Atemschutzmasken: Prüfung + Zertifizierung nach EN 149 jetzt möglich

EU-Baumusterprüfung, Zertifizierung und Tests zur Qualitätssicherung

Datum: 01.04.2021

Das ift Rosenheim ist jetzt als Prüf- und Zertifizierungsstelle für Atemschutzgeräte sowie filtrierende Halbmasken mit/ohne Ventile gemäß EN 149 notifiziert. Damit können ab sofort partikelfiltrierende Halbmasken (FFP1, FFP2 und FFP3) durch das ift Rosenheim geprüft, zertifiziert und überwacht werden.

Um die Beschaffenheit der von Kunden angeschafften Masken nachzuweisen, bietet das ift Rosenheim zudem Qualitätsprüfungen in Anlehnung an die EN 149 oder den CPA-Prüfgrundsatz an. Durch diese unabhängige Kontrolle können sich beispielsweise Krankenhäuser oder Verbände auf die gleichbleibende Produktqualität ihrer Atemschutzmasken verlassen.

Die zur Prüfung verwendeten Prüfstände wurden zu einem großen Teil durch die ift-Tochtergesellschaft ift MessTec GmbH entwickelt und produziert.

Weitere Informationen zum Prüfangebot erhalten Sie hier.


New service in the ift fire lab

Simple, economical assembly and testing of small components with adapter frame 3x3 m

Datum: 23.03.2021

It is great that we have demanding clients who challenge us with their wishes, requirements and criticism. For some time now, the desire to make the testing of smaller components simpler has come up again and again. That is why we had ift-MessTec build an adapter frame with 3x3 metres. This allows small components to be easily, economically and flexibly assembled and then tested. This allows us to improve flexibility and speed for the clients.

 

Many clients also make full use of the possibilities of the 8x5 metre furnace and test several product variants in one test. Due to our many years of extensive testing experience, we are able to develop optimal solutions in the selection of test specimens and the development of the test plan.

The video documentation and especially the livestream during the test (incl. recordings in furnace) are very well received by the clients. In addition, ift Rosenheim offers to arrange an installation service for the professional and standard-compliant assembly of the test elements via specialised companies from the region, as well as a repair/maintenance service including adjustment work (with monitoring and instruction via video). This means that even ambitious deadline requests in the project business can be met despite the Corona restrictions.

 

Just give us a call or send us an email to clarify the details. We are at your side even in these difficult times!

 

Best regards,

Markus Egli (Head of Division ift Fire Test,  Member of Executive Board)

and

Anyke Aguirre Cano (Head of Testing Department Fire Protection)

 


Türenprüfung bei Homanit

ift Rosenheim und Homanit kooperieren bei Klassifizierungsprüfung

Datum: 15.12.2020

Die ift Rosenheim GmbH und Homanit GmbH+Co.KG mit Sitz in Losheim am See haben einen gemeinsamen Kooperationsvertrag geschlossen. In dieser „Vereinbarung zur Durchführung von ift-Prüfungen außerhalb der ift-Labore im Rahmen der 17025-Akkreditierung und gemäß BauPVO, Art. 46“ wurden alle notwendigen Rahmenbedingungen festgelegt, die es ermöglichen, dass neue Türsysteme – geprüft bei Homanit – einen offiziellen Prüfnachweis (Klassifizierungsbericht) des ift Rosenheim erhalten können.

 

Die Kooperation bezieht sich explizit auf die Differenzklimaprüfung von Türen gemäß DIN EN 1121 „Türen – Verhalten zwischen zwei unterschiedlichen Klimaten“ und umfasst die Klimaklassen a-c.

 

Zu diesem Zweck wurden in dem kürzlich neu eröffneten Homanit Technologie-Zentrum durch die ift MessTec GmbH Klimakammern installiert. Es handelt sich dabei um eine Klimakammer zur Vorklimatisierung und um einen Differenzklimaprüfstand mit Außen- und Innenklima mit zwei getrennten Schalen für das Außenklima. So können bis zu vier Türblätter gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Klimaklassen geprüft werden. Dabei ist es möglich Temperaturen zwischen +40° bis -15°C und Luftfeuchtgehalte zwischen 25 % und 85 % zu realisieren. Ergänzt wird die Einheit durch einen Verzugsprüfstand. Klimadaten und Verzugsverläufe werden permanent überwacht und elektronisch protokolliert. Bei Bedarf lässt sich das ift Rosenheim jederzeit per Video zur Prüfung zuschalten.

