Herausforderung Klimawandel

Date: 03.11.2021 | ID: PI211060 | Download: Herausforderung Klimawandel PI211060 (PDF) | Author(s): Jürgen Benitz-Wildenburg


480 Teilnehmer bei Rosenheimer Fenstertagen 2021 im „Corona-Sonderformat“

Corona hat auch den Rosenheimer Fenstertagen 2021 seine Regeln „aufgezwungen“, denn die Anzahl der Präsenzteilnehmer war auf 250 Personen begrenzt. Hinzu kamen 230 Online-Teilnehmer, die die Vorträge am Bildschirm verfolgen konnten. Das Motto „Bewegte Zeiten“ war sehr aktuell, denn der Kompass der neuen Ampelregierung zeigt auf Veränderung mit deutlich verstärkten Maßnahmen gegen den Klimawandel. Hierbei muss auch die Fenster- und Fassadenbranche eine wichtige Rolle übernehmen, damit die dringend notwendige energetische Sanierung des Gebäudebestands und damit auch von 235 Millionen alten Fenstern in Gang kommt. Referenten wie Prof. Lucio Blandini (ILEK), Prof. Jörn P. Lass (ift), Prof. Dr. Jochen Stopper (TH Rosenheim), Christian Stolte (dena) oder Frank Lange (VFF) zeigten im Detail was zu tun ist, um die Klimaziele zu erreichen. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass der CO2-Fußabdruck von Bauprodukten den U-Wert als Kennwert ablöst“, so der Institutsleiter Prof. Jörn Peter Lass.

 

Mit 250 Teilnehmern war das Rosenheimer Kongresszentrum entsprechend der Coronabedingungen voll ausgebucht und zusätzliche 230 Teilnehmer verfolgten die Vorträge der Rosenheimer Fenstertage 2021 online und beteiligten sich an den Live-Abstimmungen. Der Branchenabend wurde gemeinsam von ift Rosenheim, VFF, BF und Netzwerk Frey im Rosenheimer Kongresszentrum veranstaltet. Trotz guter Gesprächsatmosphäre war das natürlich kein Ersatz für den bekannten bayerischen Festabend mit Kultstatus in der Inntalhalle. Deshalb versprach Dr. Jochen Peichl (Geschäftsführer ift Rosenheim) „2022 gibt es wieder die originalen Fenstertage – mit allem was dazu gehört“. Im Gegensatz zu den Einschränkungen beim Branchenabend waren die Vorträge der Referenten auf gewohnt hohem Informationsniveau und lieferten den Entscheidern der Branche den wichtigen fachlichen Input und Details für die Planungen und Strategien für 2022 und die folgenden Jahre.

 

Prof. Jörn P. Lass (Institutsleiter ift Rosenheim) machte mit seinem Vortrag „Bauelemente in der Kreislaufwirtschaft – CO2-Fußabdruck als Maßstab für die Nachhaltigkeit?“ den Auftakt. Er zeigte klar auf, dass moderne Fenster und Verglasungen viel zum Klimaschutz beitragen, wenn der gesamte Lebenszyklus betrachtet wird. Denn auf der West-, Ost- und Südseite sind während der Nutzungszeit mit transparenten Bauteilen erhebliche Energiegewinne möglich. Allerdings müssen die Glasflächen auf das Gebäude abgestimmt werden, und ein guter variabler Sonnenschutz gehört zwingend dazu. Lass erwartet, dass in naher Zukunft nur noch CO2-neutrale Bauelemente maximal gefördert werden und dass deshalb Nachweise für eine ganzheitliche Bewertung der CO2-Emissionen notwendig werden. Ökobilanzen und Umweltproduktdeklarationen nach EN 15804 sind als „Instrumente“ vorhanden und werden vom ift Rosenheim genutzt. Erhebliche Hausaufgaben für die Branche sieht Lass aber noch beim Einstieg in eine echte Kreislaufwirtschaft, bei der ein sortenreines Recycling schon bei der Konstruktion und Herstellung geplant wird. Verbundwerkstoffe werden es da schwerer haben. Auch beim Schutz vor Klimaextremen wie Überschwemmungen, Tornados und Hagelstürmen gibt es noch konstruktive Herausforderungen für die Hersteller. Lass erwartet hier eine erhebliche Dynamik, weil Sachversicherer viele Gebäude nur noch versichern werden, wenn vor allem Fenster und Türen einen geprüften Schutz bieten.

