Mechanische Einbruchhemmung – Nachrüstung

Datum: 15.07.2015 | Download: Fachartikel (PDF) | Autor(en): Dipl.-Ing. Christian Kehrer, Jens Pickelmann, Dipl.-Ing. Jürgen Benitz-Wildenburg | Kontakt: Jürgen Benitz-Wildenburg

Planung, Anforderungen und konstruktive Umsetzung

Die Kriminalstatistik [1] weist eine Steigerung der Einbruchdelikte um +3,7 % sowie einen Anstieg des „Tageswohnungseinbruchs“ um +5,8 % aus. Auch die Medien berichten täglich über die finanziellen, gesellschaftlichen und psychologischen Folgen von Einbrüchen, so dass die Verbesserung des „Einbruchschutzes“ ganz oben auf der Agenda der Bauherren steht. Aktuelle Statistiken aus NRW zeigen, dass einbruchhemmende Maßnahmen in 43 % der Fälle wirksam sind. In Folge hat sich ein attraktiver Markt für Hersteller, Bauelementehandel und Montagebetriebe entwickelt. Dies gilt vor allem auch für die Nachrüstung, denn kein Bauherr wird moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung nur wegen einer besseren Einbruchhemmung austauschen. Die Produkte zur Verbesserung der Einbruchhemmung sind vielfältig, aber kritisch zu hinterfragen, denn Nachrüstprodukte werden sogar schon von Discountern angeboten. Deshalb sollten seriöse Anbieter dem Bauherrn nur geprüfte Nachrüstprodukte gemäß DIN 18104-1 und -2 anbieten; zudem müssen Anforderungen, konstruktive Grundlagen, notwendige Nachweise und die Regeln einer fachgerechten Montage für die Einbruchhemmung von Fenstern und Türen bekannt sein.


Genormte und geprüfte Nachrüstprodukte nach DIN 18104

Die Anforderungen und Prüfverfahren von Nachrüstprodukten für Fenster und Türen sind in DIN 18104 „Einbruchhemmende Nachrüstprodukte“ geregelt. Die Prüfungen werden ähnlich wie bei neuen Fenstern und Türen gemäß EN 1627 bis 1630 durchgeführt; allerdings gibt es hier keine Widerstandsklassen (RC 1 bis RC 6), sondern nur eine grundsätzliche Eignung. DIN 18104-1 „Aufschraubbare Nachrüstprodukte“ umfasst Nachrüstprodukte wie Zusatzschlösser, Stangenverschlüsse oder Querriegelverschlüsse. Diese Sicherung sollte mindestens an der Griff- und Bandseite erfolgen. Darüber hinaus sollte mindestens eine Sicherung abschließbar sein, sofern kein Verbundsicherheitsglas eingesetzt ist.

 

 

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