 


Brexit – Konsequenzen aus dem Abkommen

Status und Praxistipps für Hersteller von Bauelementen im Umgang mit Nachweisen und Kennzeichnungen

Datum: 28.01.2021 | Download: Brexit – Konsequenzen aus dem Abkommen (PDF)

In letzter Minute haben Brüssel und London ein 1.200 Seiten umfassendes Handels- und Kooperationsabkommen [6] unter den Weihnachtsbaum gelegt. Damit kommen neue Formalitäten und Dokumente auf die Hersteller, Händler und Montagebetriebe in unserer Branche zu. Unternehmen mit Geschäftsbeziehung zu UK müssen sich nun mit vielen Detailfragen beschäftigen. Einige Fragen wollen wir auf Basis einer ersten Analyse des Abkommens und offizieller Quellen beantworten. Die laufende praktische Auslegung des Vertrages wird uns sicher noch die nächsten Monate beschäftigen, und wir werden weiter informieren. Die frohe Botschaft aber vorweg: Durch die enge Zusammenarbeit mit unserem Partner UL können die ift-Kunden sicher sein, dass kompatible ift-Prüfnachweise auch in Großbritannien anerkannt werden und UL-Nachweise aus UK für eine CE-Kennzeichnung genutzt werden können.

Durch das Abkommen können für die meisten Produkte im Warenverkehr Zölle vermieden werden, aber es sind zusätzliche Formalitäten d.h. Begleitpapiere, erforderlich. Mit diesen gibt es aktuell offensichtlich noch erhebliche Probleme, so haben große Logistikdienstleister wie DPD (UK) und DB Schenker die Annahme von Sendungen (vorübergehend) eingestellt, da zu viele Sendungen mit unvollständigen Begleitpapieren ganze Frachten blockieren.

Über die Prozeduren informiert tagesaktuell die britische Regierung auf ihrer Website gov.uk. Unter-schieden wird, ob Waren nach [1] oder aus UK [2] kommen. Für den Warenverkehr zwischen der EU und Nordirland gelten jedoch besondere Regeln. Für Bauprodukte sind keine besonderen Regelungen bzw. Anforderungen zu beachten, wie beispiels-weise für bestimmte Chemikalien, Medikamente oder Nahrungsmittel.

UK hat die bekannte EU-Bauproduktenverordnung mit Änderungen für UK übernommen. Damit gilt für Bauprodukte nach den „UK designated Standards“ (diese entsprechen aktuell den EU-harmonisierten Produktnormen, wie sie z.B. auf der Website des DIBt gelistet sind) auch in UK eine Kennzeichnungspflicht. Für Produkte nach nicht harmonisierten Normen wie z.B. Innentüren ändert sich nichts gegenüber dem Stand von 2020.

Folgende Regelungen gelten für Bauprodukte nach EU/UK harmonisierten Normen:

  1. Waren, die sich vor dem 1. Januar 2021 in GB im freien Verkehr befanden, bleiben von den neuen Regelungen unberührt. Das heißt, ihre CE-Kennzeichnung wird in GB weiterhin akzeptiert.
  2. Für die meisten CE-kennzeichnungspflichtigen Bauprodukte gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2021. Bis zu diesem Zeitpunkt akzeptiert UK noch die CE-Kennzeichnung. Ab dem 1. Januar 2022 müssen Produkte die neue Markierung UKCA tragen.
  3. In Nordirland können Bauprodukte aus Europa unverändert mit dem CE-Kennzeichen gekennzeichnet und gehandelt werden.

Das UKCA-Zeichen (UK Conformity Assessed) wird ab 1.1.2022 für alle Bauprodukte verpflichtend, die unter die UK designated Standards fallen. Die Vorgaben für das UKCA-Zeichen entsprechen den für das CE-Zeichen bekannten EU-Konformitätsverfahren (Verpflichtung bzw. Angabe des Herstellers, ggf. Einbeziehung von Drittstellen). Als Grundlage für das UKCA-Zeichen sind jedoch ausschließlich Prüfberichte bzw. Konformitätszertifikate von UK notified bodies zulässig. Das UKCA-Zeichen darf in 2021 noch parallel zu bereits vorhandenen CE-Zeichen angebracht werden.