 

Roland Fischer (ift Rosenheim) informierte zum Brexit und wie Hersteller zum UKCA (britisches CE-Zeichen) kommen. Auch wenn Großbritannien die Übergangsfristen für die weitere Nutzung der bisher geltenden europäischen Regelungen (Prüf- und Produktnormen, CE-Zeichen etc.) verlängert hat, werden ab dem 1.01.2023 die neuen britischen Regelungen gelten. Spätestens dann braucht ein Hersteller von Baustoffen und Bauelementen die notwendigen Prüfnachweise und Dokumente für das UKCA-Zeichen. Grundsätzlich müssen diese Prüfnachweise von einer britischen notifizierten Stelle (Approved Body) erbracht oder anerkannt sein. Fischer zeigte dann, wie durch Kooperationen des ift Rosenheim mit UL sowie dem bekannten British Standard Institut (BSI) die ift-Prüfnachweise als Basis für das UKCA-Zeichen verwendet werden können. Dies ist momentan nur im Bereich von Produkten im AVCP System 1 rechtlich möglich. Für Produkte im AVCP System 3 ist dies aktuell nur für Neuprüfungen möglich. Die mögliche Verwendung vorhandener Prüfnachweise von in der EU notifizierten Prüflaboren („historischen Daten“) ist noch in Klärung. „Ich bin sehr froh, dass das ift Rosenheim durch bilaterale Abkommen den Export bzw. Import mit Großbritannien für die Hersteller von Baustoffen und Bauelementen vereinfachen kann“, so Roland Fischer.

 

Peter Schober (Holzforschung Austria), Karin Lieb (ift Rosenheim) und Michael Elstner (AGC Interpane) informierten, was bei der Verwendung von Vakuum-Isolierglas (VIG) zu beachten ist. Die Umfrage gleich zu Beginn zeigte, dass ca. 70 % der Teilnehmer Interesse an der Verwendung von VIG haben, nicht zuletzt wegen der möglichen niedrigen U-Wert von 0,4 W/(m²K). Nachdem der Nachweis der Dauerhaftigkeit auf Basis der ISO 19916-1 und des ift-Prüfprogramms möglich ist und es auch Produktionen in Europa mit verlässlichen Lieferzeiten gibt, steht einer Verwendung nichts mehr im Wege. Allerdings müssen bei der Entwicklung innovativer Fenster einige konstruktive Besonderheiten beachtet werden, insbesondere ein höherer Randeinstand von ca. 25 mm, um die thermische Schwachstelle des Randverbundes zu kompensieren und so Tauwasser zu vermeiden.

 

Mark Swanborough (UL) und Michael Breckl-Stock (ift Rosenheim) berichteten wie Fassadenbauer einfach an notwendige Prüfungen und Nachweise kommen, um internationale Fassadenprojekte erfolgreich und sicher abzuwickeln. Der Fassadenbau ist ein internationales Geschäft, bei dem sehr oft bestehende Fassadensysteme modifiziert oder neue Konstruktionen entwickelt werden müssen. In beiden Fällen sind dann meistens zusätzliche Prüfungen notwendig, die auf Basis von europäischen, amerikanischen, britischen oder anderen nationalen Standards erfolgen müssen. Breckl-Stock und Swanborough stellten deshalb die wichtigsten Prüfungen nach amerikanischen und britischen Normen vor und welche Besonderheiten schon bei der Konstruktion zu beachten sind. Hilfreich ist auch eine Prüfstelle, die nach unterschiedlichen internationalen Normen prüfen und in Kooperation mit nationalen Stellen die notwendigen Nachweise erstellen kann. „Ich bin sehr glücklich, dass wir mit unserem neuen Fassadenzentrum die erforderlichen Prüfungen in einer klimatisierten Halle machen können und dabei nun auch einen Airboat-Motor für die AAMA- und ASTM-Prüfungen einsetzen können“, so Michael Breckl-Stock (CTO ift Rosenheim).

