Forschungsprojekt - Wohnungseingangstüren

Untersuchung zur Festlegung von Herstellungsempfehlungen für Wohnungseingangstüren unter Berücksichtigung der Formstabilität; mechanischer Festigkeit; Einbruchschutz; Wärme- und Schallschutz


Ausgangssituation

In der Bundesrepublik Deutschland ist in den nächsten Jahren ein Wohnungsbauvolumen von jährlich ca. 150.000 Wohneinheiten zu erwarten. Zur Modernisierung stehen etwa 200.000 Wohnungen an. Etwa 1/3 dieser Wohnungen wird neue Wohnungseingangstüren erhalten. Daraus er gibt sich u.a. die Notwendigkeit, technische Grundlagen für Wohnungseingangstüren zu erarbeiten. Forderungen an Wohnungseingangstüren sind zwar u.a. in den Bauordnungen formuliert, wobei z.B. die Landesbauordnung von Nordrhein-Westfalen in § 39 Abschnitt 6 angibt, ".. .alle anderen Öffnungen, die nicht ins Freie führen, müssen bei Gebäuden mit mehr als 2 Vollgeschossen dichtschließende Türen erhalten; bei Hochhäusern müssen die Türen außerdem mindestens feuerhemmende und selbstschließende Elemente sein sowie aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen...".

Diese Ausführungen decken sich weitgehend mit anderen Landesbauordnungen und sind auch mit noch weitergehenden Forderungen in der Musterbauordnung des Bundes vorgesehen.

Die Tendenz, Forderungen an Wohnungseingangstüren zu stellen, ist bereits vorhanden, wobei die Erfüllung dieser Forderungen von einigen Faktoren wie hygrothermischer Belastung, Einsatzbereich und Materialauswahl abhängig ist. Bei der Auswahl von Wohnungsabschlußtüren wird über diese Grundforderungen hinaus eine Tendenz zu gehobenen Anforderungen im Schallschutz, im Wärmeschutz hinsichtlich der Energieeinsparung sowie im Rauch-, Feuer- und Einbruchschutz oder bezüglich erhöhter mechanischer Belastungen erkennbar.

Die Türenindustrie stellt sich auf diese Entwicklung ein und bietet dem Markt außer Grundkonstruktionen auch Sonderkonstruktionen an, welche die unterschiedlichen Anforderungen berücksichtigen. Auch neu entwickelte Beschlagteile sorgen für eine Aufwertung des Bauelementes "Tür". Für diese Entwicklung fehlen sowohl aus der Sicht des Bauherrn als auch aus der Sicht des Konstrukteurs noch objektive Kriterien zur Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit einer Wohnungseingangstür.

Die bisherigen Arbeiten sind hier nicht ausreichend und können nur als Grundlage für die Durchführung dieses Forschungsvorhabens gelten.

Zielsetzung

Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung von Beurteilungsgrundlagen und Konstruktionsunterlagen für Wohnungseingangstüren unter Berücksichtigung der Anforderungen aus:
  • Umgebungsklima
  • mechanischen Beanspruchungen
  • Wärmeschutz
  • Schallschutz
  • Einbruchschutz
Es ist die Erarbeitung von Güte- und Prüfmerkmalen unter Einbeziehung bestehender Normen und Richtlinien vorgesehen. Zur Erreichung dieses Zieles wird nach der Analyse der Beanspruchungsgrößen die Möglichkeit der Prüfung und Beurteilung untersucht. Aus den Erkenntnissen werden dann Richtlinien für Wohnungseingangstüren erarbeitet, die sowohl dem Bauherrn als auch dem Architekten die Möglichkeit geben sollen, die Forderungen festzulegen und in die Leistungsbeschreibung zu übernehmen.

Die Türenhersteller erhalten Konstruktionsunterlagen mit Angabe der wesentlichen Merkmale, die zur Sicherung der Anforderungen notwendig sind. Das Vorhaben umfaßt das fertige Türelement, also Türblatt und Rahmen einschließlich der Dichtungen und Beschläge.

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
Dr. F. Feldmeier
A. Küchler
J. Schmid
U. Sieberath

Projektlaufzeit:
Juli 1983

Förderstellen