System- und Objektprüfungen des ift Rosenheim werden in USA und Kanada anerkannt

Date: 12.12.2020 | ID: PI201267 | Download: System- und Objektprüfungen des ift Rosenheim werden in USA und Kanada anerkannt PI201267 (PDF) | Author(s): Gabriele Tengler


Prüfungen nach NAFS, CSA- und AAMA-Standards im ift Rosenheim erleichtern den Marktzugang für Hersteller von Fenstern und Türen


Seit Kurzem führt das ift Rosenheim Prüfungen an Fenstern und Türen nach NAFS durch. In Kooperation mit seinem Partner UL (Underwriter Laboratories Inc.) stimmt das ift Rosenheim die erforderlichen Probekörper sowie eine Prüfmatrix mit dem Kunden ab. Die Prüfungen erfolgen dann direkt am ift Rosenheim in Deutschland. Der Hersteller kann hier sowohl Vor- als auch Hauptprüfung durchführen lassen. Die Prüfungen bzw. die Prüfberichte finden Anerkennung auf dem amerikanischen und kanadischen Markt. Dies erleichtert Herstellern aus Deutschland und Europa den Marktzugang und spart Zeit und Geld, da keine Reise- und Transportkosten nach Übersee anfallen.


Moderne Fenster, Türen und Fassaden aus Deutschland und Europa genießen in den USA und Kanada einen sehr guten Ruf, insbesondere bei Qualität und Energieeffizienz. Damit bestehen bei der energetischen Optimierung der Gebäude in Nordamerika gute Marktchancen. Allerdings sind die Zulassung und die Durchführung von Prüfungen aufwendig und langwierig. Denn Produkte, die in den USA und Kanada in öffentlichen Gebäuden, im gewerblichen sowie im privaten Bereich eingesetzt werden, unterliegen strengen und komplexen Vorgaben. So müssen Hersteller ihre Fenster und Türen nach NAFS (North American Fenestration Standard) prüfen, klassifizieren und kennzeichnen, um Zugang zum amerikanischen und kanadischen Markt zu erhalten.

Alle für eine Kennzeichnung oder Zertifizierung notwendigen Prüfungen nach NAFS dürfen nur bei einer von der AAMA (American Architectural Manufacturers Association) anerkannten und/oder bei einer von Zertifizierungsstellen gelisteten Prüfstelle durchgeführt werden.

Das ift Rosenheim kann in Zusammenarbeit mit seinem Kooperationspartner UL – einer nach AAMA zugelassenen Prüf- und Zertifizierungsstelle – die notwendigen Nachweise und Zertifikate für die USA und für Kanada anbieten. Dies bedeutet für europäische Hersteller, dass die Prüfungen im ift Rosenheim durchgeführt werden können. Als zusätzlichen Service unterstützt das ift die Kunden im Vorfeld der Prüfung bei der Auswahl von Probekörpern sowie der Abstimmung des erforderlichen Prüfprogramms.

Die Vorteile dabei liegen auf der Hand: Vorprüfungen im Rahmen von Systementwicklungen oder an projektspezifischen Sonderkonstruktionen können in Deutschland erfolgen; das ift übernimmt die Koordination mit UL, so dass der Kunde nur einen Ansprechpartner für die Projektabwicklung hat. Der enorme zeitliche und finanzielle Aufwand für die Durchführung von Prüfungen direkt in Nordamerika inkl. Transportkosten der Probekörper sowie Reisekosten für die Mitarbeiter entfällt somit weitestgehend. Auf Wunsch können für Bauprojekte geforderte Baustellenprüfungen in den USA und Kanada organisiert und über UL abgewickelt werden.

Sollten darüber hinaus für eine Zertifizierung oder Anerkennung Sonder- oder Zusatzprüfungen erforderlich sein, stimmt das ift auch diese Anforderungen und ggf. erforderliche Prüfungen mit UL ab. „Diese Prüfabwicklung der kurzen Wege haben wir bereits für konkrete Prüfobjekte umgesetzt, bei denen die Firmen vor allem die unkomplizierte Abwicklung und den zeitlichen sowie finanziellen Vorteil geschätzt haben“, so Dirk Köberle (ift-Produktmanager Fassade).

Zur Erläuterung:
Der NAFS (North American Fenestration Standard), auch bekannt als AAMA/WDMA/CSA 101/I.S.2/A440-11, kann analog der europäischen Produktnorm für Fenster und Außentüren EN 14351-1 betrachtet werden. Mit dieser „harmonisierten Norm“ wurden die kanadischen und US-amerikanischen Prüf- und Leistungsbewertungssysteme zusammengeführt. Durch die Prüfungen nach NAFS erfolgt eine einheitliche Klassifizierung nach Produkttyp, Leistungsklasse und -stufe sowie Prüfgröße. Durch einen eindeutigen Klassifizierungsschlüssel sind, ähnlich der europäischen Klassen, Produkte miteinander vergleichbar. Für jedes Fenster und jede Tür, die nach NAFS getestet wurde, muss der Hersteller eine Kennzeichnung mit dem NAFS-Code anbringen. Die NAFS-Prüfungen sind verpflichtend und werden sowohl in den USA als auch in Kanada anerkannt.

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