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BAU 2017

ift-Sonderschau "Quality follows function"

16. – 21.01.2017 in München, Halle C4, Stand 501/502

 

Planen und Bauen von Gebäuden und Bauelementen sowie die Anforderungen werden immer komplexer und differenzierter. Je nach Nutzung bestehen unterschiedliche Anforderungen. Oft ist unklar, mit welchen technischen Eigenschaften und Kennwerten diese erfüllt werden können. Unsicherheit bezüglich der Planung, Ausschreibung und Herstellung der „richtigen“ Bauteile sind die Folge. Deshalb wird auf der Sonderschau  „Quality follows function“ des ift Rosenheim und der Messe München gezeigt, wie sich Anforderungen, Eigenschaften, Materialien und Konstruktionen in Abhängigkeit vom Einsatzzweck ändern. Auf Aktionszonen wird täglich konkret dargestellt, wie sich die Barrierefreiheit von Bauelementen verbessern lässt, wie man Fenster mit besonderen Anforderungen sicher befestigen kann oder was Einbruchhemmung RC 2 und RC 3 wirklich bedeutet. Darüber hinaus informieren Experten des ift Rosenheim und der Mitaussteller über praktische Lösungen für Planung, Ausschreibung, Herstellung und Montage von Bauelementen in Schulen, Komfortwohnungen und für altersgerechtes Bauen.


 

 

Ziel

Damit die Planung, Ausschreibung und Herstellung der „richtigen“ Bauteile einfacher und sicherer wird, werden auf der Sonderschau Empfehlungen und Produkte in Abhängigkeit vom Einsatzzweck und der Benutzer präsentiert, beispielsweise Fenster und Türen für Schulen, Pflegeeinrichtungen, Verwaltungsbauten oder im Wohnungsbau. Anforderungen, Planungsgrundlagen, Konstruktionen und Ausführungen werden anhand von Musterfenstern vorgestellt. Hierzu zählen die Abmessung und Aufteilung von Fenstern ebenso wie Öffnungsart, Konstruktion oder Sicherheitseinrichtungen. Im Mittelpunkt steht das Konzept der „Anwendungsorientierten Bauqualität“ und seine Auswirkungen auf Sicherheit, Langlebigkeit und Kosten. 

 

Co-Exhibitor

Alumat Frey GmbH

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tremco illbruck GmbH & Co. KG

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GAYKO Fenster-Türenwerk GmbH

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Kawneer Aluminium Deutschland Inc.

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Sedlmeyr Spezialtüren GmbH

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Sommer Informatik GmbH

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UL International Germany GmbH

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Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG

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Forschungsprojekt - Reinigung PVC Profile

Erarbeitung von RAL-Güte- und Prüfbestimmungen zur Sicherstellung der Verträglichkeit von Reinigungsmitteln mit Kunststofffensterprofilen


Ausgangssituation

Kunststofffenster aus Hart-PVC (bzw. PVC-U) haben aktuell in Deutschland einen Marktanteil von ca. 60%. Neben guten wärmetechnischen Eigenschaften und im Vergleich zu anderen Rahmenmaterialien niedrigen Preisen ist für Bauherren die einfache Pflege und Reinigung ein entscheidender Grund, sich für Kunststofffenster zu entscheiden.

In den letzten Jahren hat die Beobachtung von gelblichen Verfärbungen von Kunststofffenstern stark zugenommen. Dies führt zu erhöhten Reklamationen von Endverbrauchern bei den Fensterherstellern.

Die primären Ursachen für diese Verfärbungen sind nach aktuellen Erkenntnissen im Reinigungsvorgang und hier insbesondere in einer Wechselwirkung zwischen dem Reinigungsmittel und dem Kunststoff (PVC-U) sowie der in der realen Umwelt nicht zu vermeidenden Bewitterung der Fenster zu suchen.

Zielsetzung

Gesamtziel des Vorhabens ist die Erarbeitung von RAL Güte- und Prüfbestimmungen zur Qualifizierung von Reinigungsmitteln für Kunststofffensterprofile sowie zur Beurteilung der Reinigungsleistung von solchen Reinigern in Kombination mit verschiedenen Reinigungshilfsmitteln. Auf Grundlage der RAL Güte- und Prüfbestimmungen erfolgt die Vergabe eines RAL Gütezeichens durch die RAL Gütegemeinschaft.

Für die beteiligten Forschungspartner können nachfolgende Teilziele formuliert werden.

Teilziele für die Forschungsstellen TH Rosenheim, IFO und ift Rosenheim::

  1. Erarbeitung einer belastbaren und reproduzierbaren Methodik zur Prüfung der Wechselwirkung und Verträglichkeit zwischen Reinigungsmitteln und PVC-U Profilen
  2. Screening von ausgewählten PVC-U Rezepturen und ausgewählten Reinigungsmitteln hinsichtlich der Verträglichkeit
  3. Bewertung der Reinigungsleistung von unterschiedlichen Reinigungsmitteln/-verfahren auf ausgewählten PVC-U Rezepturen

Teilziele für die Gütegemeinschaften GKFP und GRM:

  1. Erarbeitung der Güte- und Prüfbestimmungen zur Sicherstellung der Verträglichkeit zwischen Reinigungsmitteln und PVC-U Profilen
  2. Erarbeitung von Reinigungsempfehlungen für Fenster und Bauelemente aus PVC-U


