Erweiterung von "Meinift" um Bereich Zertifizierung + neuer öffentlicher Zertifikatsbereich

Unterlagen und Informationen zu Ihren ift-Zertifizierungen nun im geschlossenen Kundenbereich "Meinift" verfügbar

Datum: 21.10.2020

Der geschlossene Kundenbereich "Meinift" im ift-Portal bietet seit mehr als sieben Jahren die Möglichkeit, Dokumente und Informationen zu den firmeneigenen ift-Prüfungen, wie Angebote, Aufträge und Prüfberichte, sowie zu Kalibrierungen jederzeit und von überall abzurufen. Mit der Erweiterung um den Bereich Zertifizierung haben jetzt auch Dokumente und Informationen zu ift-Zertifizierungen Einzug in das Dokumentencenter von "Meinift" gehalten.

Dort haben Sie nun die wichtigsten Daten und Unterlagen zu Ihren ift-Zertifizierungen, wie Verträge, Zertifikate und die Vertragsgrundlagen, wie ift-Zertifizierungsprogramme stets auf einen Blick und gebündelt verfügbar und können diese - unter Voraussetzung eines Internetzugangs - permanent und weltweit abrufen.

Auch der Bereich der veröffentlichten Zertifikate wurde in diesem Zusammenhang neu gestaltet. Unter www.ift-rosenheim.de/zertifizierte-firmen finden Sie ab jetzt eine Auflistung aller ift-zertifizierten Firmen.

 

Sie nutzen noch nicht die Vorteile von "Meinift"? 
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Mehr Informationen zu "Meinift", den Anmeldemodalitäten und nützliche Hinweise zur Nutzung erfahren Sie in unseren kurzen Video-Tutorials.


Beiratssitzung November 2020

des Institut für Fenstertechnik e.V.; Ort: ift Rosenheim


Harter Brexit – was tun?

Date: 19.10.2020 | ID: PI201062 | Download: Harter Brexit – was tun? PI201062 (PDF) | Author(s): Jürgen Benitz-Wildenburg


Jetzt noch Exporte durch aktuelle „CE-Prüfungen“ sichern

Seit dem 1. Februar ist das Vereinigte Königreich (UK) nicht mehr Teil der EU, und das Risiko ist hoch, dass es bis zum 31.12.2020 keinen Handelsvertrag mit der EU gibt. Eine Verlängerung der Übergangsfrist hat Boris Johnson per Gesetz verboten, so dass sich Unternehmen ernsthaft auf die konkreten Folgen eines „No-Deal-Austritts“ vorbereiten sollten. Nach Informationen des DIBt können Bauprodukte, die bereits vor dem 1. Januar 2021 rechtmäßig nach den Bestimmungen der Bauproduktenverordnung in Verkehr gebracht worden sind, problemlos weiter bis zum Endverwender vermarktet werden. Dies ist durch die Bestimmungen des Austrittsabkommens zwischen EU und UK gewährleistet. Es bedeutet auch, dass bei neuen Produkten die notwendigen Prüfnachweise für die CE-Kennzeichnung rechtzeitig vorliegen müssen.

 

Die am 31. Januar zwischen Großbritannien und der Europäischen Union vereinbarte Übergangsfrist endet zum 31.12.2020. Dann wird es ernst, insbesondere wenn es zu einem Austritt ohne Handelsabkommen kommt. Denn dann ist UK ein Drittstaat, für den gänzlich neue Regeln für den Export und Import gelten. Das zwischen der EU und UK verhandelte Austrittsabkommen regelt jedoch, dass Bauprodukte, die bereits vor dem 1. Januar 2021 rechtmäßig nach den Bestimmungen der Bauproduktenverordnung (CE-Zeichen) in Verkehr gebracht worden sind, auch nach dem 1. Januar 2021 noch auf dem Markt des Vereinigten Königreichs bis zum Endverwender vermarktet werden können.

