ift Brandschutztage 2013 am 12. und 13. Juni in Nürnberg

Date: 20.03.2013 | ID: PI130258 | Download: ift Brandschutztage 2013 am 12. und 13. Juni in Nürnberg PI130258 (PDF) | Author(s): Jürgen Benitz-Wildenburg


Brandschutz strategisch planen und anwenden

EXAP´s, Zulassungsverfahren Z-6.21, Hardware Performance Sheet HPS, VKF-Anerkennung, UL-Standards, Brandverhalten und Feuerwiderstand EN 1363-1, prEN 16034, EN 16035 …. – Begrifflichkeiten die man kennen und anwenden muss, um mit Brandschutzprodukten erfolgreich zu sein. Dies gilt umso mehr durch die neue Bauproduktenverordnung, mit der die Messlatte für Dokumentationspflichten und Nachweise, aber auch für die Verantwortung und Kompetenz der Prüf- und Zertifizierungsstellen noch einmal höher gelegt wird. Die ift-Brandschutztage am 12. und 13. Juni 2013 in Nürnberg verschaffen einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in Deutschland sowie wichtigen Exportmärkten.

Nachweise für Produkte mit Brand- und Rauchschutzeigenschaften sind komplex und aufwendig. Die genaue Kenntnis der Anforderungen, eine strategische Planung der Nachweise und Prüfungen sowie die intelligente Auslegung der normativen Spielräume und des erweiterten Anwendungsbereichs (EXAP), können entscheidend sein über den Erfolg im jeweiligen Markt. Insbesondere die Verlässlichkeit und internationale Akzeptanz der Nachweise sind dabei von Vorteil im internationalen Geschäft. Die ift Brandschutztage stehen deshalb unter dem Motto „Brandschutz strategisch planen und anwenden". Nationale und internationale Top-Experten wie z.B. der Präsident des DIBt Gerhard Breitschaft, Klaus-Dieter Wathling von der Fachkommission Bauaufsicht, Marcel Donze vom VKF Schweiz, Chris Miles vom Underwriters Laboratories (UL) aus USA, sowie Dr. Alexander Dailov vom Certifying Centre Moskau berichten über aktuelle Anforderungen und Zulassungsverfahren – ein entscheidender Wissensvorsprung, wenn es darum geht die Produktanforderungen für die jeweiligen Märkte zu kennen und zu erfüllen. Einen Blick in die Zukunft Deutschlands "was geht? was bleibt? und was kommt?" riskiert der bekannte Zukunftsforscher Prof. Dr. Ulrich Reinhardt (Zentrum für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg).

Referenten des ift Rosenheim informieren detailliert über den Umgang mit den wichtigsten Normen und Bauregeln und geben wertvolle Praxistipps für eine effiziente und normkonforme Planung von Nachweisen und Prüfungen. Dies gilt umso mehr im Hinblick auf die europäischen „Brandschutznormen" (EN 1363, EN 1634, prEN 16034, EN 16035, EN 15269, EN 14846) für Türen, Tore und Fenstern aus Holz und Metall einschließlich der Schlösser, Baubeschlägen und Zubehör. Auch wenn die Produktnorm prEN 16034 sich noch verzögert, werden die europäischen Prüf- und Klassifizierungsregeln schon heute aktiv genutzt. So werden z.B. seit einigen Jahren in einigen europäischen Mitgliedsstaaten bereits nationale Zulassungen und Anerkennungen mit europäischen Klassen erteilt. Gleichzeitig müssen bis zur Einführung der CE-Kennzeichnung nationale Verwendbarkeitsnachweise auf Basis veränderter Prüfverfahren verlängert werden.

Brandschutztüren sind oft auch Automatiktüren. Hierbei sind unterschiedliche Anforderungen und Richtlinien wie z.B. der Maschinenrichtlinie zu beachten. Wie man diese Vorschriften alle "unter einen Hut bekommt" verrät der ift-Torexperte Klaus Hein. Der Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath gibt die aktuellsten Tipps bei der Umsetzung der Bauproduktenverordnung, damit bei der Umstellung zum 1. Juli auch wirklich nichts „anbrennt".

Der internationale Brandschutztag blickt auch über Europa hinaus und informiert über die „Brandschutz-Spielregeln" in den USA und Russland. Ergänzt wird dies durch die Vorstellung aktueller Markttrends in Deutschland und Europa von Martin Langen (B+L Marktdaten). Am ersten Veranstaltungstag werden die Anforderungen der Underwriters Laboratories (UL) live an einer Bauteilbrandprüfung gezeigt, die nicht nur für die USA gelten, sondern auch eine weite Verbreitung in Middle East und Asien haben. Abgerundet wird der erste Tag durch den Austausch mit Teilnehmern, Referenten und Experten des ift Rosenhein beim verdienten Bier und fränkischen Spezialitäten im berühmten mittelalterlichen Heilig-Geist-Spital mit Biergarten und Gewölbekeller (www.heilig-geist-spital.de).

Die englische Übersetzung aller Vorträge bietet auch internationalen Besuchern Unterstützung beim professionellen und effizienten Umgang mit Prüfungen, Nachweisen und Zulassungsverfahren.

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