Forschungsbericht Einsatzempfehlungen für Fensterlüfter (Druckexemplar)

Hersteller:
ift Rosenheim
Artikel-Nr.:
760113

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Herausgeber: ift Rosenheim

Ausgabedatum: 08.07.2010

Autor: ift Rosenheim

ISBN: 978-3-86791-209-9

Seitenumfang: 85

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Erarbeitung von Einsatzempfehlungen für dezentrale Lüftungseinrichtungen in Verbindung mit dem Fenster


Schimmelpilzwachstum durch falsches oder ungenügendes Lüften führt immer mehr zu gesundheitlichen Problemen bei den Bewohnern. Speziell nach einer Altbausanierung, bei der häufig keine Fachplaner zur Verfügung stehen, wird die Lüftungsproblematik in der Regel nicht berücksichtigt. Zurückzuführen ist dies auf die „dichtere“ Gebäudehülle nach der energetischen Sanierung. Der dadurch nicht mehr vorhandene „Grundluftwechsel“ wird in der Regel nicht durch den Nutzer abgefangen, da das Problem oft nicht erkannt wird und aufgrund langer Abwesenheit der Bewohner der Mindestluftwechsel durch die Bewohner nicht sichergestellt werden kann. Dies führt zu den bekannten Problemen. Eine nutzerunabhängige Lüftung würde die häufigste Ursache des Schimmelpilzwachstums – ungenügende und falsche Lüftung – ausschließen und damit einen Großteil an Schadensfällen vermeiden. Auch im Bereich des Neubaus findet in der Regel keine gezielte Planung der Lüftung statt, sondern bleibt dem Zufall überlassen.

Die Integration von zentralen Lüftungsanlagen in das bestehende Gebäude im Rahmen einer Sanierung ist oft schwierig bzw. nicht möglich. Speziell im Altbau bietet sich der Einsatz von dezentralen, in die Fenster integrierten Lüftungsgeräten bzw. -elementen, sog. Fensterlüftern, an. Traditionell ist das Fenster das Element zur Lüftung von Gebäuden und wird auch so von den meisten Bewohnern gesehen. Es ist also zu erwarten, dass die Integration von dezentralen Lüftungsgeräten bzw. -elementen in oder an das Fenster auf eine hohe Nutzerakzeptanz stoßen wird. Ebenso ist es sinnvoll und wirtschaftlich solche Systeme am oder im Fenster zu platzieren, da beim Austausch der Fenster keine weiteren zusätzlichen Kosten wie z. B. bei einer Wandmontage, entstehen, wenn das Fenster im Rahmen einer Sanierung ohnehin ausgetauscht wird.

In der Praxis ist jedoch festzustellen, dass der Einsatz von dezentralen Lüftungsgeräten bzw. -elementen auf keine hohe Akzeptanz stößt. Dies kann u. a. damit begründet werden, dass der Verbraucher mit der komplexen Thematik Lüftung allein gelassen wird. Zusätzlich sind neben den reinen lüftungstechnischen Aspekten (primäre Funktion) auch noch andere wichtige sekundäre Funktionen des Fensters wie z. B. Schallschutz, Wärmeschutz, Brandschutz, Gebrauchstauglichkeit etc. zu berücksichtigen.

 
Ziel des Forschungsvorhabens war deshalb die Erarbeitung von

  • Einsatzempfehlungen für dezentrale Lüftungsgeräte, die im bzw. am Fenster integriert sind.


Die Einsatzempfehlungen, die als Grundlage bereits erarbeitete Klassifizierungstabellen aufweisen, sollen in erster Linie für den Neubau sowie für die Altbausanierung im Bereich des privaten Wohnungsbaus erarbeitet werden und Bauherren, Planern und Architekten Hilfestellung bei der Bewertung und Auswahl geeigneter Fensterlüftungssysteme geben.