Forschungsbericht Emissionen aus Bauelementen (Download)

Hersteller:
ift Rosenheim
Artikel-Nr.:
760115-DL

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Herausgeber: ift Rosenheim

Ausgabedatum: 01.01.2011

Autor: ift Rosenheim

ISBN: 978-3-86791-257-0

Seitenumfang: 186

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Emissionen aus Bauelementen

Um einen Überblick über das Emissionsverhalten von Fenstern zu gewinnen, wurden innerhalb des vorliegenden Forschungsvorhabens „Emissionen aus Bauelementen“ repräsentative Fenster und Fensterkomponenten auf ihr VOC-Emissionsverhalten untersucht. Dabei wurden Reihenuntersuchungen an gängigen Werkstoffen und Komponenten durchgeführt. Parallel dazu fanden auch Untersuchungen an kompletten Fenstern statt.

Die Vorgehensweise sah dabei zunächst jeweils ein Screening-Verfahren vor, mit dessen Hilfe eine große Anzahl von Varianten zu den jeweiligen Komponenten vergleichend untersucht wurden. Auf Basis dieser Vergleichsuntersuchungen fand eine Auswahl von repräsentativen Proben für Emissionskammerprüfungen statt, die Messwerte für eine Bewertung nach dem AgBB-Schema (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten) lieferte.

Aufgrund der Komplexität des Produkts Fenster sind Vorgehensweisen, die bei anderen Bauprodukten zur Anwendung kommen, nicht ohne Weiteres umzusetzen – eine produktspezifische Vorgehensweise war daher unumgänglich. Dabei wurden die Größenverhältnisse eines, seitens der europäischen Normung vorgeschlagenen, Referenzraums berücksichtigt. Daneben wurden beim jeweiligen Ablauf der Probenahme entsprechende Fertigungsanalysen berücksichtigt, um eine praxisnahe und reproduzierbare Prüfdurchführung zu gewährleisten.

Sämtliche untersuchten Fenster und Fensterkomponenten erfüllen die Entscheidungskriterien des AgBB-Schemas. Kunststoff- und Metallfenster sowie deren Komponenten verursachten sehr geringe bis nahezu keine VOC-Emissionen. Holzfenster sowie deren Komponenten zeigten im Vergleich zwar etwas höhere VOC-Emissionen, doch auch hier wurden die AgBB-Entscheidungskriterien deutlich erfüllt.

Großer Einfluss auf spätere Messwerte geht von der Auswahl der Produkte und Probenahme aus. Zufällige Probenauswahl bzw. unklare Probenahmezeitpunkte führen, trotz der generell eher unkritischen Emissionen von Fenstern und deren Komponenten, zu Messwerten ohne Aussagekraft, Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit.

Sollten europäische Emissionsklassen für Bauprodukte verfügbar werden, könnte auf Basis der Erkenntnisse des Forschungsvorhabens eine Anerkennung von Fenstern als Produkte „without testing" bzw. „without further testing" (wt/wft) oder zumindest eine fakultative Einstufung in eine der vorgefassten Emissionsklassen erfolgen.

Eine Untersuchung wäre in diesem Fall nur bei besonderen Anforderungen an das Emissionsverhalten oder zur Erreichung einer strengeren als der vorgefassten Emissionsklasse notwendig. Dabei wäre es vorteilhaft, wenn die Einstufung in diese Emissionsklassen auf der Basis von Messungen an Komponenten erfolgen könnte.