Forschungsbericht Schallschutz von Flachdächern in Holzbauweise (Druckexemplar)

Hersteller:
ift Rosenheim
Artikel-Nr.:
767063

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Herausgeber: ift Rosenheim

Ausgabedatum: 01.07.2019

Autor(en): Dipl.-Ing. (FH) Stefan Bacher; Camille Châteauvieux-Hellwig, M.Sc.; Melina Martin, B.Eng.; Thomas Ecker, B.Eng.; Michael Rudolph. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Andreas Rabold,, Camille Châteauvieux-Hellwig, M.Sc.

ISBN: 978-3-86791-463-5

Seitenumfang: 120

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Luft- und Trittschalldämmung von Flachdächern und Dachterrassen

Bei der Planung von modernen Büro- und Wohngebäuden ist vor allem im Bereich der mehrgeschossigen Bauweise i.d.R. ein Flachdach oder ein flachgeneigtes Dach mit ausgebautem Dachgeschoss vorgesehen. Um den Ansprüchen aus Wärmeschutz, Statik, Brandschutz und Schallschutz gerecht zu werden, müssen diese Dachkonstruktionen einer ganzen Reihe von Kriterien entsprechen. Auch im Bereich des Schallschutzes variieren die Ansprüche je nach Ausführung und Nutzung des Dachelementes als reines Dachelement oder als begehbare Dachterrasse.

Mangelnde Planungsdaten erschweren es gerade klein- und mittelständigen Unternehmen, zu denen sehr viele Holzbaubetriebe gehören, den Einstieg in den mehrgeschossigen Holzbau, der nicht nur aus ökologischer Sicht vorteilhaft ist. Neben den bekannten Punkten der günstigen CO2 Bilanz und des guten Wärmeschutzes gängiger Konstruktionen in Holzbauweise, wird die Bauweise vom Bauherrn i.d.R. auch optisch und in Bezug auf die Wohnbehaglichkeit positiv eingestuft. Diese positiven Aspekte der Holzbauweise sollten nicht durch erhöhte Trittschallübertragungen durch Dachterrassen und Loggien oder starke Regengeräusche von Blechdacheindeckungen relativiert werden.

Planungsdaten, insbesondere für Konstruktionen in Holzbauweise, die den bauakustischen Ansprüchen entsprechen, sind nur sehr bedingt verfügbar. So wurden auch in der neuen DIN 4109 nur drei Aufbauten für leichte Flachdächer berücksichtigt. Geeignete Aufbauten für Dachterrassen und Loggien sowie Konstruktionen mit Massivholzelementen fehlen ganz. Neben den statischen und bauphysikalischen Anforderungen werden im Bereich von Dachterrassen (wie auch für Loggien) häufig zusätzliche Vorgaben wie Lattenroste oder Betonplatten als Gehbelag gemacht, die nur eine geringe Entkopplung ermöglichen. Auch die Zielsetzung einer möglichst niedrigen Stufe zwischen Wohnbereich und Dachterrasse im Zuge einer barrierefreien Ausführung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Die Zielsetzung des Projektes besteht daher in der Bereitstellung von Planungsunterlagen für verschiedene Konstruktionsvarianten von Flachdächern und leicht geneigten Dächern, die insbesondere den Anforderungen an den Schallschutz genügen, sowie den weiteren Leistungseigenschaften wie Wärme- und Feuchteschutz entsprechen. Der Projektansatz berücksichtigt die Optimierung von Dachelementen unter den Aspekten des Schallschutzes und der Wirtschaftlichkeit. Hierbei werden die Vorgaben der Statik, des Brandschutzes sowie des Wärme- und Feuchteschutzes (insbesondere bei Flachdächern mit Zwischensparrendämmung) berücksichtigt.