Einfache Berechnung von Lüftung mit ift-Richtlinie LU-02/1

Date: 08. Juli 2010 | ID: PI100464 | Download: Einfache Berechnung von Lüftung mit ift-Richtlinie LU-02/1 PI100464 (PDF) | Author(s): Susanne Hainbach


Dimensionierung von Fensterlüftern für geforderte Mindestlüftung nach DIN 1946-6

Aufgrund höherer energetischer Anforderungen werden die Gebäudehüllen immer dichter ausgeführt. Feuchteschäden und hygienische Probleme sind die Folgen. Um den erhöhten Auflagen gemäß der neuen, verpflichtenden DIN 1946-6 und der EnEV 2009 gerecht zu werden, ist für den Wohnungsbau eine nutzerunabhängige Lüftung notwendig. Ein am ift Rosenheim durchgeführtes Forschungsvorhaben erarbeitete daher Empfehlungen und Hilfestellungen für Fensterlüfter. Die Ergebnisse wurden in der Richtlinie LU-02/1 zusammengefasst.

Richtiges Lüften reduziert die Gefahr von Feuchteschäden in Gebäuden und beugt damit gesundheitlichen und bauphysikalischen Problemen vor. Die kontrollierte Lüftung gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung, da aufgrund höherer energetischer Anforderungen die Gebäudehüllen immer dichter ausgeführt werden. Die dadurch nicht mehr vorhandene Lüftung durch Leckagen muss unter Berücksichtigung möglichst geringer Energieverluste durch andere Maßnahmen sichergestellt werden. Die neuen Lüftungsanforderungen werden jedoch oft noch nicht ausreichend umgesetzt, so dass der erforderliche Mindestluftwechsel nicht gewährleistet ist.

Zur Planung von lüftungstechnischen Maßnahmen für Wohngebäude gilt seit Mai 2009 in Deutschland DIN 1946-6. Dezentrale, ins Fenster integrierte Lüftungsgeräte/-elemente, sogenannte Fensterlüfter, können eine Lüftung nach DIN 1946-6 gewährleisten. Der darin geforderte Mindestluftwechsel ist nutzerunabhängig jedoch kaum zu erreichen: „Wenn eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich ist, müssen durch Auslegung von Einrichtungen zur freien Lüftung ... die Luftvolumenströme nach Abschnitt 6 nutzerunabhängig dauernd sichergestellt werden". Durch den richtigen Einsatz solcher Lüftungsgeräte oder -elemente kann eine der häufigsten Ursachen des Schimmelpilzwachstums weitestgehend verhindert und damit ein Großteil an Schadensfällen vermieden werden. Ebenso fordert die EnEV die Einhaltung eines hygienischen Mindestluftwechsels.

Im Forschungsvorhaben „Erarbeitung von Einsatzempfehlungen für dezentrale Lüftungseinrichtungen in Verbindung mit dem Fenster" (zweite Forschungsstelle: Hochschule Rosenheim) wurden Hilfestellungen und Empfehlungen für den Einsatz von Fensterlüftern zur Umsetzung der notwendigen lüftungstechnischen Maßnahmen im Wohnungsbau nach DIN 1946-6 zu erarbeitet. Parallel wurde eine Rechenhilfe erarbeitet, die auch eine detaillierte Berechnung nach DIN 1946-6 für die freie Lüftung erlaubt und unter www.ift-rosenheim.de/rechentools online verfügbar ist

Die Ergebnisse, die in der ift-Richtlinie LU-02/1 „Fensterlüfter – Teil 2: Empfehlungen für die Umsetzung von lüftungstechnischen Maßnahmen im Wohnungsbau" zusammengefasst wurden, erleichtern sowohl dem Fensterbauer als auch dem Endkunden die Entscheidung für eine lüftungstechnische Maßnahme im Zuge einer energetischen Modernisierung, da neben der Erfüllung von reinen lüftungstechnischen Aspekten auch Empfehlungen für sekundäre Anforderungen des Fensterlüfters wie z. B. der Luftdichtheit oder des Schallschutzes gegeben. 

Der Forschungsbericht und die Richtlinie können als Druckfassung über den Literaturshop bezogen werden.

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