Montage absturzsichernder Fenster, Türen und Verglasungen

Date: 01.09.2017 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Jürgen Benitz-Wildenburg, Wolfgang Jehl | Contact: Gabriele Tengler

Hinweise für Metallbauer zur Planung und Dimensionierung der notwendigen Befestigungen

Die Montage moderner Fenster und Türen wird nicht einfacher und ist mittlerweile eine eigenständige Planungsaufgabe geworden. Gründe hierfür sind höhere Fenstergewichte, größere Abmessungen, geringere Tragfähigkeiten hochwärmedämmender Außenwände sowie die Zunahme an Sonderanforderungen wie Einbruchhemmung oder der Einsatz von absturzsichernden Fenstern und Verglasungen. Dies betrifft Metallbauer in besonderer Weise, da Metallfenster im Wesentlichen im Objektgeschäft und in hochwertigen Immobilien eingesetzt werden, bei denen die moderne Architektur sehr oft bodentiefe Fensterelemente vorsieht und auf eine (getrennte) Absturzsicherung aus Metall oder Paneelen verzichtet.

Dadurch ergeben sich zunehmend Montagesituationen, bei denen die Beachtung der bislang bekannten Befestigungsregeln (Anordnung von Tragklötzen, Einhaltung von Befestigungs- und Eckabständen) nicht mehr ausreicht. Eine steigende Zahl von Befestigungsproblemen und Reklamationen zeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Nach Muster-/Lan­desbauordnung (MBO/LBO) und auch der VOB/C ATV DIN18360 Metallbauarbeiten (Abschnitt 3.1.4.2) heißt es „… die Verankerungen der Bauteile im Baukörper sind so anzubringen, dass das Übertragen der Kräfte in den Baukörper gesichert ist“.

Der Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren (LzM) der RAL-Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren e.V., Frankfurt am Main, definiert in Kapitel 5 für die praktische Anwendung deshalb auch für die Befestigung verschiedene Kategorien (Standardfall sowie Sonderfälle 1 und 2). Absturzsichernde Elemente fallen in den Sonderfall 2, da ein statischer Nachweis zur Tragfähigkeit bei statischen (Holmlasten) sowie stoßartigen (Menschenanprall) Einwirkungen zu erbringen ist

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