10.05.2004 Warum ist Lüftung so wichtig, wo werden Vorgaben dazu getroffen? |
In Bauvorschriften und Fachregeln aus der Haustechnik werden Vorgaben für den Mindestluftwechsel gemacht (DIN 1946?6 Raumlufttechnik - Lüftung von Wohnungen - Anforderungen, Ausführung, Prüfung). Der Mindestluftwechsel wird oft nicht eingehalten, so dass die Raumluftfeuchte und die Luftschadstoffe ansteigen. Die Lüftung ermöglicht den Austausch von verbrauchter und feuchter Innenluft gegen frische Außenluft. Früher waren Häuser und Fenster undicht, und die Menschen hatten eher Sorgen, angenehm warme Temperaturen im Haus zu haben als zu lüften. Die früher eingesetzten Kachelöfen oder offenen Feuerstellen führten durch die Verbrennung (Sauerstoffbedarf) zu einer trockenen, sauerstoffarmen und damit schlechten Luft. Auch im Zeitalter der Zentralheizungen ist im Winter die Luft häufig zu trocken, wenn aufgrund undichter Fenster oder Gebäude der Luftwechsel zu hoch ist. Jeder kennt daher noch die Luftbefeuchter, die zur Erhöhung der Luftfeuchte an die Heizkörper gehängt werden. Moderne Häuser sind zentral beheizt, nahezu luftdicht und müssen deshalb ausreichend gelüftet werden (das gleiche gilt analog für modernisierte Altbauten). Durch undichte Fenster ist es nicht möglich, das Lüftungsproblem zu lösen. Dies führt nur zu den Problemen der Vergangenheit. Die Lüftung muss ordnungsgemäß geplant werden. Hygrometer helfen den Lüftungsbedarf genau zu ermitteln. Die Wirksamkeit der natürlichen Lüftung (Stoß- und Bedarfslüftung durch Öffnen der Fenster ) ist vom Nutzerverhalten abhängig. Wenn eine ausreichende natürliche Lüftung durch die Nutzer nicht sicher gestellt werden kann, können nutzerunabhängige Lüftungsverfahren eingesetzt werden. Dies können zentrale Lüftungsgeräte sein, die in Skandinavien bei Neubauten schon seit über 20 Jahren erfolgreich genutzt werden. Dezentrale Lüftungsgeräte können leicht im Fensterbereich montiert werden und ermöglichen eine raumweise Lüftung ohne dass die kostbare Wärme verloren geht oder der Außenlärm ungehindert ins Haus gelangt. Bei Lüftungsgeräten können Pollenfilter eingesetzt werden, die wie bei modernen Autos Allergikern das Leben während der Pollenzeit erleichtern.
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10.05.2004 Wodurch entsteht Raum-Luftfeuchte, welche Folgen hat diese und was kann man dagegen tun? |
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Durch Waschen, Duschen, Kochen, Blumengießen und die menschlichen Ausdünstungen entsteht Luftfeuchte, die durch Lüften nach außen transportiert werden muss, damit die Luftfeuchte nicht zu hoch wird. Die geänderten Lebensgewohnheiten mit mehrfachem Duschen, zahlreichen Wasserentnahmestellen, mehr Pflanzen etc. sowie dichtere Häuser führen zu höheren Luftfeuchten. Gleichzeitig wird weniger gelüftet, wenn die Bewohner den ganzen Tag außer Haus sind und Energie gespart werden soll. Aus diesen Gründen steigt die Luftfeuchte auf kritische Bereiche (deutlich über 50 . Wenn gleichzeitig die Oberflächentemperaturen, beispielsweise am Fensterglas oder in Mauerecken unter 10 °C fallen, kommt es zu Schwitzwasser (gilt für Normklima 20°C und 50Luftfeuchte). Eine Verbesserung der Wärmedämmung hebt die Oberflächentemperatur. Dies kann auch durch eine höhere Heiz(Luft)temperatur erreicht werden, führt aber zu erhöhtem Energieverbrauch. Das Tauwasser am Fenster oder am Mauerwerk kann dann zur Schimmelpilzbildung führen. Hier müssen geeignete Lösungen für die Lüftung eingesetzt werden, um die feuchte Luft nach außen zu transportieren. Die Wirksamkeit der natürlichen Lüftung ist vom Nutzerverhalten abhängig. Einfache Hygrometer helfen dem Nutzer den Lüftungsbedarf genau zu ermitteln. Wenn eine ausreichende natürliche Lüftung durch die Nutzer nicht sicher gestellt werden kann, können nutzerunabhängige Lüftungsverfahren eingesetzt werden. Diese können wahlweise zentrale oder dezentrale Lüftungsgeräte sein, die im Fensterbereich montiert werden können. Diese Bauteile ermöglichen eine zugfreie Lüftung, ohne dass kostbare Wärme verloren geht.