Umgekehrt erkennt jedoch die EU das UKCA-Zeichen nicht an, und für Bauprodukte aus UK sind bereits seit 1.1.2021 ausschließlich Prüfnachweise bzw. Konformitätszertifikate von EU notified bodies (die nicht in UK ansässig sein können!) erforderlich – wie für alle Bauprodukte aus Nicht-EU-Ländern auch.

 

1  Richtige Zollerklärung und Herkunftsbezeichnung

UK hat bei der Anpassung der EU-Bauproduktenverordnung die im Artikel 10 geregelte Produktinformationsstelle gestrichen, d.h. für UK ist keine Stelle benannt, die anfragenden Firmen aus dem Ausland die baurechtlich in UK an das jeweilige Produkt gestellten Anforderungen nennen soll. Grundlage für die gegenüber anderen Drittstaaten (d.h. nicht-EU oder EFTA-Staaten) bevorzugte Zollregelung ist eine Herkunftserklärung. Diese erklärt die „wirtschaftliche Herkunft“, d.h. wo die gesamte oder überwiegende Wertschöpfung des Produkts stattgefunden hat. So kann z.B. eine aus spanischen Orangen in England produzierte Marmelade als „englisches Produkt“ gelten, weil der überwiegende Teil der Wertschöpfung in UK stattfand.

Es kann aber auch eine mit europäischen, asiatischen und US-amerikanischen Komponenten in UK montierte Automatiktür als „englisches Produkt“ gelten, wenn denn der überwiegende Teil der Wertschöpfung in UK stattfand. Ein bloßes Umpacken, Ablängen oder Portionieren reicht nicht, um den überwiegenden Teil der Wertschöpfung zu erreichen. Damit soll z.B. eine begünstigte Einfuhr von in China gefertigten Textilien über englische Versandhäuser bzw. Shoppingportale vermieden werden.

Bis zum 30. Juni 2021 gibt es für den Handel eine sechsmonatige Frist zur Vorlage der Herkunfts- und Zollbescheinigungen sowie der erforderlichen Angaben. Es muss also die Herkunftserklärung nicht unmittelbar beim Import aus der EU vorgelegt werden, um die Zollfreiheit in UK zu beanspruchen. Für Händler gilt bis 31.12.2021 eine Übergangsfrist für die Vorlage solcher Herkunftserklärungen von Lieferanten. Dies bedeutet aber nur einen Fristaufschub, keinen Verzicht! Je nach Wert der Waren kann es sinnvoll sein, sich den Aufwand für die Nachweise zu sparen und stattdessen die Zollgebühren wie für ein Drittstaatprodukt zu zahlen. [5]

 

2  Montagearbeiten und Dienstleistungen in UK

Firmen mit Sitz in der EU, die angestellte Mitarbeiter nach UK entsenden, um dort z.B. Montage- oder Reparaturleistungen durchzuführen, müssen ggf. die Firmenfahrzeuge mit der sogenannten „grünen Versicherungskarte“ ausstatten. Eine Visumpflicht entsteht erst, wenn die Entsendung länger als 6 Monate dauern soll.

Während der derzeitigen COVID-19-Pandemie ist (innerhalb von 48 Stunden) vor der Einreise nach UK die „Online passenger locator form“ [3] auszufüllen und dann als Bestätigung ausgedruckt mitzuführen, ebenso ein negativer COVID-19-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf und der nur in englischer, französischer oder spanischer Sprache akzeptiert wird. Verstöße gegen diese beiden Regelungen gelten als Straftat („criminal offence“). UK-Hotelübernachtungen sind für nicht touristische Reisen derzeit erlaubt. Für die Rückreise auf das europäische Festland gelten angesichts der Einstufung von England als Hochrisikogebiet besondere, rasch wechselnde Regelungen; so verlangt Frankreich die COVID-19-Testnachweise in französischer Sprache! Aber auch England hat einen harten Lockdown verfügt, über dessen Detailregelungen man sich aktuell informieren sollte. [4]

Die Ein- und Ausfuhr benötigter Werkzeuge für solche Montagen ist zollfrei möglich, es ist jedoch ein „ATA-Carnet“ in englischer Sprache zu beantragen. Sofern die Einreise über Dover oder den Eurotunnel erfolgt, sind die Zollformalitäten auf englischer Seite bei einer der (UK-)inländischen Zollstellen abzuwickeln, die zur Entlastung der Hafenstadt eingerichtet wurden.

