Vakuumisolierglas - Eine Alternative zum Dreifachglas?

Datum: 01.10.2009 | Download: Fachartikel (PDF) | Autor(en): Dipl.-Ing. (FH) Siegried Glaser | Kontakt: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benitz-Wildenburg

Stand der Entwicklung und der Verfügbarkeit

Glas und Fenster gehören zu den wichtigsten Bauteilen in der Architektur, mit denen Energie eingespart und Sonnenenergie genutzt werden kann. Zentraler Bestandteil der Fenster ist das Glas mit einem Anteil von 80 bis 90 %. Benötigt werden „schlanke" Rahmen mit einem Uf-Wert von möglichst < 0,8 W/(m²K) und hochwärmedämmende und multifunktionale „schlanke" Gläser mit einem Ug-Wert von < 0,7 W/(m²K). Die kommende EnEV bedeutet, dass im Neubau die Anforderungen an Fenstersysteme nur noch mit 3-fach-Isoliergläsern realisierbar sind. Durch drei Gläser, zwei Schichten, mindestens 14 mm SZR und Argonfüllung werden Ug-Werte von 0,7 W/(m²K) erreicht. Die sehr guten Ug-Werte von Dreifach-Isolierglas mit Kryptonfüllung von 0,5 W/(m²K) haben kaum Chancen, da das Edelgas sehr kostenintensiv ist. Standardprodukt für energieeffiziente Verglasungen ist im Moment also das Dreifach-Isolierglas, allerdings mit wesentlichen Nachteilen:

• eine Gewichtserhöhung um 50 %,
• die Scheibenpakete werden größer,
• der Ug- Wert ist bei 0,7 W/(m²K) an der wirtschaftlichen und technischen Grenze,
• es können Probleme bei der Langzeitstabilität auftreten,
• benötigt werden verstärkte Profile und Beschläge für Fenster und Fassaden,
• erforderlich sind neue Produktionsanlagen für die Glas- und Fensterindustrie.

Beste Voraussetzungen für Vakuumverglasungen. Mit Vakuum-Isolierglas (VIG) sind exzellente Dämmwerte bei schlankem Aufbau und geringem Gewicht möglich. Bei Verwendung hocheffizienter low-E-Schichten mit Emissionsgraden < 0,03 und thermisch optimierten Stützen erreicht man Ug-Werte < 0,5 W/(m2K). Mit einem Systemaufbau von weniger als 10 mm, bei 4 mm Glasdicke, ist Vakuum-Isolierglas deutlich schlanker und leichter als Dreifach-Isolierglas. ...

 

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