 

Frank Lange (VFF) stimmte die Teilnehmer auf die großen Herausforderungen ein, die sich durch die notwendige Steigerung der Gebäudesanierung zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele 2030 ergeben. Er zeigte die unterschiedlichen Fakten, die für eine Erhöhung der Sanierungsrate sprechen, um so bis 2030 die anvisierte Reduzierung der CO2-Emmissionen von 45 % zu erreichen. Auch wenn eine ganzheitliche Sanierung des gesamten Gebäudes inkl. Heiztechnik gewünscht ist, wird es nicht ohne eine Priorisierung auf besonders geeignete Maßnahmen gehen – ganz nach dem Motto „Worst first“. In diesem Sinne werden die Verbände der Gebäudehülle sich massiv für Maßnahmen einsetzen, damit die ca. 235 Millionen alten Fenster (vor 1995) ohne Wärmeschutzverglasung schnell ausgetauscht werden. Hierfür ist die Technik vorhanden, es gilt nun die notwendigen Kapazitäten aufzubauen und die bestehenden Engpässe im Bereich der Montage zu beseitigen. Die serielle Sanierung, bei der komplette Fassaden inkl. der Fenster einfach vor eine alte Gebäudewand montiert werden, ist eine weitere Option. Diese bietet Herstellern mit Wachstumsambitionen große Chancen, denn es winken attraktive Fördertöpfe, die auch für betriebliche Investitionen gelten. Weiterhin wird sich der Verband für eine bessere und transparentere Anrechnung der solaren Gewinne von Fenstern einsetzen, denn diese sind für moderne Effizienzhäusern eine entscheidende Größe.

 

Andreas Kreutzer (Branchenradar.com Marktanalyse GmbH) erklärte welche Faktoren den Fenstermarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz antreiben. Auch er prognostizierte der Branche für die nächsten 10 Jahre ein beständiges Nachfragewachstum (ca. 0,9 % in Deutschland, 0,5 % in Österreich und 0,1 % in der Schweiz). Treiber sind die Wohnungsknappheit und die Steigerung der energetischen Sanierung. Die deutschen Fensterhersteller staunten nicht schlecht über die 25% höheren Fensterpreise in Österreich. Als Begründung nannte Kreuzer, dass die Firmen besser Fenster mit Mehrwert verkaufen können, also Funktionsfenster mit Verschattung, Sicherheit, Material, Lüftung, Elektronik oder 3-fach Glas. In Österreich sind zudem größere Hersteller mit höherer Bekanntheit und Marktmacht vorhanden, die besser höhere Preise durchsetzen können. Für Deutschland bezifferte er den möglichen zusätzlichen Umsatz durch Funktionsfenster auf 1,7 Milliarden Euro p.a. In diesem Sinne kann voneinander gelernt werden.

 