Bei der Benutzung von LKW über 7,5 t und einer Ausreise aus UK über den Hafen von Dover oder den Eurotunnel wird ein „Kent Access Permit (KAP)“ benötigt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alle benötigten Papiere zur Ausreise vorhanden sind und das Fahrzeug nicht in der Grafschaft von Kent zu Staus beiträgt. Das KAP wird auch für ausreisende, unbeladene LKW benötigt. Es gilt nur für 24 Stunden, bei fehlendem KAP werden 300 £ fällig und der LKW wird zurückgewiesen! Der Fahrer und die Passagiere benötigen einen COVID-19-Test, der nicht älter als 72 Stunden (bei der Ankunft in Frankreich) ist. Für die Fahrer werden solche Test von England kostenfrei angeboten, denn für Pflichtversicherte aus EU-Ländern ist in UK die medizinische Notfallversorgung unter Vorlage der Versichertenkarte kostenfrei. Angesichts der bekannten Probleme und der Wartezeiten des staatlichen englischen Gesundheitssystems („NHS“) ist jedoch eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung im Krankheitsfall empfehlenswert.

 

3  Fazit

Durch die Tolerierung der CE-Kennzeichnung als Konformitätsnachweis von Bauprodukten in Großbritannien wird die Schonfrist für EU-Exporte bis zum 31.12.2021 quasi verlängert. Dennoch gibt es eine Reihe von praktischen Hemmnissen, die beachtet werden sollten – nicht zuletzt für Reisen und Dienstleistungen europäischer Firmen in UK. Das ift Rosenheim hat mit seinem langjährigen Kooperationspartner UL aber bereits bilaterale Vereinbarungen getroffen, durch die eine gegenseitige Anerkennung von Prüfzeugnissen, Zertifizierungen und Überwachungsnachweisen ermöglicht wird. Sofern die normativen Voraussetzungen gegeben sind, erhalten damit englische Hersteller die notwendigen Nachweise für eine CE-Kennzeichnung und europäische Produzenten die Dokumente für das UKCA- bzw. UKNI-Kennzeichen.

 

Informationen und Quellen

[1] https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/951346/How_to_import_goods_from_the_EU_into_GB_from_January_2021.pdf

[2] https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/951365/How_to_export_goods_from_GB_into_the_EU_from_January_2021.pdf

[3] www.gov.uk/provide-journey-contact-details-before-travel-uk

[4] https://www.gov.uk/guidance/national-lockdown-stay-at-home

[5] https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Brexit/Brexit-Zoll/fragen_und_antworten.html

[6] https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_2531


Der vollständige Inhalt mit Text und Bildern steht als PDF-Datei per Download zur Verfügung.


U.K. National Marks

UL & ift Rosenheim Working Together

Datum: 04.02.2021

As the United Kingdom has now left the European Union, the compliance requirements for the U.K. are changing from the CE Mark to be replaced by two new national markings, UKCA and UKNI, for Great Britain and Northern Ireland respectively.

You can read more at the linked website [here] but in summary, products that are to be placed on the U.K. market before the end of 2021 and which have been CE Marked before 2021 will continue to be accepted until 31 December 2021. Products placed on the U.K. market from 1 January 2021 onwards may be supported by a U.K. National Mark although this is not mandatory until the end of 2021. The UKCA marking will need to be used immediately after January 1, 2021, if the product is only marketed in Great Britain and is covered by legislation. CE marking can continue for use in N.I.

Each scenario is shown in the figures in this article.

The UK has already published equivalent Designated Standards which mirror existing European Standards although the alternative route for European Technical Approvals is not yet in place.

In order to mark the products with a UKCA or UKNI Mark a producer will need to engage a U.K. Conformity Assessment Body, which will work to support the process in a similar way to CE Marking. UL International (UK) Ltd is such an Approved Body as shown via the linked scope [here].

 

UL & ift Rosenheim Working Together

In order to provide the most streamlined process for your products to be covered by the U.K. National Marks and also CE marking UL and ift Rosenheim [as a Notified Body for CE Marking linked here] will further develop our co-operation, beyond the combined testing services already in place [shown here and here], to offer a combined service for either or both Marks. UL & ift Rosenheim will work together to accept the same test data and factory inspections to keep costs and resource impacts to a minimum.

We hope this information is of interest to you in reducing, as much as possible, any duplication of testing and inspections and if so please contact UL or ift Rosenheim to discuss this further.

 

CONTACT

Roland Fischer

E-Mail: fischer@ift-rosenheim.de
Tel.: +49 8031 261-2464