 

Fenster, Fassaden, Türen und Tore mit CE-Zeichen, die noch im Übergangszeitraum als harmonisierte Produkte in England in den Verkehr gebracht worden sind, können gemäß Art. 41 Abs. 1) des Austrittsabkommens weiterhin gehandelt werden, bis sie beim Endverbraucher ankommen. Jedoch muss der Hersteller bzw. Importeur nachweisen, dass das Produkt innerhalb der Übergangszeit in den Verkehr gebracht wurde (Art. 42 des Austrittsabkommens). Hersteller, die noch neue Produkte entwickeln und in UK vermarkten wollen, sollten daher die verbleibende Zeit nutzen, um die notwendigen Prüfnachweise für eine CE-Kennzeichnung zu erhalten und die Produkte in UK noch in diesem Jahr rechtskonform in Verkehr bringen zu können.

 

Wenn nach der Übergangszeit, also ab 1.1.2021 die EU-Mitgliedschaft endet und kein gleichwertiges Freihandelsabkommen geschlossen wird, ändern sich die Spielregeln grundlegend. Denn dann gilt Großbritannien als „Drittstaat“, für den Zölle erhoben werden können und in dem die Regelungen der Bauproduktenverordnung (BauPVO) nicht mehr gelten. Auch die CE-Konformitätsbewertungsverfahren für die EU können nicht mehr von Prüf- und Zertifizierungsstellen durchgeführt werden, die bisher in Großbritannien notifiziert waren. Diese können nur noch Nachweise nach britischen Regeln erstellen. Britische Hersteller von Bauprodukten, die in die EU exportieren wollen, müssen sich dann an notifizierte Prüf- und Zertifizierungsstellen in Ländern der EU wenden. Auch die Bevollmächtigten in UK verlieren dann nach der Übergangszeit ihren Status als Bevollmächtigte im Sinne der BauPVO. In diesen Fällen müsste ein neuer Bevollmächtigter mit Sitz in der EU benannt werden.

 

Großbritannien beabsichtigt ein neues Zeichen (UKCA-Kennzeichnung) einzuführen, um die Konformität von Bauprodukten für die Verwendung in Großbritannien zu erklären. Dieses kann auch abweichende und zusätzliche Produktanforderungen enthalten. Die hierfür notwendigen Prüfungen können auch unter Einbeziehung „UK-anerkannter“ Dritt-Prüfstellen erfolgen. Dr. Jochen Peichl (Geschäftsführer ift Rosenheim) erklärt hierzu: „Auf Grundlage unserer flexiblen Akkreditierung und der umfangreichen Prüfeinrichtungen können wir auch neu definierte Produkteigenschaften prüfen. Gemeinsam mit unserem Partner UL und den engen Verbindungen mit britischen Prüfstellen werden wir dafür sorgen, dass die Prüfungen und Nachweise des ift Rosenheim für eine Anwendung in England genutzt werden können. Einfacher ist es aber, die Zeit bis zum 31.12.2020 zu nutzen.“
Legal note for use: The contents are freely available when mentioning the source ‘Information of ift Rosenheim’ and can be used without a license for communication in media and business. Please send us a specimen copy as publication or as PDF-file via email to the editorial contact.

Fazit Rosenheimer Online-Dialog 2020

Date: 14.10.2020 | ID: PI201060 | Download: Fazit Rosenheimer Online-Dialog 2020 PI201060 (PDF) | Author(s): Gabriele Tengler


Mit neuem Format aktuelle Themen schnell auf den Weg bringen

Das vom ift Rosenheim neu entwickelte digitale Format, der Rosenheimer Online-Dialog, feierte am 8. Oktober 2020 Premiere. Ort des Geschehens: das Aufnahmestudio des ift Rosenheim. Von hier aus gingen für die rund 100 teilnehmenden Firmen sechs Livestreams zu unterschiedlichsten Themen „on air“. Allerdings warteten keine Fachvorträge auf die Online-Gäste, sondern vielmehr moderierte Gesprächsrunden mit spannenden Informationen, Positionen und Diskussionen. Unter anderem gab es News aus der Managementebene des ift, zu multifunktionalen Fassaden, virtuellen Tests und Audits sowie Updates zur Montage. Während der Dialoge konnten sich die Teilnehmer durchgehend über eine Chatfunktion zuschalten und ihre Fragen und Anmerkungen in die Runde einbringen. Ein digitaler Meeting-Point am Nachmittag ermöglichte mit Hilfe einer Buchungsfunktion, sich mit ift-Experten individuell per Videochat auszutauschen. Das Fazit eines Teilnehmers im Chat lautete: „… sehr gut rüber gekommen, vielen Dank. Eine super Veranstaltung."

