Forschungsprojekt - Fenster in der Stadtsanierung

Zusammenstellung von Entscheidungshilfen und von Fenstersystemen für die Auswahl kostengünstiger Fenster in der Stadtsanierung


Ausgangssituation

Bis zu Beginn der 80er Jahre war die Sanierung von Gebäuden und die Sanierung von ganzen Stadtteilen häufig gleichbedeutend mit Abbruch und einer Neuerstellung. Die Gründe für dieses Vorgehen waren wohl meist in der Auffassung begründet, daß die Sanierung und Erhaltung der vorhandenen alten Bausubstanz aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen nicht sinnvoll ist. Daß in Verbindung mit dem Abbruch bestehender Gebäude auch soziale Strukturen zerstört und Baudenkmäler vernichtet wurden, blieb unbeachtet.

Erst mit Beginn der 80er Jahre setzten sich Forderungen nach dem Erhalt und der Sanierung bestehender Gebäude verstärkt durch. Wobei gleichzeitig das Problem auftrat, inwieweit in Verbindung mit der Sanierung eine Modernisierung möglich und notwendig ist. Die Auffassungen gehen hier weit auseinander und die Forderungen des Denkmalschutzes finden bei den Eigentümern und Bewohnern nicht immer Verständnis. Sicher liegt dies auch daran, daß die bei Baudenkmälern berechtigten Wünsche historische Fassaden auch im Detail zu erhalten nicht klar abgegrenzt sind und deshalb die Forderungen auch auf nicht schutzwürdige Fassaden übertragen werden. Für solche Fassaden ist aber die Erhaltung der Grundgliederung der Fassade und damit auch die Grundgliederung der Fenster ausreichend.

Für die Sanierung und auch für die Erneuerung von Fenstern ergeben sich zwei Grundprobleme, die von Fall zu Fall abzuklären sind und zu einer vertretbaren Lösung gebracht werden müssen.

Ein Problem ist die Herstellung von Fenstern, die in ihren Abmessungen und in ihrer Gliederung nach dem heutigem Kenntnisstand ausführbar sind, eine Detailanpassung aber erforderlich machen. Dies betrifft Fenster und Fenstertüren aus der Zeit vor 1950.

Das zweite Problem betrifft Fenster und Fenstertüren, die aufgrund ihrer Abmessungen nach dem heutigen Kenntnisstand nicht ausführbar sind. Bei denen der Einbau von gebrauchstauglichen Fenstern in Verbindung mit dem heutigen Anforderungsniveau ohne Änderung der Fensterteilung nicht möglich ist. Dies betrifft insbesondere Fenster aus den 50er Jahren bis in die späten 70er Jahre. Diese Fenster sind in der Regel von den Belangen des Denkmalschutzes nicht betroffen.

Zielsetzung

Für die tägliche Praxis werden neben den Vorschlägen zur Lösung der allgemeinen technischen Fragen vor allem Ausarbeitungen zur Lösung der beiden angesprochenen Grundprobleme vorgenommen.

Wegen der allgemeinen Schwierigkeit und der Zielkonflikte bei der Berücksichtigung der unterschiedlichen Vorstellungen bei der Sanierung von Fenstern kann auch der vorliegende Bericht kein "Rezeptbuch" sein. In diesem Bericht kann neben konkreten Vorschlägen nur der Weg aufgezeigt und der Freiraum abgegrenzt werden, der sich aus der Lösung anstehender Fenster-Probleme in der Stadtsanierung ergibt.

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
Dipl.-Ing. Reinhard Daler
Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Hepp
Dipl.-Designer Hermann Laurich
Dipl.-Ing. Josef Schmid

Projektlaufzeit:
Mai 1989

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