Christian Stolte (dena) erklärte nicht nur die Besonderheiten des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes (GEG), sondern auch welche Änderungen von der neuen Regierung zu erwarten sind. Stolte vertiefte die Aussagen von Frank Lange und erklärte anschaulich die wichtigen europäischen und deutschen Regeln und Förderrichtlinien. Insbesondere der Green Deal der EU und dessen Umsetzung im deutschen Klimagesetz wird bereits 2022 seine volle Wirkung entfalten. Das GEG fordert in §10, dass neue Gebäude als Niedrigstenergiegebäude zu errichten sind, also Gebäude mit sehr geringem Energiebedarf, der wesentlich durch erneuerbare Energien gedeckt wird (Artikel 2 – EPBD). Stolte rechnet fest mit einer Novellierung des GEG in 2022, in der dann die energetischen Anforderungen für den Neubau und die Altbausanierung verschärft werden. Der CO2-Fußabdruck wird als Kenngröße an Bedeutung gewinnen – auch, weil im Gebäudeenergieausweis die CO2-Emissionen aufgeführt werden müssen. Ab 2023 soll als Bewertungsverfahren für Wohn- und Nichtwohngebäude nur noch die DIN V 18599 zulässig sein. Eine grundlegende Änderung ergibt sich auch, wenn beim Wirtschaftlichkeitsgebot die Klimafolgekosten berücksichtigt werden müssen. Die Saalfrage zeigte deutlich, dass auch die Branche mit einer Verschärfung der energetischen Anforderungen rechnet und den Gebäudestandard Effizienzhaus 55 (EH55) als Basis sieht und nur noch bessere Standards (EH40) gefördert werden. Bisher beschränkten sich die politischen Maßnahmen auf die Erhöhung der Fördermittel für energieeffiziente Gebäude um 5,7 Milliarden, aber Stolte schätzt, dass 2022 weitere ordnungspolitische Maßnahmen hinzukommen, beispielsweise eine Pflicht für PV-Module bei Neubauten und größeren Dachsanierungen oder Austauschverpflichtungen für alte Fenster ohne Wärmeschutzverglasungen.

 

Prof. Dr. Jochen Stopper (TH Rosenheim) präsentierte innovative Ideen des Studentenwettbewerbs Solar Decathlon Europe. Solar Decathlon EU ist ein internationaler studentischer Wettbewerb, bei dem ein Gebäude für das zukünftige Wohnen geplant, gebaut und betrieben wird, dessen Energiebedarf ausschließlich durch selbst produzierten Solarstrom gedeckt werden muss. Die 10 Bewertungskriterien umfassen Aspekte wie Architektur, Energieperformance, Realisierbarkeit & Kosten, Funktionalität, Nachhaltigkeit oder Komfort. Die Mustergebäude fokussieren 2022 die Themen Wohnraumerweiterung, Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft und werden im Juni 2022 in Wuppertal präsentiert. Neben der Minderung der CO2-Emissionen durch moderne Gebäude stellte Stopper vor allem den sparsameren Umgang mit den Ressourcen in den Mittelpunkt. Denn der Gebäudesektor ist weltweit verantwortlich für ca. 40 % des Ressourcenverbrauchs und ca. 40 % des Abfalls. Das sah auch die Mehrheit der Teilnehmer so, über 80 % bestätigten in der Saalfrage die große Relevanz von Recycling und Kreislaufwirtschaft. Aber auch der Baugrund ist ein knappes und teures Gut, deshalb prognostiziert Stopper eine große Nachfrage an Dachausbauten, Aufstockungen und Nachverdichtungen, die sich mit Holzbauten besonders gut bewerkstelligen lassen. Das Rosenheimer Team „levelup“ geht deshalb mit einem Aufstockungssystem in Holz-Leichtbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad ins Rennen. Das modulare Konstruktionsprinzip ermöglicht eine leichte Anpassung an verschiedene Bausituationen und der hohe Vorfertigungsgrad eine schnelle Bauzeit mit geringer Störung im Bestand. Alle Materialien sind recyclingfähig, und die Konstruktion muss einfach rückbaubar sein. Eine Fassadenbegrünung soll das Mikroklima und die Biodiversität im städtischen Raum verbessern, die E-Mobilität ist Teil der gebäudeintegrierten Stromerzeugung. Die innovativen Ansätze des Studententeams sind somit eine ideale Quelle für Ideen und Inspirationen auf Seiten der Hersteller.

