CE-Zeichen im betrieblichen Alltag

Datum: 15.08.2009 | Download: Fachartikel (PDF) | Autor(en): Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Sieberath; Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benitz-Wildenburg | Kontakt: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benitz-Wildenburg

Fenster und Außentüren müssen gemäß der europäischen Bauproduktenrichtlinie und deren Umsetzung in deutsches Recht in Form des Bauproduktengesetzes nach Ablauf der Koexistenzphase ab dem 1. Februar 2010 mit dem CE-Kennzeichen gekennzeichnet werden. In der Produktnorm DIN EN 14351-1:2006-7 werden die „Spielregeln" für die Ermittlung der Eigenschaften und technischen Kennwerte, die formalen Aspekte der Kennzeichnung sowie die Pflichten und Aufgaben des Herstellers beschrieben. Das CE-Zeichen berechtigt zum europaweiten Handel von Fenstern und Außentüren. Allerdings bedeutet dies nicht, dass ein Produkt mit bestimmten Eigenschaften auch in allen EU-Ländern den baurechtlichen Ansprüchen entspricht, denn die europäischen Staaten können die Anforderungen an die Leistungseigenschaften unterschiedlich festlegen. Beispielsweise entspricht ein Fenster mit einem Uw-Wert von 2,1 W/(m²K) zwar den Anforderungen in Griechenland, aber nicht denen in Deutschland, für die die neue EnEV einen UW-Wert von 1,30 W/(m²K) fordert, die am 1.10.2009 in Kraft tritt. Dies gilt sinngemäß auch für weitere Eigenschaften. Für Hersteller die ihre Produkte grenzüberschreitend handeln, ist deshalb die Kenntnis der jeweiligen nationalen Anforderungen notwendig. Das CE-Zeichen macht auch keinerlei Angaben zur Qualität, denn die Kennwerte werden für ein neues Fenster ermittelt, das zwar repräsentativ für die gefertigten Fenster sein muss, aber keine Aussage darüber macht, ob die Werte noch nach drei oder fünf Jahren erreicht werden. ...

 

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