Forschungsprojekt - Integrale Bewertung innovativer Gebäudehüllen

 


Ausgangssituation

Der solare Energieeintrag durch transparente oder transluzente Bauteile lässt sich über den Gesamtenergiedurchlassgrad charakterisieren. Standardisolierglas wird nach der europäischen Norm DIN EN 410 „Glas im Bauwesen – Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen" bestimmt. Die Messung beruht auf der spektralen Messung der Einzelbauteile und Auswertung nach einem detaillierten Berechnungsverfahren. Das Verfahren ist nur eingeschränkt geeignet für komplexe Aufbauten wie z. B. Lichtlenksysteme, transluzente Bauteile, Sonnenschutzsystem außenliegend, innenliegend und im SZR integriert. Zur Beurteilung dieser Systeme wurde das kalorimetrische Messverfahren an verschiedenen Instituten entwickelt. Da einzelne Entwicklungen unabhängig voneinander durchgeführt wurden und das Verfahren nicht genormt ist, weichen die Messapparaturen voneinander ab.

Wie auch in anderen Bereichen, z. B. bei der Messung des Wärmedurchgangskoeffizienten, hat sich die Erarbeitung eines Kalibrierstandards bewährt. Dieses Forschungsprojekt dient dazu, eine gleichbleibende Qualität bei den kalorimetrischen Messungen und zugleich eine hohe Übereinstimmung der Messergebnisse unterschiedlicher Institute zu gewährleisten.

Zielsetzung

Ziel dieser Untersuchung ist es, für das kalorimetrische Messverfahren ein Kalibrierverfahren zu definieren und entsprechende Vergleichsnormale zu entwickeln, damit eine gleichbleibende Messgenauigkeit und die Vergleichbarkeit zu anderen Messapparaturen sichergestellt wird. Am Prüfstand des ift Rosenheim werden das Kalibrierverfahren und die Vergleichsnormale überprüft.

Ziel ist es, das Kalibrierverfahren so allgemein wie möglich zu halten, um verschiedene Apparaturen mit unterschiedlichen Messprinzipien berücksichtigen zu können. In speziellen Fällen wird jedoch auf das Messprinzip durch ein Flüssigkeitskalorimeter eingegangen. Für andere Messprinzipe muss in diesen Fällen das Verfahren angepasst werden.

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) Michael Freinberger
Dr. Philipp Plathner
Dipl. Phys. Norbert Sack

Projektlaufzeit:
Juli 2004