ift Rosenheim erweitert Geschäftsführung

Date: 21.07.2021 | ID: PI210754_GF_ift | Download: ift Rosenheim erweitert Geschäftsführung PI210754_GF_ift (PDF) | Author(s): Jürgen Benitz-Wildenburg


Michael Breckl-Stock wird zum 1. August 2021 technischer Geschäftsführer

Das ift Rosenheim ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und mit nunmehr 235 Mitarbeitern eines der führenden TIC-Unternehmen der Branche. Gewachsen ist auch die Breite der technischen Dienstleistungen. In 2020 wurde beispielsweise ein PSA-Labor zur Prüfung persönlicher Schutzausrüstungen gegründet, das nun kontinuierlich ausgebaut wird. Michael Breckl-Stock (Dipl.-Ing. (FH), M. Eng., MBA ) übernimmt ab 1. August 2021 die Aufgabe des technischen Geschäftsführers und damit die Verantwortung für alle operativen Aspekte von Prüfung und technischer Dienstleistung. Er ist seit 14 Jahren im ift Rosenheim tätig und hat dabei vielfältige Aufgaben übernommen, aktuell als Prokurist für den Prüfbereich.

Aufgrund der stetig wachsenden Aufgaben im technischen Bereich übernimmt Michael Breckl-Stock zum 1. August 2021 die technische Geschäftsführung von Institutsleiter Prof. Jörn. P. Lass. Diese Anpassung war notwendig geworden, da die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) als nationale Akkreditierungsbehörde für Prüfinstitute eine Entflechtung des Institutsleiters von Dienstleistungen wie Prüfungen und Zertifizierungen gefordert hat. Damit bekommt der Institutsleiter nun mehr Freiraum für die Bereiche Forschung, Gutachten, Normung, Vereinsführung sowie der Koordination diverser Arbeitskreise in Zusammenarbeit mit Herstellern, Verbänden, Politik und anderen Branchenkreisen.

Michael Breckl-Stock ist mit Abschlüssen als Dipl.-Ing (FH), M.Eng. und einem MBA hervorragend für diese Leitungsaufgabe geeignet. In den 14 Jahren am ift Rosenheim hat er zudem praktische Erfahrungen in allen wichtigen Bereichen gesammelt – angefangen als Prüfingenieur, Projektingenieur Produktzertifizierung, Laborleiter Bauteilprüfung, technischer Leiter, Fachexperte für die Deutsche und Schweizerische Akkreditierungsstelle sowie zuletzt als Geschäftsbereichsleiter Prüfung ppa. Damit bringt Michael Breckl-Stock alle Voraussetzungen mit, die vielfältigen technischen Dienstleistungen des ift Rosenheim erfolgreich zu leiten und auszubauen. „Gemeinsam mit Dr. Jochen Peichl als Vorsitzendem der Geschäftsführung und dem Institutsleiter Prof. Jörn. P. Lass ist das ift Rosenheim damit gut aufgestellt, um die Herausforderungen dieser „bewegten Zeiten“ zu meistern.“, so Oskar Anders (Vorstandsvorsitzender Institut für Fenstertechnik e.V.).

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Forschungsprojekt - Reinigung PVC Profile

Erarbeitung von RAL-Güte- und Prüfbestimmungen zur Sicherstellung der Verträglichkeit von Reinigungsmitteln mit Kunststofffensterprofilen


Ausgangssituation

Kunststofffenster aus Hart-PVC (bzw. PVC-U) haben aktuell in Deutschland einen Marktanteil von ca. 60%. Neben guten wärmetechnischen Eigenschaften und im Vergleich zu anderen Rahmenmaterialien niedrigen Preisen ist für Bauherren die einfache Pflege und Reinigung ein entscheidender Grund, sich für Kunststofffenster zu entscheiden.

In den letzten Jahren hat die Beobachtung von gelblichen Verfärbungen von Kunststofffenstern stark zugenommen. Dies führt zu erhöhten Reklamationen von Endverbrauchern bei den Fensterherstellern.

Die primären Ursachen für diese Verfärbungen sind nach aktuellen Erkenntnissen im Reinigungsvorgang und hier insbesondere in einer Wechselwirkung zwischen dem Reinigungsmittel und dem Kunststoff (PVC-U) sowie der in der realen Umwelt nicht zu vermeidenden Bewitterung der Fenster zu suchen.

Zielsetzung

Gesamtziel des Vorhabens ist die Erarbeitung von RAL Güte- und Prüfbestimmungen zur Qualifizierung von Reinigungsmitteln für Kunststofffensterprofile sowie zur Beurteilung der Reinigungsleistung von solchen Reinigern in Kombination mit verschiedenen Reinigungshilfsmitteln. Auf Grundlage der RAL Güte- und Prüfbestimmungen erfolgt die Vergabe eines RAL Gütezeichens durch die RAL Gütegemeinschaft.

