Forschungsprojekt - Untersuchung zur Ausbildung der Entwässerungsöffnungen in Wetterschutzschienen für Holzfenster

 


Ausgangssituation

Die Abführung des in der Wetterschutzschiene eines Fensters angesammelten Wassers ist Voraussetzung für die Schlagregensicherheit eines Fensters, wobei nicht das neue Fenster, sondern der Gebrauchswert von Bedeutung ist.

Eine ausreichende Schlagregensicherheit ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Fensters, da im Gegensatz zu anderen Funktionen direkte Auswirkungen auf den Wohnkomfort, das Bauwerk und den Ausbau gegeben sind. Durch eingedrungenes Wasser werden häufig auch Schäden in der Wärmedämmung der Außenwand, aber auch an Fußböden und dergleichen verursacht. Grund des Wasserdurchtritts ist häufig die unzureichende, oft auch unkontrollierte Abführung des in die Falze zwischen Flügel- und Blendrahmen eingedrungenen Wassers.

Die Belastung der Gebäudefassaden einschließlich der Fenster ist in der Regel so , dass mit Wassereintritt in den witterungsseitigen Bereich der Falze zu rechnen ist. Das eingedrungene Wasser wird dann auch unten abgeleitet und in der Wetterschutzschiene, welche auf dem unteren Querstück des Blendrahmens angebracht ist, gesammelt.

Die Ableitung des Wassers zur Witterungsseite erfolgt durch Öffnungen in der Wassersammelkammer. Da Schlagregen Regen ist, der in Verbindung mit Wind auftritt, muss die Forderung gestellt werden, dass auch bei Windanfall das Wasser abgeleitet wird. Einfluß auf die Wasserableitung nehmen die Flächen der Entwässerungsöffnungen sowie die Druckverhältnisse im Falz und an der Außenfassade. Von den nordischen Ländern wurde versucht, durch die sogenannte zweistufige Abdichtung, die Druckverhältnisse zwischen Außenluft und Falz so zu gestalten, dass auch bei Windanfall Wasser abgeführt wird. Diese Profilgestaltung fand in Deutschland vor allem aus optischen Gründen keine Anerkennung.

Da auch der Versuch der Beeinflussung von Architekten und Bauherren eine zur Zeit nicht gewünschte Beunruhigung des Marktes mit sich bringen könnte, muss erst eine Verbesserung herkömmlicher Konstruktionen ohne Mehraufwand angestrebt werden. Das Ziel, durch grundsätzliche Überlegungen eine Vereinfachung und Verbesserung zu erreichen, darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. Grundsätzliche Änderungen sollten aber erst nach ausreichender Erprobung veröffentlicht werden.

Zielsetzung

Ziel der Arbeit ist primär die Erarbeitung von Grundlagen zur Bemessung und Ausbildung von Wasserabflussöffnungen in Wetterschutzschienen.

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
J. Schmid
W. Stiell

Projektlaufzeit:
März 1975

Förderstellen