 

Prof. Dr.-Ing. M. Arch. Lucio Blandini (ILEK) präsentierte Highlights aus Praxis und Forschung und wie diese in Zukunft nachhaltige, digitale und adaptive Fassaden prägen werden. Am Beispiel aktueller Projekte wie dem Airport Kuwait, den Kö-Bogen 2 in Düsseldorf oder der Calwer Passage in Stuttgart zeigte Blandini die große Bandbreite und technischen Möglichkeiten der aktuellen Fassadentechnik. Diese wird verstärkt beeinflusst durch die Verwendung adaptiver Sonnenschutzelemente, Fassadenbegrünungen und weiteren Ansätzen zur Verbesserung der Ökobilanz. Gerade die beiden Projekte in Deutschland sind geprägt von einer intensiven Fassadenbegrünung zur Verbesserung von Wohnkomfort und städtischem Mikroklima. Durch die Vielfalt der Materialien und digitale Planung bzw. Simulationen (CAD, BIM, digitaler Zwilling) lassen sich für unterschiedlichste Bauaufgaben optimale Lösungen finden. Diese dürfen heute aber nicht mehr statisch gedacht werden, sondern müssen eine einfache Anpassung an wechselnde Anforderungen ermöglichen. Die Planung folgt den Grundsätzen der Ressourceneffizienz, maximaler Masseeinsparung sowie einer Lebenszyklusanalyse inkl. geplantem Rückbau.

 

Von der großen weiten Fassadenwelt führten Christian Anders (Vorsitzender technischer Ausschuss VFF) und Rolf Schnitzler (ift Rosenheim) zurück in die konkrete Welt der konstruktiven Umsetzung und stellten die relevanten Änderungen des neuen Montageleitfadens für Vorhangfassaden vor, die drei wesentliche Bereiche umfasst. Zunächst war eine Aktualisierung aller normativen Änderungen, weiterführenden Dokumente, technische Neuerungen und redaktionelle Anpassungen notwendig. Als zweites die Vertiefung und Erweiterung von Inhalten, beispielsweise die Bauwerksabdichtung, Befestigung, Korrosionsschutz, Außenwandbekleidungen oder die Schalldämmung inkl. Berechnungsbeispielen. Der dritte Bereich umfasst die Aufnahme weiterer Konstruktionsvarianten wie Aufsatzkonstruktionen, Glasdachkonstruktionen und Lichtdächer. Der aktualisierte Montageleitfaden ist damit für die nächsten Jahre wieder eine unverzichtbare Grundlage zur Planung und Ausführung von Vorhangfassaden und wird bis 2021 fertig gestellt.

 

Prof. Dr. Franz Feldmeier (TH Rosenheim) präsentierte ein Tabellenverfahren, mit dem Praktiker eine Glasbemessung gemäß DIN 18008-2 vornehmen können. Auf Basis einer allgemeinen Bauartgenehmigung und einer Typenstatik kann so der statische Nachweis für Verglasungen geführt werden. Hintergrund ist, dass nach der Einführung der neuen DIN 18008-2:2020-05 die beliebte pauschale Nachweiserleichterung entfällt und nun ein differenzierter und komplizierter Nachweis gefordert wird, der ohne Rechnerunterstützung nur schwer durchführbar ist. In der Praxis gibt es jedoch viele Situationen, bei denen ein rechnerischer Nachweis zu aufwendig ist, beispielsweise bei der Erstellung von Angeboten. Feldmeier stellte deshalb die Anwendung einfacher Anwendungsdiagramme für übliche Scheibenaufbauten vor, den die Verbände BF, BIV, TSD und VFF sowie das ift Rosenheim initiiert haben. Die allgemeine Bauartgenehmigung ermöglicht die Anwendung aktueller technischer Regeln und die darauf basierende Typenstatik. Die Anwendungsdiagramme bieten erhebliche Vorteile, beispielsweise der Nachweis für Scheibengrößen bis 3 m x 5 m oder die einfache Bemessung für 5 Windlaststufen (auch im Bereich der Gebäudekante) für Gebäude bis 18 m Höhe. Damit sind die Anwendungsdiagramme eine sinnvolle und schnelle Alternative zur Berechnung der Glasdicke per Software. Die Anwendungsdiagramme werden nach Prüfung und Freigabe durch das DIBt voraussichtlich im März 2022 verfügbar sein.

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