Trends und ift-Strategie für 2021

Date: 22.10.2020 | ID: PI201061 | Download: Trends und ift-Strategie für 2021 PI201061 (PDF) | Author(s): Jürgen Benitz-Wildenburg


Ausblick auf Technologien, Trends, Normen und Ziele des ift Rosenheim

Auf der Jahrespressekonferenz am 7. Oktober wurden traditionell die operativen Schwerpunkte des ift Rosenheim sowie wichtige Trends für 2021 vorgestellt. Im Fokus des ift steht nicht nur die Überwindung der Coronakrise, sondern auch die Förderung von nachhaltigem Bauen, Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels, der Ausbau von digitalen Tools und Services sowie die Inbetriebnahme des neuen Prüflabors Bauakustik + Fassaden und der Ausbau der Prüfungen von persönlichen Schutzausrüstungen (PSA). Der Stillstand in der europäischen Normung soll punktuell durch ift-Richtlinien und -Publikationen kompensiert werden.

 

Die Coronapandemie war für die Digitalisierung ein Katalysator, der Technologien für Videomeetings und -Konferenzen, digitales Einkaufen, Homeoffice und Systeme zur Fernwartung und -steuerung zu mehr Breitenwirkung verholfen hat. Aufgaben wie die demografische Entwicklung, die Auswirkungen der Globalisierung und die Folgen des Klimawandels wurden jedoch überlagert. Sie werden aber wieder stärker in den Vordergrund treten, denn Naturgesetze kann man leugnen, aber die Regeln haben trotzdem Bestand. Ein unmissverständliches Warnsignal ist ein Bericht von Professor Stefan Rahmstorf (Leiter des PIK), in dem auf die Abschwächung des Golfstroms hingewiesen wird. Paradoxerweise führt dies nicht nur zu mehr Kälteeinbrüchen im Winter, sondern auch zu mehr Hitzewellen im Sommer, weil sich der Jetstream verlagert. Daraus ergibt sich für die Gesellschaft der Zwang zu einer deutlicheren Verringerung der CO2-Emissionen und Maßnahmen gegen die jetzt schon spürbaren Folgen des Klimawandels.

 

Schäden und hieraus resultierende Kosten steigen stetig, und die Vorgaben der europäischen Klimapolitik sind nur durch radikale Einsparungen zu erreichen. Die notwendigen Maßnahmen müssen sich viel stärker als bisher auf den Verkehr und den Gebäudesektor konzentrieren, weil es hier bislang erhebliche Versäumnisse gibt. Die notwendige Steigerung der Sanierungsquote kann durch schärfere gesetzliche Anforderungen in Kombination mit attraktiven Förderprogrammen erreicht werden. Daraus ergeben sich für 2021 und darüber hinaus vielfältige Konsequenzen und Chancen für die Fenster- und Fassadenbranche.

 

Energieeffizienz im Gebäudesektor

Fenster und Verglasungen bei neuen Gebäuden haben heute schon ein Niveau erreicht, bei dem die solaren Gewinne auf der Ost-, West- und Südseite die Energieverluste deutlich übertreffen; damit sind Glasflächen eine regenerative Energiequelle ganz ohne Anlagentechnik. Im Gebäudebestand sieht das aber ganz anders aus. Nach Analysen des VFF warten über 260 Millionen alte Fenstereinheiten mit Gläsern ohne Low-E-Beschichtung auf einen Austausch. Damit könnten jährlich über 14,1 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Das wären 50 % der 28 Mio. Tonnen, die nach Angaben der dena notwendig wären, um den Klimaschutzplan 2030 für den Gebäudesektor zu erreichen. Hierfür braucht es von der Politik Instrumente wie eine Austauschverpflichtung, eine Verschärfung der energetischen Anforderungen sowie attraktive Förderprogramme. Die Fenster- und Fassadenbranche muss attraktive Konzepte für die Sanierung entwickeln, bei denen die wichtigsten Aspekte wie Wärmedämmung, Lüftung, Verschattung, eine einfache Montage, aber auch ein vollständiges Recycling berücksichtigt werden. Das Ziel müssen energieeffiziente und umweltfreundliche Produkte sein, die zu einem fairen Systempreis verfügbar sind. Der finanzielle Aufwand zur Reduzierung von CO2-Emissionen muss durch Förderprogramme kompensiert werden, weil die Kosteneinsparungen bei den derzeitig niedrigen Preisen für fossile Energieträger keinen ausreichenden Anreiz für private und öffentliche Investitionen bieten. Weitere Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz sind mechatronische Beschläge und Systeme, mit denen sich Fenster, Türen und Sonnenschutzsysteme bedarfsgerecht steuern lassen. Darüber hinaus können auch vertikale Gebäudeflächen zur aktiven Energieerzeugung per Photovoltaik einen Beitrag zur CO2-Minderung leisten.