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Spart man Energie durch besseren Wärmeschutz der Gebäudehülle, ist dies zwingend vorgeschrieben? |
Im Kyoto-Protokoll hat sich Deutschland eindeutig zur Reduzierung des Ener-gieverbrauchs verpflichtet. Deshalb wurde die Energieeinsparverordnung (EnEV) erlassen. Diese gilt auch für den Baubestand, da hier die größten Ener-gieeinsparpotenziale liegen. Durch besseren Wärmeschutz und bessere Heiztechnik wird nachweisbar Energie gespart. Durch bessere Wärmedämmung wird Energie gespart - vergleichbar mit dem wär-menden Winterfell der in der Natur lebenden Tiere. Die Zusammenhänge sind jedoch komplex; durch mangelndes Wissen oder Fehler bei der Ausführung werden die theoretisch möglichen Einsparungen häufig nicht erreicht. Das Nutzerverhalten der Bewohner kann deutlich die baulichen Einflüsse übersteigen. Bereits eine um 1 °C erhöhte Raumtemperatur erhöht den Energieverbrauch um ca. 6 Dies macht den Vergleich von Gebäuden so schwierig, denn die Bewohner lassen sich nicht normieren.
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18.05.2004 Ist die Dichtigkeit von Fenstern zwingend vorgeschrieben? |
Die Dichtigkeit schreibt der Gesetzgeber eindeutig in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Diese Verordnung wurde eingeführt, um die Verpflichtungen zur Energieeinsparung aus dem Kyoto Protokoll zu erfüllen. Die größten Wärmeverluste im Baubestand entstehen immer noch durch undichte Gebäude. Früher waren Fenster oft undicht und die Bewohner versuchten mit Decken, Wollrollen und anderen Maßnahmen den unangenehmen kalten Luftzug zu verhindern. Aus diesem Grund wurden dichte Fenster entwickelt. Doch die dichteren Gebäude sowie veränderte Wohn- und damit auch Lüftungsgewohnheiten, führen oft zu erhöhter Raumluftfeuchte mit nachfolgender Gefahr von Schimmelpilzbildung. Wenn eine ausreichende natürliche Lüftung durch die Nutzer nicht sicher gestellt werden kann, sollten nutzerunabhängige Lüftungsverfahren eingesetzt werden. Dies können wahlweise zentrale oder dezentrale Lüftungsgeräte sein, die im Fensterbereich montiert werden können.
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27.05.2003 Welches sind die wesentlichen Einflussgrößen auf die Schalldämmung von Fenstern? |
Die Schalldämmung von Fenstern hängt von sehr vielen Parametern ab. Als wichtigste sind hier zu nennen:
- Isolierglasscheibe (Aufbau, Gasfüllung)
- Rahmenmaterial (Holz, PVC, Alu, Holz-Alu) und Dimensionen
- Anzahl und Art der Falzdichtungen
- Art des Beschlags, Anzahl der Verriegelungen
- Format des Fensters
In den meisten Fällen ist, bei entsprechender Planung von Rahmen und Falzdichtungen, die Isolierglasscheibe der bestimmende Faktor, wobei man nicht den Fehler machen sollte die Schalldämmung der Isolierglasscheibe mit der Schalldämmung des Fensters gleichzusetzen. Insbesondere bei hohen Schalldämmanforderungen (Rw,P > 42 dB) muß die Schalldämmung der Isolierglasscheibe größer als die des funktionsfertigen Fensterelements sein. Um wie viel Dezibel die Schalldämmung der Isolierglasscheibe über der des Fensters liegen muß kann sehr oft nur durch eine Prüfung im Labor entschieden werden. Allerdings besitzt das Labor für Schall- und Wärmemeßtechnik viele Erfahrungswerte bei der Prüfung von Fenstern mit unterschiedlichen Scheiben, so daß im Vorfeld einer Schalldämmprüfung schon der richtige Scheibentyp ausgewählt werden kann.
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27.05.2002 Was sind die wesentlichen Einflussgrößen auf die Wärmedämmung von Fenstern? |
Die Wärmedämmung von Fenstern hängt, wie auch schon die Schalldämmung, von sehr vielen Parametern ab. Als wichtigste sind hier zu nennen:
- Isolierglasscheibe (Aufbau, Gasfüllung, Randverbund), Beschichtung
- Rahmenmaterial (Holz, PVC, Alu, Holz-Alu
- Armierung (Form und Lage)
- Anzahl und Art der Falzdichtungen
- Flächenanteil Rahmen bzw. Verglasung
Im Gegensatz zur Schalldämmung von Fenstern kann die Wärmedämmung (k-Wert, bzw. U-Wert nach europäischer Norm) von Fenstern mit guter Genauigkeit berechnet werden. Für diese Berechnungen liegen bereits in Form von europäischen und internationalen Normen die entsprechenden Berechnungsnormen vor. Zur Berechnung wird in diesen europäischen Normen neben dem k-Wert von Isolierglasscheibe und Rahmen auch die Wärmebrücke über den Randverbund des Isolierglases berücksichtigt, die zu einer Verschlechterung des k-Werts im Vergleich zu den nach der, jetzt noch gültigen, DIN 4108 berechneten Werten führt.