Projektinformationen


Verbundkoordinator:
Norbert Sack

Projektmitarbeiter ift Rosenheim:

Dr. Ansgar Rose

Projektlaufzeit:
07/2021 bis 06/2023

Förderstellen

Verbundpartner


Tragende Bauteile im Brandversuch

Date: 17.05.2021 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Simon Obelz | Contact: Gabriele Tengler

Spannendes aus dem ift-Technologiezentrum

Seit die Brandprüfstände aus dem Nürnberger Brandschutzzentrum nach Rosenheim ins ift-Technologiezentrum umgezogen sind, hat sich viel getan. So finden sich als spannende Neuerung auch tragende Bauteile auf der erweiterten Prüfliste. Den Anfang bildeten dabei tragende Säulen fast zeitgleich mit tragenden Decken, Dächern und Balken. Und auch tragende Wände reihen sich mittlerweile in die Übersicht der geprüften Bauelemente ein.


Prüfung mit Feuerwehreinsatz


Als spektakulär kündigte sich eine Brandprüfung zu Beginn des vergangenen Jahres an. Probekörper war eine tragende Holzdecke in Balkenbauweise. Die Holzdecke sollte über eine Zeitdauer von 90 Minuten getestet werden. Die Vorgaben zur Lasteinleitung waren sehr komplex. Die Lasteinleitungen erfolgten an verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen Kräften. Aufgrund der großen Brandlast, die nach dem Versuch zu löschen war, wurde die Feuerwehr zur Unterstützung hinzugezogen. Beim Anheben des Probekörpers nach der Prüfung bestätigte sich die Vermutung, dass sich große Flammen am und um den Prüfling entwickeln würden. Durch den kombinierten Einsatz der Löscheinrichtungen des ift-Technologiezentrums sowie der Feuerwehr verlief das Löschen reibungslos. Das Ergebnis der Brandprüfung war positiv: Die Holzdecke erfüllte die strengen Anforderungen und konnte den Belastungen nach Verlängerung der Prüfdauer sogar 120 statt der eigentlich geforderten 90 Minuten standhalten.

Brandprüfung tragender Wände im Hydraulikrahmen


Um Bauelemente einfach, wirtschaftlich und flexibel montieren und prüfen zu können, stellt das ift Rosenheim seinen Kunden für die Brandprüfungen sog. Brandrahmen zur Aufnahme der Probekörper zur Verfügung. In diese können die Kunden ihre Probekörper problemlos einbauen.


Für die Prüfung einer tragenden Wand ist ein starrer Rahmen jedoch nicht ausreichend. Die Randbedingungen hierfür gibt EN 1365-1 „Feuerwiderstandsprüfungen für tragende Bauteile – Teil 1: Wände“ vor. Wie nun die Konstruktion des Prüfstandes bzw. der Zusatzelemente für die Belastung im Detail auszusehen hat, ist den Prüfstellen allerdings weitestgehend freigestellt.
Im ift-Technologiezentrum erfüllt ein transportabler Hydraulikrahmen die Anforderungen. Entscheidend für die Prüfung sind dann sowohl Prüflast als auch Prüfdauer. Beide Werte gibt der Kunde vor.


Um die Gewichtsbelastung an der tragenden Wand durch darüberliegende Stockwerke zu simulieren, leitet ein biegesteifer Druckbalken die Last über vier hydraulische Zylinder in den Probekörper ein. Dabei ist das obere Rahmenteil seitlich mit den Zugstangen der angebauten Hydraulikzylinder verbunden. Während der Prüfung muss das obere Rahmenteil beweglich bleiben. Dadurch kann die Last auf den Probekörper konstant aufrechterhalten werden, auch wenn der Probekörper durch die Feuerbeanspruchung an Höhe gewinnt oder verliert.
Durch die erforderliche Beweglichkeit ist der Prüfrahmen nicht rauchdicht. Daraus folgt, dass für die notwendige Stauchungsmessung das vorhandene optische Verformungsmesssystem bei entsprechender Rauchentwicklung im Prüflabor unter Umständen nicht ausreicht. Die Verformungspunkte sind evtl. nicht mehr erkennbar. Um die Messung jedoch über den gesamten Zeitraum zu ermöglichen, sorgt eine mechanische Lösung dafür, dass die Veränderung direkt gemessen werden kann. Dabei verbindet eine gleitend gelagerte Messeinrichtung den oberen und unteren Betonsturz. Das heißt, die Messstangen sind oben fest montiert und unten lose gelagert. Die ift-Prüfingenieure können somit die Bewegungsveränderungen der beiden Betonstürze zueinander direkt ablesen (Bild 2).

Die aktuelle Version des Hydraulikrahmens ermöglicht die Aufnahme von Probekörpern mit einer Höhe von bis zu 4380 mm. Allerdings wird so nicht die gesamte Höhe des Brandofens genutzt. Deshalb entsteht derzeit ein neuer Hydraulikrahmen, welcher Prüfungen an Probekörpern in voller Höhe von bis zu 5000 mm zulässt.

 

Direkt zum ift-Technologiezentrum


Der vollständige Inhalt mit Text und Bildern steht auch als PDF-Datei per Download zur Verfügung.

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