: Jürgen Benitz-Wildenburg

Befestigung

Eine fachgerechte Montage hat wesentlichen Einfluss auf die Funktionalität und Langlebigkeit von Bauelementen wie Fenster, Türen, Rollläden und Tore. Auswertungen von ift-Gutachten zeigen, dass über 50 % der Beanstandungen auf einer fehlerhaften Montage basieren. Um dies zu vermeiden, zeigt der vorliegende Beitrag des ift Rosenheim, was neben einer fachgerechten Planung und Abdichtung speziell bei der Befestigung zu beachten ist. Die Inhalte basieren auf dem „Leitfaden zur Montage“ [1] der RAL-Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren und des ift Rosenheim.

 

Zimmerer und Holzbauer haben grundsätzlich ein gutes Verständnis für einwirkende Kräfte und die Bedeutung der Befestigung, die ja alle auftretenden Kräfte (Eigengewicht, Wind, Nutzlasten etc.) sicher in die Außenwand leiten muss. Untypisch sind die dynamischen Lasten bei Bauelementen, die durch bewegliche Flügel entstehen, die aber oft entscheidend sind. Fehler bei der Befestigung machen sich direkt durch „Wackeln“ oder „Klemmen“ bemerkbar. Wenn Fugen wegen daraus resultierenden Bauteilbewegungen abreißen und undicht werden, können schwere Folgeschäden durch Feuchteeintritt entstehen.

 

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Fenstermontage im Kontext der aktuellen DIN 4108 Beiblatt 2 und DIN 4109

Date: 15.02.2021 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Wolfgang Jehl, Jürgen Benitz-Wildenburg | Contact: Jürgen Benitz-Wildenburg

Wärme- und schalltechnische Optimierung des Baukörperanschlusses und normgerechte Bewertung

Bei energieeffizienten Gebäuden haben die Wände und die Bauelemente einen hohen energetischen Standard erreicht und damit wird der Baukörperanschluss schnell zur Schwachstelle. Deshalb ist eine fundierte Montageplanung eine wichtige Aufgabe. Das gilt besonders für die energetische Sanierung des Gebäudebestands, ohne die eine Erreichung der Pariser Klimaziele nicht möglich ist. Der Montageleitfaden wurde daher umfassend überarbeitet und den Änderungen der DIN 4108 (Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden), DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau), DIN 18542 (Fugendichtungsbänder), DIN 18531/18533 (Bauwerksabdichtung) angepasst. Mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) wurden die Anforderungen an die Gebäudehülle zwar nicht direkt verschärft, aber aus dem Verweis auf das aktualisierte Beiblatt 2 der DIN 4108 ergeben sich dennoch einige Änderungen bei der Bewertung und Berechnung des Baukörperanschlusses.

 

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Sonnenschutz wichtiger denn je!

Date: 30.06.2021 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Manuel Demel | Contact: Gabriele Tengler

Moderne und innovative Lösungen für den Sonnenschutz

Daten des DWD (Deutscher Wetterdienst) zeigen, dass sich für das Referenzklima in Deutschland die Sommertage (Anzahl Tage > 25 °C) seit den 1960er Jahren mehr als verdoppelt haben und noch weiter ansteigen. Hitzerekorde der letzten Jahre lassen dies deutlich spüren.

 

1  Status Sonnenschutz

Moderne und innovative Lösungen für den Sonnenschutz arbeiten mit adaptiven Systemen, die sich flexibel an den Sonnenstand und die Sonneneinstrahlung anpassen. Beispiele sind schaltbare Verglasungen oder steuerbare bzw. winkelselektive Verschattungen. Besonders dynamisch entwickeln sich Gläser mit variablem g-Wert, sogenannte schaltbare Verglasungen. Diese Technologie ist im Begriff, den Markt zu verändern – auch wenn der Blendschutz für Arbeitsplätze noch nicht ganz erreicht wird, und die Kosten derzeit noch recht hoch sind.

Auch das druckentspannte Isolierglas (DEMIG) eröffnet viele neue Möglichkeiten für die Integration von Sonnenschutz und Lichtlenkung im Scheibenzwischenraum. Diese komplexen Systeme lassen sich aber nur bedingt mit klassischen Mess- und Rechenverfahren bewerten. Stattdessen bedarf es einer kalorimetrischen Messung, die quasi mit einer künstlichen Sonne arbeitet.

Aber auch die klassischen Verschattungen wie Raffstore, Jalousie oder Rollladen haben sich weiterentwickelt: Sie sind viel widerstandsfähiger gegen Wind; auch Tageslichtlenkung sowie Steuerung haben sich stetig verbessert. Wichtig ist, dass neue Produkte geprüft werden. Da die normativen Anforderungen oft nicht ausreichen, wurden zusätzliche Prüfverfahren entwickelt, um die Gebrauchstauglichkeit zu gewährleisten.

 

2  Außen- versus innenliegend

Prinzipiell eignen sich alle Systeme technisch gut für die Verschattung. Rollläden bieten einen soliden mechanischen Schutz und können gleichzeitig die Einbruchhemmung und die Wärmedämmung verbessern. Jalousien bieten mehr Möglichkeiten für die Tageslichtlenkung, erlauben größere Spannweiten und sind leichter, so dass diese oft bei Glasfassaden oder Fensterbändern zum Zuge kommen. Allerdings gibt es bei der mechanischen Festigkeit engere Grenzen. Markisen bieten eine riesige Vielfalt an Farben und Design und erlauben im Fall von Markisoletten (Senkrechtmarkisen) die Kombination von Sonnenschutz sowie optimaler Fensterlüftung und Sichtkontakt nach draußen. Daher sind oft das Design, die Kosten und der individuelle Nutzen für die Auswahl entscheidend.

 

3  Energetische Sanierung und Fensterlüftung

Bei der energetischen Sanierung vergrößern sich oft auch die Fensterflächen, so dass ein Sonnenschutz baurechtlich notwendig wird. Kommt ein Wärmedämmverbundsystem an die Fassade, wird häufig eine solide Befestigung des Sonnenschutzes erschwert, insbesondere wenn die Fenster in der Dämmebene liegen.

Moderne Fenster verfügen heute meistens über integrierte Lüftungssysteme, die durch den äußeren Abschluss nicht behindert werden dürfen. Das gilt besonders für Rollläden, die aus Wärmeschutzgründen oft sehr luftdicht schließen. Hier muss der Planer an geeignete Vorrichtungen denken, um einen permanenten Luftwechsel sicherzustellen.

 

4  Digitalisierung auch bei Sonnenschutzeinrichtungen

Den besten Nutzen bringt ein Sonnenschutz, wenn er gesteuert wird; so lassen sich mögliche solare Energiegewinne maximal nutzen. Die Grenzen sind dann die individuell einstellbare Grenztemperatur des Innenraums oder auch die solare Einstrahlung auf die Fassade. Ohne Steuerung kommt es gerade bei öffentlichen Gebäuden zu erheblichen Überhitzungen, wenn die Nutzer am Ende eines Bürotages die Verschattung hochfahren, was häufig ja sogar betrieblich gefordert wird. Dann „brennt“ gerade auf der Westseite die Sonne auf die Glasfront und heizt die Räume stark auf. In privaten Wohnungen wird der Sonnenschutz auch immer wichtiger; es reicht nicht mehr aus, ihn nur morgens runter- und abends hochzufahren, da ja auch tagsüber Tageslicht benötigt wird.

 

Weitere Infos: www.ift-rosenheim.de/sonnenschutz

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