 

Die Idee zum Rosenheimer Online-Dialog (ROD) entstand im Zuge der coronabedingten Absage der Rosenheimer Fenstertage. „Dass die Rosenheimer Fenstertage nicht einfach ins digitale Format transferiert werden können, war uns im Frühjahr sehr schnell klar. Die Veranstaltung lebt zu sehr vom Networking und der Interaktion der Teilnehmer untereinander.“, erläuterte Institutsleiter Prof. Jörn P. Lass.

 

Auch Manfred Stoff (Marketingleiter und Mitglied der Geschäftsleitung des ift Rosenheim) legte Wert auf die Feststellung, dass der ROD kein Ersatz für die Rosenheimer Fenstertage sei. Er führte die Teilnehmer des ROD mit seiner erfrischenden Moderation durch den Tag.

 

Die Inhalte in den moderierten Dialogen waren breit gefächert und betrafen nicht nur fachliche Themen. Sie boten neben bekannten Aussagen auch interessante Tipps und Hinweise für die Praxis, beispielsweise:

  • die kontinuierliche Erweiterung des „ift-Montageplaners“, mit dem nun auch oberer und unterer Anschluss geplant werden können. Ebenso funktioniert die Ermittlung der Befestigungskräfte über das Tool spielerisch einfach.
  • dass anspruchsvolle multifunktionale Fassadenprojekte ohne kompetente Projektleiter und eine frühzeitige Abstimmung mit einer Prüfstelle zur Prüfung von Mok-Ups nur schwer umsetzbar sind.
  • dass die Innovationsführerschaft Deutschlands bei Fenstern, Türen und Fassaden nur durch den Einsatz modularer Bauweisen zu halten ist.
  • dass eine Umsetzung einfacher und baurechtlich anerkannter Glasdimensionierung mittels Diagrammen für 2021 verfügbar ist.
  • wie digitale Prüfungen auf firmeneigenen Prüfständen vom ift durchgeführt werden können.

 

Die Möglichkeit, sich im Chat einzubringen, wurde von den Teilnehmern rege genutzt und gestaltete den Meinungsaustausch lebendig und praxisnah. Ebenso bot der digitale Meeting-Point mit buchbaren Zeitslots einen persönlichen Austausch mit den ift-Experten am Nachmittag. Selbst die Pausen wurden durch Filme, Präsentationen und Bilder zu unterhaltsamen „Events“. Beispielsweise konnten die Teilnehmer den Außenreporter Manfred Stoff des neuen „Senders iftv“ bei seinem Besuch im neuen ift-Labor Bauakustik und Fassaden begleiten und sich einen Einblick in den Baufortschritt sowie die neuen Prüfmöglichkeiten verschaffen.

 

Das ift Rosenheim hat seit April 2020 intensiv in Kompetenzen und Studiotechnik zur Durchführung von Onlineformaten investiert. „Aus heutiger Sicht haben wir einen enormen Digitalisierungsschub durchgemacht.“ stellt Dr. Jochen Peichl (Geschäftsführer des ift Rosenheim) fest. Mittlerweile stehen ein Aufnahmestudio und die nötige Erfahrung zur Verfügung, was von Kundenseite bereits durch entsprechende Anfragen zur Nutzung der ift-Kompetenz und -Services auf diesem Sektor honoriert wurde.

 

Das ift Rosenheim wird das neue Format des ROD im Jahr 2021 intensiv nutzen, um Kunden und interessierte Bauexperten schnell und kompetent über wichtige aktuelle Themen und Probleme zu informieren. Derzeit sind bereits die Themen „Montage“, „Persönliche Schutzausrüstung“ sowie „begrünte Fassade“ in Planung.

 

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Dokumente der Mitgliederversammlung des ift Institut für Fenstertechnik e.V. vom 07.10.2020