Druckentspannung von Isolierglas ueber Kapillare

Date: 14.09.2015 | Download: Technical article (PDF) | Author(s): Dr. Ansgar Rose | Contact: Gabriele Tengler

ift-Forschungsprojekt attestiert Umsetzbarkeit

Zunehmende energetische Ansprüche an Fenster sowie der Wunsch, Bauteile wie z. B. Sonnenschutzsysteme in den Scheibenzwischenraum zu integrieren, erfordern Mehr-scheiben-Isoliergläser (MIG) mit größeren Scheibenzwischenräumen. Die Physik setzt je-doch enge Grenzen, denn ein größerer Scheibenzwischenraum führt zu höheren Klimabelastungen der Scheiben und des Randverbundes. In einem gerade abgeschlossenen Forschungsprojekt demonstriert das ift Rosenheim, dass Kapillare geeignet sind, eine Druck-entspannung umzusetzen, allerdings sind Ventile Kandidaten mit großem Potenzial.

 

1 Motivation und Projektziel

Konventionelles Mehrscheiben-Isolierglas besteht aus mehreren planparallelen Glas-scheiben, die über ein Randverbundsystem miteinander verbunden sind. Die entstehenden Scheibenzwischenräume (SZR) sind hermetisch abgeschlossen. Dies ist notwendig, um die Luftfeuchtigkeit in den SZR so gering wie möglich halten zu können und somit die Entstehung von Tauwasser sowie die Korrosion der aufgedampften metallischen low-e-Beschichtungen zu verhindern. Ein Entweichen des Füllgases soll vermieden werden.

Dieses Konstruktionsprinzip hat auch Nachteile: Es verhindert einen Druckausgleich zwischen dem SZR und der umgebenden Atmosphäre. Ändern sich der Luftdruck oder die Temperatur im SZR, so sind Klimalasten auf Scheiben und Randverbund die Folge. Außerdem können durch Einbauchen der Scheiben in den SZR integrierte bewegliche Systeme, wie z. B. Sonnenschutzsysteme, eingeklemmt und beschädigt werden.

 

Der vollständige Inhalt mit Text und Bildern steht als PDF-Datei per Download zur Verfügung.

Legal note for use: The contents are freely available when mentioning the source ‘Information of ift Rosenheim’ and can be used without a license for communication in media and business. Please send us a specimen copy as publication or as PDF-file via email to the editorial contact.