Forschungsbericht Luftdichtheit von Rollladenkästen (Druckexemplar)

Hersteller:
ift Rosenheim
Artikel-Nr.:
760110

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Herausgeber: ift Rosenheim

Ausgabedatum: 01.07.2009

Autor: ift Rosenheim

ISBN: 978-3-86791-168-9

Seitenumfang: 77

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Erarbeitung von Konstruktionsempfehlungen für die Luftdichtheit von Rollladenkästen

Im Bereich der Außenhülle stellt der Rollladenkasten ein wichtiges Bauteil in Bezug auf die Luftdichtheit der kompletten Gebäudehülle dar. In der Praxis ist jedoch festzustellen, dass die notwendige Luftdichtheit dieses Bauteils oftmals nicht gegeben ist. Neben den unkontrollierten Wärmeverlusten hierdurch kann die Undichtheit des Rollladenkastens im Weiteren zu folgenden Folgeerscheinungen führen:

  • Störung der Behaglichkeit durch „Zugerscheinungen“,
  • Schimmelpilzbildung im Bereich der Konstruktionsfugen infolge der Abkühlung der entsprechenden Bereiche durch die infiltrierte kalte Außenluft,
  • Tauwasserausfall und Durchfeuchtung im Rollraum des Rollladenkastens infolge der durch die Undichtheiten „eindringenden“ feuchtwarmen Raumluft. Diese Durchfeuchtung kann zu Schäden im Bereich des Rollladenkastens führen.



Die Luftdichtheit von Außenbauteilen in der Gebäudehülle ist in Deutschland in DIN 4108-2 geregelt. Dementsprechend müssen Außenbauteile entsprechend dem Stand der Technik luftdicht sein. Das Produkt Rollladenkasten mit seinen Konstruktionsfugen wird hier im speziellen herausgestellt. Was dem Stand der Technik bzgl. der Luftdichtheit entspricht ist jedoch nicht genauer geregelt. Anhaltswerte könnten aus Kapitel 7 der DIN 4108-2 abgeleitet werden. Dort wird ein Fugendurchlasskoeffizient von kleiner 0,10 m3/(m h daPa2/3) gefordert. Es darf aber in Frage gestellt werden, ob diese Festlegung bei Rollladenkästen sinnvoll ist:

  • Die Abbildung von punktuellen Undichtheiten in einem längenbezogenen Wert, wie z.B. Gurtdurchführungen, ist nicht möglich, bzw. nicht definiert
  • Ein konstruktiv schlecht umgesetzter Rollladenkasten kann zwar die Anforderungen an den fugenlängenbezogenen a-Wert erfüllen. Ein Kasten mit einer geringeren Fugenlänge jedoch kann bei gleichem a-Wert bessere Luftdichtheit bewirken.



Auf Sachverständigenebene wurde bereits diskutiert, die Anforderungen an die Luftdichtheit des Rollladenkastens beim baurechtlichen Nachweis zu fordern. Aufgrund fehlender eindeutiger Festlegungen bzgl. der Nachweisverfahren wurde diese Idee bislang nicht weiter verfolgt. Neben der genauen Festlegung der Mess- und Auswerteprozeduren ist es des Weiteren für eine praktische Umsetzung unverzichtbar, den Nachweis der Luftdichtheit auch anhand konstruktiver Merkmale zu führen, um die Nachweiskosten zu minimieren. Somit müssten nur für Sonderkonstruktionen aufwändige Messungen durchgeführt werden.

Eine identische Vorgehensweise bei der Bewertung von technischen Eigenschaften des Produktes Rollladenkasten existiert bereits bei der Bewertung der Luftschalldämmung. Werden Anforderungen an die Luftschalldämmung gestellt, kann der Nachweis auch hier sowohl durch Messung entsprechend DIN EN ISO 140-3 als auch anhand DIN 4109 Beiblatt 1 Tabelle 41 erfolgen. Da auch hier bei der Messung der Luftschalldämmung nach DIN EN ISO 140 nicht alle Randbedingungen eindeutig festgelegt sind, wurde von den offiziell zugelassenen Prüfstellen eine Festlegung erarbeitet, die diese fehlenden Punkte regelt. Neben der Messung ist es aber auch zulässig, das Schalldämmmaß von Rollladenkästen anhand von konstruktiven Merkmalen nachzuweisen. Die konstruktiven Merkmale sind in DIN 4109 BB1 Tabelle 41 festgelegt.

Ziel des Forschungsvorhabens ist daher die Erarbeitung von:

  • eindeutigen Prüfkriterien sowie
  • die Festlegung von konstruktiven Ausführungen


für den Nachweis der Luftdichtheit von Rollladenkästen. ...