Forschungsprojekt - Schäden an Holzfenstern

 


Ausgangssituation

Durch die Häufung der Schäden an Holzfenstern besteht die Gefahr, dass sich eine rückläufige Tendenz bei der Verarbeitung von Holz im Fensterbau einstellt. Wenn gleich diese Tendenz bisher - besonders im Wohnungsbau - noch nicht spürbar ist, sind doch erste Anzeichen dafür da, dass Aluminium und Kunststoff auch dort Absatzgebiete suchen. Die weitere Entwicklung wird in erster Linie davon beeinflusst werden, ob es gelingt, die Funktionsfähigkeit des Holzfensters bei möglichst geringfügigem Aufwand zu gewährleisten.

Die Holzzerstörungen, die sich als Schwachpunkte am Holzfenster im Bauwesen herausstellen, sind im wesentlichen auf die Feuchtigkeitsanreicherungen in bestimmten Konstruktionsteilen zurückzuführen. Es ist deshalb notwendig, die Zusammenhänge zwischen Feuchtigkeitsanreicherung und Witterungseinflüssen zu klären. Die Auswirkungen von Einbauart, Einbaurichtung, Fenstergröße und Bauabwicklung sind dabei zu untersuchen und abzugrenzen.

Zielsetzung

Vom Institut für Fenstertechnik e.V., Rosenheim, wurden aus der Erkenntnis der Notwendigkeit eines echten konstruktiven Holzschutzes im vergangenen Jahr bereits Unterlagen erstellt, die dem Forschungsbericht in der Gesamtheit beigefügt sind. Es handelt sich dabei um die Bestimmung der Beanspruchungsgruppen für die Verglasung, für Schlagregen und Windanfall.

Diese Unterlagen müssen ergänzt und vertieft werden, wobei es im besonderen Maße um eine Abgrenzung der zu erwartenden Belastungen durch Witterungseinflüsse geht.

Auch durch die Einflüsse aus bauphysikalischen Gegebenheiten entstehenden Belastungen an Holzteilen, z.B. infolge von Diffusionsvorgängen, welche untersucht und die Auswirkung auf die Erhaltung der Holzteile in die Betrachtung einbezogen werden müssen. Im besonderen Maße wird die Funktion des Holzfensters neben den rein konstruktiven Belangen von der Verarbeitungstechnik bestimmt. Damit ist die Notwendigkeit aufgezeigt, neben den üblichen "Allgemeinen Regeln der Baukunst" neue, dem derzeitigen Stand der Fertigungstechnik angepasste Verarbeitungsrichtlinien aufzustellen.

Mit dieser Fragestellung ist die Gliederung der Bearbeitung fundiert:
  1. Querschnittsbestimmungen am Holzfenster als Grundlage der notwendigen Formstabilität und als Voraussetzung des ausreichenden Oberflächenschutzes.
  2. Schlagregensicherheit als Grundlage der Funktionssicherheit von Fenstern bei äußerer Belastung.
  3. Gruppenbildung für Verleimung als notwendige Voraussetzung für Verleimung von Konstruktionsfugen.
  4. Untersuchungen über Verglasungsprobleme als Grundlage des Dichtschlusses zu Glas und Rahmen.
  5. Untersuchungen über Temperaturbelastungen durch farbige Anstriche von Holzteilen.


Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
OBR E. Seifert
Ing. (grad) J. Schmid
Ing. (grad) S. Hofmann

Projektlaufzeit:
1968