Forschungsprojekt - Untersuchung über das Verhalten von verleimten Rahmenverbindungen unter Klimabelastung

 


Ausgangssituation

Bei einer Analyse der Bauentwicklung der vergangenen 30 Jahre kommt man zu der betrüblichen Feststellung, dass trotz Verbesserung der einzelnen am Fenster eingesetzten Werkstoffe das Fenster in der Gesamtheit nicht in gleichem Maße an Qualität gewonnen hat.

Mangelnde Kenntnis der Eigenschaften der verbesserten Werkstoffe und der am Fenster auftretenden Belastung durch Witterungseinflüsse sowie Änderung der Wohnverhältnisse und Änderung der Architektur waren u.a. Ausgangspunkt der Schäden.

Die Schäden am Fenster sind nicht nur auf das Holzfenster beschränkt, sondern treten auch an Fenstern aus anderen Werkstoffen und Materialien auf, allerdings mit dem Unterschied, dass die Auswirkungen in der Regel nicht den gleichen Umfang annehmen. Bei genauer Betrachtung sind die Schäden an Holzfenstern durch Destruktionsfäule meistens Folgeschäden, resultierend aus Feuchtigkeitseintritt, z.B. über die Verglasung, den Anschluss zum Baukörper und über offene Leimfugen. Der Umfang hat bereits ein beträchtliches Maß erreicht. Ca. 10% aller um 1960 eingebauten Fenster sind so weit zerstört, dass umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich werden und ein teilweises Auswechseln nicht zu umgehen ist. Die dadurch verursachten Kosten nehmen einen nicht unwesentlichen Anteil am Gesamtumfang der Bauschäden ein.

Der Einfluss unzureichender Verleimung auf den Schadensumfang an Fenstern ist nach wie vor beachtlich, so dass die Klärung der genauen Zusammenhänge vordringlich ist. Bei der Verleimung an Fenstern ist neben der Festigkeit - der statischen Beanspruchung der Leimflächen - auch die Dichtigkeit der Leimverbindungen gegen Wassereintritt von Bedeutung. Undichte Brüstungen an den Rahmenverbindungen ermöglichen eine Durchfeuchtung der Rahmen in so starkem Umfang, dass eine Austrocknung in Verbindung mit filmbildenden Anstrichen nicht mehr möglich ist und damit Voraussetzungen für das Pilzwachstum gegeben sind.

Bei Rahmenverbindungen sind deshalb nicht nur Forderungen an die Festigkeit, sondern auch an die Dichtigkeit zu stellen, solange die Gefahr der Bildung von Kapillarfugen besteht.

Zur Klärung dieser Frage und zur Aussage über geeignete Leime für den Fensterbau wurde im Institut für Fenstertechnik e.V., Rosenheim, in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Leime und Klebstoffe e.V., Düsseldorf, diese Versuchsreihe durchgeführt, die 35 verschiedene Leime umfaßte und als Objektprüfung an Schlitz-Zapfenverbindungen vorgenommen wurde.

Zielsetzung

 

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:

Projektlaufzeit:
April 1970

Förderstellen