Forschungsprojekt - Falzausbildung am Fenster

Untersuchung des Verhaltens von Falzen und Dichtungsprofilen (zwischen Flügel und Blendrahmen) bei Einwirkung von Wind und Schlagregen mit dem Ziel der Erarbeitung von Unterlagen zur Konstruktion von Fenstern


Ausgangssituation

Die Entwicklung des Fensterbaus in der Bundesrepublik Deutschland war, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß man die Profile den formalen Wünschen des Architekten anpaßte und den Bedienungskomfort steigerte.

Eine Verbesserung des Verhaltens der Falze zwischen Flügel und Blendrahmen gegenüber Fugendurchlässigkeit und Schlagregensicherheit wurde durch eine Hintereinander-Reihung von Falzen und Dichtungsebenen gesucht. Über die gegebenen Zusammenhänge war auch eine Erhöhung des Wärme- und Schallschutzes angestrebt. Mit jeder Dichtungsebene erhöht sich die Anforderung an die Arbeitsgenauigkeit, der aber aus technischer und wirtschaftlicher Sicht Grenzen gesetzt sind. Ungünstige Einflüsse zeigten sich auch aus dem Alterungsverhalten der Werkstoffe und Zulieferteile. Oftmals war deshalb der gewünschte Erfolg nur von kurzer Dauer oder blieb überhaupt aus. Die bisher durchgeführten Untersuchungen (1) und Beobachtungen in der Praxis bestätigen den raschen Abfall des Gebrauchswertes vieler Fensterkonstruktionen.

Für die weitere Entwicklung ist es notwendig, die physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Stoff- und Energietransportes im Falz zu nutzen, um dadurch zu einfacheren Fenstern, deren Gebrauchswert über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt, zu kommen.

Zielsetzung

In der vorliegen Arbeit sind die Kriterien, welche die Fugendurchlässigkeit und Schlagregensicherheit bestimmen, untersucht und die Grundlagen der Falzausbildung und Falzabdichtung zusammengestellt.

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
J. Schmid
W. Stiell

Projektlaufzeit:
Juli 1976

Förderstellen