 

Aus diesem Grund hat das ift Rosenheim für 2021 entsprechende Projekte geplant. Für die zweistufige Montage (Montagezarge) werden Handlungsempfehlungen und konstruktive Grundlagen entwickelt und als Fachinformation veröffentlicht.

 

Lüftung und Raumklima

Die meisten Menschen in den Industrieländern verbringen den größten Teil ihrer Lebenszeit in Gebäuden, also Innenräumen. Somit kommt einem gesunden Raumklima eine große volkswirtschaftliche und persönliche Bedeutung zu. Natürliches Tageslicht, angenehme Temperaturen und eine gesunde Luftqualität sind wesentliche Einflussfaktoren. Die Lüftung von Innenräumen hat durch die Corona-Pandemie eine ganz neue Bedeutung bekommen. Das ift Rosenheim wird dieses Thema noch stärker angehen und Empfehlungen für Lüftungseinrichtungen erarbeiten, mit denen die Raumlufthygiene verbessert wird, ohne dass Raumklima und Behaglichkeit darunter leiden. In den letzten Jahrzehnten wurden in vielen Schulen, Büro- und Verwaltungsgebäuden konstruktive Fehler begangen. Kompetenten Fenster-/Fassadenbauern bietet sich hier die große Chance, Auftraggeber mit alternativen Sanierungskonzepten und nicht durch das billigste Angebot zu überzeugen. Um Fensterhersteller, -händler und Montagebetriebe bei der anspruchsvollen Aufgabe der Lüftungsplanung zu unterstützen, entwickelt das ift Rosenheim ein kostenloses Online-Tool zur Lüftungsplanung mit Fenstern und bietet Seminare sowie eine Weiterbildung zum Lüftungsplaner Fenster an, in der speziell die Vorteile und Konstruktionen einer dezentralen Lüftung aufgezeigt werden. Diese kann durch Fenster und ventilatorgetriebene Lüftungselemente im bzw. am Fenster erreicht werden. Auch variable Sonnenschutzsysteme werden thematisiert, die bei jeder Sanierung aufgrund der zu erwartenden regelmäßigen Hitzewellen mitgeplant und eingesetzt werden müssen.

 

Nachhaltigkeit und Schutz vor Klimafolgen

Der Klimawandel ist da, und die Folgen treffen uns alle – das sagen mittlerweile die meisten Experten. Hitzerekorde mit Temperaturen bis zu 47 Grad und Überschwemmungen bei Starkregen gefährden Leben. Hagelkörner groß wie Tennisbälle und Orkane zerstören Gebäude; die zunehmende Trockenheit führt auch in Europa zu Wasserknappheit und Brandkatastrophen. Daher geht es nicht mehr nur darum, den Klimawandel durch energieeffiziente und nachhaltige Bauprodukte zu begrenzen, sondern auch darum, sich vor den zukünftigen Klimaextremen zu schützen. Bauelemente wie Fenster und Fassaden, Türen und Tore sowie Verglasungen müssen sich den gestiegenen Anforderungen und Belastungen durch den Klimawandel stellen. Bauelemente können ihren Beitrag hierfür leisten durch:

  • adaptive Sonnenschutzsysteme mit Steuerung,
  • Fenster, Türen und Tore, die vor Überschwemmungen durch über die Ufer tretende Flüsse und lokalem Starkregen schützen,
  • Bauelemente (Fenster, Rollläden, Raffstores, Markisen, Jalousien), die auch Starkwindereignissen und Hagelstürmen widerstehen,
  • Fenster und Lüftungselemente zur Raumklimatisierung, Verbesserung der Luftqualität sowie Nachtauskühlung,
  • Oberflächen, die auch höheren Temperaturen durch die solare Einstrahlung widerstehen.

