Forschungsprojekt - Kalorimetrische Bestimmung des Gesamtenergiedurchlassgrades von transparenten und transluzenten Bauteilen

Entwicklung einer Referenzmethode zur kalorimetrischen Bestimmung des Gesamtenergiedurchlassgrades von transparenten und transluzenten Bauteilen


Ausgangssituation

 

Zielsetzung

Ziel des Projektes war die Entwicklung einer Referenzmethode für die kalorimetrische Messung des Gesamtenergiedurchlassgrades (g-Wert), d. h. Festlegung von Wärmeübergangswiderständen, Lichteinfallswinkel, Lichtquellen mit entsprechendem Spektrum, um eine einheitliche und aussagekräftige Bewertung verschiedenster transparenter und transluzenter Systeme wie z. B.
  • Sonnenschutzvorrichtungen
  • Lichtleitsysteme
  • lichtstreuende Bauteile wie Glasbausteine, Kunststoffplatten
  • transparente Wärmedämmsysteme
durchführen zu können.

Darüber hinaus wurden mittels eines Freiluft-Messstandes, der in der Lage ist winkelabhängige g-Werte der Systeme unter unterschiedlichen meteorologischen Randbedingungen zu ermitteln, der Bezug zur Praxis gewährleistet.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden Apparaturen zur kalorimetrischen Bestimmung des Gesamtenergiedurchlassgrades aufgebaut bzw. modifiziert.

Zum Abgleich der Apparaturen sowie zur Untersuchung des Einflusses des Solarspektrums auf den resultierenden g-Wert wurden Messung sowie Berechnung für unterschiedliche Verglasungsaufbauten durchgeführt. Die Abweichungen zwischen den Instituten sowie zwischen den Messungen und den entsprechenden Modellierungen lagen in der Regel bei g ± 0,02.

Für außen und innenliegende Sonneschutzsysteme in Verbindung mit einer Wärmeschutzverglasung, wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Für das außenliegende System wurden gute Übereinstimmungen zwischen den Instituten sowie mit der Modellierung erzielt. Bei innenliegenden Sonnenschutzsystemen wurden höhere Abweichungen bis 0,06 festgestellt. Erste Ansätze bezüglich der Einflussfaktoren sowie Möglichkeiten zur Korrektur der Messung wurden erarbeitet. Die Erkenntnisse aus den Messungen sowie Modellierungen wurden in einen Vorschlag für eine Referenzmethode zur kalorimetrischen Messung des g-Wertes eingearbeitet.

Projektinformationen


Projektleiter:
-

Projektmitarbeiter:
Dipl.-Phys. Norbert Sack
Dipl.-Phys. Tilmann Kuhn
Dr. Andreas Beck

Projektlaufzeit:
September 2001

Förderstellen

Forschungspartner