Für die beteiligten Forschungspartner können nachfolgende Teilziele formuliert werden.

Teilziele für die Forschungsstellen TH Rosenheim, IFO und ift Rosenheim::

  1. Erarbeitung einer belastbaren und reproduzierbaren Methodik zur Prüfung der Wechselwirkung und Verträglichkeit zwischen Reinigungsmitteln und PVC-U Profilen
  2. Screening von ausgewählten PVC-U Rezepturen und ausgewählten Reinigungsmitteln hinsichtlich der Verträglichkeit
  3. Bewertung der Reinigungsleistung von unterschiedlichen Reinigungsmitteln/-verfahren auf ausgewählten PVC-U Rezepturen

Teilziele für die Gütegemeinschaften GKFP und GRM:

  1. Erarbeitung eines Schlussentwurfs der Güte- und Prüfbestimmungen zur Sicherstellung der Verträglichkeit zwischen Reinigungsmitteln und PVC-U Profilen
  2. Erarbeitung von Reinigungsempfehlungen für Fenster und Bauelemente aus PVC-U


Projektinformationen


Projektleiter:
Norbert Sack

Projektmitarbeiter:

Dr. Ansgar Rose

Projektlaufzeit:
07/2021 bis 06/2023

Förderstellen

Forschungspartner


Forschungsprojekt - Dauerhaftigkeit von antimikrobiellen Oberflächen

Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit der antimikrobiellen Wirkung von Oberflächen von Bauelementen


Ausgangssituation

Bei der Kontaktinfektion (auch als Schmierinfektion bezeichnet) werden Erreger über eine Kette von Berührungen weitergereicht. Werden beispielsweise Türgriffe oder Armaturen gemeinsam genutzt, können hier die Keime über die Hände weitergegeben und anschließend unbemerkt zum Mund geführt werden. Durch den Einsatz von mit antimikrobiellen Oberflächen ausgestatteten Produkten soll die Übertragung von Infektionskrankheiten durch Berührung reduziert werden. Im Bereich des Bauens betrifft dies z.B. Oberflächen von Griffen, Türblättern, Rahmenprofilen etc..

Antimikrobielle Oberflächen werden in der Regel durch „metallische bzw. metallisierte Oberflächen“ erreicht. Hierzu besteht die Oberfläche selbst aus Metall (z.B. Edelstahl, Kupfer) oder es werden in den Werkstoff wie z.B. PVC oder Lacke entsprechende Metalle(-ionen) (z.B. Silber) eingebettet. Solche Produktlösungen sind auf dem Markt erhältlich und werden primär für den Einsatz in Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr (z.B. Hotels, Behörden), mit hohen hygienischen Anforderungen (z.B. Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen) oder für besonders schutzbedürftige Personen (z.B. Kindergärten, Seniorenheime) empfohlen. Der Nachweis z. B. der antibakteriellen Wirkung der Oberflächen erfolgt auf Basis der ISO 22196. Die ISO 22196 beschreibt ein Verfahren zur Messung der antibakteriellen Aktivität von porenfreien Oberflächen wie z.B. Kunststoff. Die Prüfung der antibakteriellen Oberflächen/Produkte erfolgt im Allgemeinen im Neuzustand. Eine Bewertung bzw. Prüfung der Dauerhaftigkeit der antibakteriellen Wirkung erfolgt in der Regel nicht. Falls doch, so werden keine standardisierten Szenarien zur „Alterung“ bzw. reale Belastung der Oberflächen verwendet.

Zielsetzung

Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, eine zeitraffende Vorgehensweise zu erarbeiten, die eine mögliche Degradation der Wirkung durch die in der Realität vorkommenden Belastungen und hierdurch bedingte Alterung beim Nachweis dieser Leistungseigenschaft erlaubt.

Folgende zentrale Fragestellungen sollen durch das Projekt untersucht werden:

1. Wird die Wirkung von antimikrobiellen Beschichtungen durch äußere Belastungen, die im Laufe des Gebrauchs unvermeidlich sind, signifikant verändert?
2. Wie könnte die Dauerhaftigkeit der antimikrobiellen Beschichtung bei den Prüfungen nach ISO 22196 berücksichtigt werden?

Projektinformationen


Projektleiter:
Norbert Sack

Projektmitarbeiter:

Dr. Ansgar Rose

Projektlaufzeit:
04/2021 bis 04/2023

Förderstellen

Forschungspartner