 

Das ift Rosenheim entwickelt deshalb modifizierte und neue Prüfverfahren, um die vorhersehbar höheren Anforderungen verlässlich zu prüfen und zu bewerten. Auch im neuen Fassadenlabor lassen sich Produkte nach nationalen, europäischen sowie US-Normen prüfen; dabei können unterschiedlichste klimatische Bedingungen simuliert werden.

 

Ein weiterer Aspekt ist das Mikroklima in Städten, bei dem die Luft- und Oberflächentemperaturen, Luftfeuchten oder der Schadstoffgehalt der Luft deutlich über denen ländlicher Regionen liegen. Hier untersucht das ift Rosenheim Einsatzmöglichkeiten von Fassadenbegrünungen; Ergebnisse werden in 2021 publiziert.

 

Normung

Seit die europäische Rechtsprechung im Rechtsstreit „James-Elliott Construction Ltd. gegen Irish Aspalt Ltd.“ mangelhafte Zuschlagsstoffe als normativen Fehler beurteilt hat, gibt es einen Stillstand in der Harmonisierung von Produktnormen. Um die Defizite der Produktnormen, die durch das Urteil zutage getreten sind, zu korrigieren, sollen nun nach dem Willen der Europäischen Kommission alle neuen Produktnormen so abgefasst werden, dass sie alle Bereiche bzw. wesentlichen Eigenschaften abdecken und den „Standardisation Requests“ der EU-Kommission entsprechen, die aber noch nicht verabschiedet sind. Zudem sollen alle bereits erarbeiteten harmonisierten Normen einer Nachkontrolle durch die Europäische Kommission unterzogen werden, dem sogenannten „Akquise-Prozess“. Das ist eine formale, mehrstufige und hierarchische Überprüfung der harmonisierten Normen.

 

Die Folge ist, dass durch die Überarbeitung bestehender und die Harmonisierung fertiger Produktnormen die Normungsarbeit de facto auf Eis liegt. Besonders betroffen ist aktuell die EN 14351-2 für Innentüren, die in Verbindung mit der EN 16034 eine CE-Kennzeichnung von Feuer- und Rauchschutzelementen ermöglichen würde.

 

Auch die Construction Product Regulation (CPR) wird angepasst und weitere Änderungen bringen. Das ift Rosenheim wird sich in der Normung deshalb stärker auf Prüf- und Klassifizierungsregeln konzentrieren und Richtlinien und Zertifizierungsprogramme verfassen, um fachgerechte Anwendung, Einsatz und Verbreitung von Produkten zu erleichtern.

 

Eine grundsätzliche Neuausrichtung der gesamten Normungsarbeit ergibt sich durch den „Green Deal“ der EU, bei dem Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Circular Economy im Fokus stehen. Dabei wird dem Bausektor in der gesamten EU eine tragende Rolle beigemessen, denn in den Mitgliedsstaaten liegt die jährliche Renovierungsquote des Gebäudebestands derzeit nur zwischen 0,4 und 1,2 Prozent. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die langfristigen nationalen Renovierungsstrategien der Mitgliedsstaaten auf den Prüfstand. Als Folge werden wohl die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von neuen und bestehenden Gebäuden erhöht.

 

Operative Schwerpunkte des ift Rosenheim

Auf Basis der Trends für 2021, der Marktpotenziale und Kundenwünsche wird das ift Rosenheim 2021 folgende Themen fokussieren:

 

Labor Bauakustik

Das neue Prüflabor für Bauakustik mit 1.440 m² Fläche wurde gebaut, weil Fenster, Fassaden, Tore sowie vorgefertigte Wand- und Deckenelemente immer größer, schwerer und komplexer werden, und ein sicherer und effizienter Prüfbetrieb im alten Labor nicht mehr zu gewährleisten war. Zudem hätten geänderte Prüfanforderungen im alten Labor nicht mehr erfüllt werden konnten. Das gilt vor allem für internationale Anforderungen der EN ISO 10140-2 mit Messungen im Niederfrequenzbereich sowie nach dem amerikanischen Standard ASTM E 90. Das ist ein großer Vorteil bei internationalen Projekten und Märkten.

