Forschungsprojekt - Luftschalldämmung von Gründächern

Einfluss der Bauteilschichten eines Gründaches auf die Luftschall-dämmung der Dachkonstruktion - Erarbeitung von zusätzlichen Erkenntnissen zur Erweiterung des Bauteilkataloges in DIN 4109-33


Ausgangssituation

Das Vorhaben baut auf dem in 2018 abgeschlossenen Forschungsvorhabens "Schallschutz von Flachdächern in Holzbauweise - Luft- und Trittschalldämmung von Flachdächern und Dachterrassen" (SWD-10.08.18.7-17.41) auf, das die Erarbeitung von Planungsdaten für Flachdächer in Holzbauweise zur Zielsetzung hatte. Hierzu wurden schalltechnische Untersuchungen an praxisnahen Dachaufbauten durchgeführt, um die Einflussgrößen auf die Schalldämmung von Flachdächern und leicht geneigten Dächern beschreiben und Planungsunterlagen gut geeigneter Konstruktionen zur Verfügung stellen zu können.

Bei den Untersuchungen ergab sich ein überraschendes Ergebnis für die Schalldämmung von nicht begehbaren Flachdächern. Für nicht begehbare Flachdächer wurden Kiesschüttungen, extensive Begrünungen und Dachabdichtungsbahnen untersucht. Die Ausführung mit Dachabdichtungsbahnen ohne weitere Zusatzmassen ergab erwartungsgemäß geringere Schalldämm-Maße. Die Vergleichsmessungen ergaben jedoch auch für Dachaufbauten mit extensiver Dachbegrünungen deutlich geringere Schalldämm-Maße als für Dachaufbauten mit Kiesauflagen gleicher flächenbezogener Masse. Als Ursache kann hier der Einfluss der Dränschicht in Kombination mit einer Speichermatte genannt werden. Dies konnte durch einen direkten Vergleich für einen Flachdachaufbau mit und ohne Speichermatte gezeigt werden. Da der Einsatz von Flachdächern im Holzbau mit extensiver Begrünung jedoch aus verschiedenen Gründen wünschenswert ist, besteht in Bezug auf die bauakustische Auswirkung üblicher Drän-, Speicher- und Schutzschichten noch Untersuchungsbedarf, um optimierte Materialkombinationen finden zu können.

Zielsetzung

Die zentrale Fragestellung des Projektes liegt in der optimalen Kombination der geeigneten Bauteilschichten und -materialien, um eine möglichst gute Schalldämmung von Flachdachaufbauten mit Dachbegrünung zu erreichen.

Nach Beendigung des Vorhabens steht eine Ergänzung des Bauteilkatalogs zum Nachweis der Luftschalldämmung von Flachdächern zur Verfügung. Dieser kann zur Planung der bauakustischen Eigenschaften der genannten Konstruktionen ohne messtechnische Untersuchung verwendet werden. Es ist angestrebt, Flachdachaufbauten zu beschreiben, die mit extensiver Dachbegrünung ähnlich gute Planungswerte ergeben, wie vergleichbare Flachdächer mit Kiesschüttungen.

Es ist angestrebt, den erarbeiteten Konstruktionskatalog in der DIN 4109 zu integrieren.

Projektinformationen


Projektleiter:
Prof. Dr. Ing. Andreas Rabold

Projektmitarbeiter:

Sandra Heinrichsberger M.Sc.
Dipl.-Ing. (FH) Stefan Bacher
Beate Mooser

Projektlaufzeit:
10/2020 bis 3/2022 (18 Monate)

Förderstellen

Forschungspartner