 

Alle drei Schallprüfstände (Mehrzweck-Prüfstand, Schalllängsleitungsprüfstand für horizontale und vertikale Flanken- und Transmissionsschalldämmung sowie ein Deckenprüfstand für Trittschalldämmung) sind überkrant. Diese Infrastruktur ermöglicht ein effizientes und ergonomisches Arbeiten für Kunden und ift-Mitarbeiter. Das Logistik- und Prüfkonzept ermöglicht eine schnelle und einfache Modifikation von Varianten oder auch Fassaden-„Mok-ups“ – das ist gerade für anspruchsvolle Fenster- und Fassadenprojekte ein großer Vorteil. Für die Kunden stehen zudem separate Aufenthaltsräume mit Internetanbindung zur Verfügung, die zur Abstimmung bzw. Vor-/Nacharbeit von Prüfungen oder Office-Arbeiten genutzt werden können.

 

Labor Fassadentechnik

Im neuen Fassadenprüfzentrum entsteht ein Indoor-Stahlbeton-Prüfstand mit Abmessungen von 12 Metern x 12 Metern. Er ist komplett überkrant und erlaubt eine wetterunabhängige Nutzung. Große Fenster- und Fassadenelemente können so einfach auf Dichtigkeit, Windlast, Stoßfestigkeit oder Absturzsicherheit geprüft werden. Fassaden- und Schallprüfstände sind unter einem Dach, so dass beide Prüfungen ideal kombiniert werden können. Die Schnelligkeit der Prüfabwicklung, die einfache Anpassung der Probekörper und die Prüfung nach DIN- und EN-Normen sowie nach internationalen Standards (EN, ISO, CWCT, ASTM u.v.m.) sind für Fassadenbauer wichtige Entscheidungskriterien für die Prüfung. Das ift Rosenheim ist für die Prüfverfahren durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und kann mit dem Kooperationspartner UL die notwendigen Nachweise und Zertifikate für die USA, für Kanada und den mittleren Osten erstellen.

 

Digitalisierung

Das ift Rosenheim verfügt bereits über ein umfangreiches Spektrum unterschiedlicher Online-Tools, die zum größten Teil kostenlos nutzbar sind (www.ift-rosenheim.de/digitale-services). Diese werden kontinuierlich gepflegt und aktualisiert. Das gilt auch für den sehr erfolgreichen ift-Montageplaner, mit dem schon über 30.000 Nachweise für eine fachgerechte Montageplanung (Montagepass) erstellt wurden. Nun wurden die Berechnungsmöglichkeiten für die Befestigung wesentlich erweitert und die Planung des oberen und unteren Baukörperanschlusses integriert. Grundlegend neue Services sind „Remote Audits“, bei denen die baurechtlich notwendige Fremdüberwachung per Videochat und Fernschaltungen durchgeführt wird, damit das Konformitätszertifikat nicht seine Gültigkeit verliert. Das ist besonders wichtig für Feuer- und Rauchschutzabschlüsse.

 

Noch in der Erprobungsphase ist der innovative Service „digiTEST“, der gemeinsam von der ift MessTec und dem ift-Prüfbereich entwickelt wurde. Mit dem digiTEST des ift lassen sich Prüfungen weltweit durchführen, ohne physisch vor Ort zu sein. Mittels Videotechnik und Fernsteuerung der Prüfstände können baurechtliche Prüfungen auf firmeneigenen Prüfständen so schneller, kurzfristiger und kostengünstiger durchgeführt werden. Eine regelmäßige Kalibrierung der Messeinrichtungen und Plausibilitätsverfahren sichert das gleiche Qualitätsniveau wie bei Prüfungen in den ift-Laboren. Die ift MessTEC liefert die Hard- und Software, das ift Rosenheim die Schulung und Kompetenz für die Durchführung der Prüfungen.

 

Die ift Akademie wurde durch die Reisebeschränkungen aufgrund der Coronapandemie und die berechtigten Vorsichtsmaßnahmen der Kunden besonders hart betroffen. Innerhalb kürzester Zeit wurde jedoch in die notwendige Technik für Video, Onlineseminare, Streaming, Lernplattformen etc. sowie die Schulung der Mitarbeiter investiert. So konnten in 2020 bereits zwei digitale Konferenzen organisiert und der Anteil der Online-Weiterbildungen auf über 50 % gesteigert werden. Dies ist in 2021 ein großer Vorteil für Unternehmen, da die berufsbegleitende Weiterbildung mit weniger Präsenzzeiten noch besser und familienfreundlicher gestaltet werden kann.

 

Das gilt in besonderem Maße für die neu entwickelte Weiterbildung zum Projektmanager Fenster + Fassade von ift Rosenheim und VFF, die zu über 50 % online läuft. Dieser neue Fachabschluss vermittelt genau das Wissen, das ambitionierte Montageexperten, Objektspezialisten und Berufsanfänger mit Hochschulabschluss für die Praxis brauchen, um anspruchsvolle Fenster- und Fassadenprojekte erfolgreich zu managen. Die Lehrinhalte umfassen deshalb neben der Bautechnik mit Konstruktion, Bauphysik und Statik auch ein solides Wissen bei Baurecht, Baumanagement und Verhandlungsführung. Das moderne Ausbildungskonzept mit Onlineseminaren, digitalen Lehrinhalten und Dialogformaten ermöglicht eine effiziente und zeitsparende Ausbildung mit nur acht kompakten Präsenzphasen (Do. bis Sa.) in Frankfurt und Rosenheim. So lassen sich Arbeit, Familie und Karriereplanung optimal vereinen.

 

Ausbau der Prüfstelle für „Persönliche Schutzausrüstungen“ (PSA)

Ein neues Geschäftsfeld mit kurioser Historie ist die Prüfung von Atemschutzmasken im ift Rosenheim. Die enormen Engpässe bei der Prüfung von Atemschutzmasken zu Beginn der Coronakrise führten junge ift-Mitarbeiter zur Überlegung, ob das ift Rosenheim nicht in der Lage wäre, hier zu unterstützen. Sie stellten fest, dass im ift Rosenheim die meisten Prüfgeräte und Kompetenzen für die Bewertung von Atemschutzmasken vorhanden sind. Aufgrund der flexiblen Akkreditierung des ift Rosenheim war die notwendige Anerkennung als Prüfstelle für „Mund-Nase-Schutz“-Masken (CPA-Masken) unkompliziert. Nun läuft das Verfahren zur Anerkennung für die Notifizierung als Prüf- und Zertifizierungsstelle gemäß Verordnung über persönliche Schutzausrüstung (EU) 2016/425 (PSA-Verordnung). Dazu gehören auch Atemschutzgeräte, filtrierende Halbmasken mit/ohne Ventile sowie trennbaren Filtern gemäß EN 149, EN 405 und EN 1827 – also für Atemschutzmasken der Risikokategorie III (FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken). Damit kann das ift Rosenheim nicht nur alle notwendigen Prüfungen und Zertifizierungen durchführen, sondern auch die notwendige Fertigungskontrolle mit Produktprüfungen und Qualitätssicherung des Produktionsprozesses überwachen. Atemmasken und persönliche Schutzausrüstungen wie Helme, Schutzkleidung und ‑geschirre sind auch im Baubereich weit verbreitet. Deshalb ist die Erweiterung der Kompetenz in diesem Prüfbereich für das ift Rosenheim eine sinnvolle Ergänzung zur Prüfung und Zertifizierung von Baustoffen und Bauelementen.

 

Damit wird auch das Jahr 2021 wieder interessant und anspruchsvoll, um den Service für Kunden, Mitglieder und die Baubranche weiter zu verbessern.
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