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16.04.2003 Nach welcher Norm sind Rauchschutztüren zu prüfen und zu klassifizieren? |
In Deutschland (Stand März 2003) nach der Normreihe DIN 18095, wobei die Funktion selbstschließend (Dauerfunktionsprüfung) nach den Vorgaben in DIN 4102-18 durchgeführt wird.
Auf europäischer Ebene wird derzeit an der DIN EN 14600 gearbeitet Darin wird dieser auf DIN EN 1634-3 (Prüfnorm) und DIN EN 13501-2 (Klassifizierungsnorm) .
Zitierte Normen:- DIN 18095-1 : 1988-10 Türen; Rauchschutztüren; Begriffe und Anforderungen
- DIN 18095-2 : 1991-03 Türen; Rauchschutztüren; Bauartprüfung der Dauerfunktionstüchtigkeit und Dichtheit
- DIN 4102-18 : 1991-03 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen - Feuerschutzabschlüsse - Nachweis der Eigenschaft selbstschließend (Dauerfunktionsprüfung)
- DIN 18095-3 : 1999-06 Rauchschutzabschlüsse - Teil 3: Anwendung von Prüfergebnissen
- DIN EN 1634-3 : 2002-02 Feuerwiderstandsprüfungen für Tür- und Abschlusseinrichtungen - Teil 3: Rauchschutzabschlüsse
- (Norm-Entwurf) DIN EN 13501-2 : 1999-06 Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten - Teil 2: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandsprüfungen (mit Ausnahme von Produkten für Lüftungsanlagen
- (Norm-Entwurf) DIN EN 14600 : 2003-02 Feuerschutz- und/oder Rauchschutztüren und feuerwiderstandsfähige, zu öffnende Fenster - Anforderungen und Klassifizierung
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16.04.2003 Wo müssen Rauchschutztüren eingesetzt werden? |
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Laut Musterbauordnung (MBO) der Länder müssen in Geschossen mit mehr als 4 Wohnungen allgemein zugängliche Flure angeordnet sein, die vom Treppenhaus "rauchdicht" abgeschottet sind.
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16.04.2003 Zählen Rauchschutztüren zu den geregelten Bauprodukten? |
Nein, zwar wurden Rauchschutztüren im Jahre 1996 - ausgelöst durch das tragische Unglück am Düsseldorfer Flughafen (Erstickungstod mehrerer Personen durch Rauchgasvergiftung) - zu den geregelten Produkten in die Bauregelliste A Teil 1 aufgenommen. Seit Veröffentlichung der Baureglerliste 2000/1 sind Rauchschutztüren in BRL A Teil 2 (nicht geregelte Bauprodukte) geführt.
Hinweis Die aktuelle Bauregelliste (BRL) ist die Fassung vom November 2002 und seit dem 14. März 2003 gültig.
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16.04.2003 Wofür sind Rauchschutztüren bestimmt? |
Allgemein Bauteile, die geeignet sind die Ausbreitung von Rauch zu verhindern.
Rauchschutztüren nach DIN 18095 sind dafür bestimmt, im Gefahrenfall (Entstehung eines Brandes) den Rauchdurchtritt durch Baukörperöffnungen für eine bestimmte Zeit (ca. 10 Minuten) so weit zu behindern, dass eine Rettung von Menschen ohne Schutzausrüstung möglich ist. Im geschlossen Zustand behindern Rauchschutz-Türen den Durchtritt von Rauch derart, dass im Brandfall der dahinterliegende Raum als Flucht- und Rettungsweg für eine bestimmte Zeit ohne Atemschutz passierbar bleibt. Rauchschutztüren sind nicht vollkommen rauchdicht, sondern es dürfen je nach Art des Rauchschutzabschlusses (ein- oder zweiflügelige Tür) bestimmte Luftmengen pro Stunde von einer Seite zur anderen hindurchtreten.
Da Rauchschutztüren ihren bestimmungsgemäßen Verwendungszweck nur im Schließzustand geschlossen erfüllen können, müssen sie selbstschließend sein und dürfen nur kurzzeitig für den Durchgang von Personen geöffnet werden.
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16.04.2003 Wo sind Feuerschutzabschlüsse einzusetzen? |
Feuerschutzabschlüsse sind in baulichen Anlagen wie folgt vorgeschrieben:- in Außenwänden im Bereich von Gebäudeinnenecken
- zur Unterteilung langer Flure in Brandabschnitte
- zur Abtrennung von Fluren und Treppenräumen
- zur Abtrennung von Treppen und untergeordneten Räumen (Keller, Dachgeschoß)
- in Brandwänden (Brandabschnitte) von größeren Gebäuden
- zur Abschottung von Notausgängen und Fluchtwegen
- in Wohngebäuden, bei Wohnungsabschlusstüren ab einer gewissen Anzahl von Stockwerken
Die exakte Festlegung, wo eine Brandschutztür zu installieren ist und wo nicht wird in den Landesbauordnungen und deren ergänzenden weiteren Sonderbauverordnungen geregelt. Leider differieren diese Verordnungen stark, so dass im Einzelfall die entsprechende Landesbauordnung und Sonderbauverordnungen unbedingt zu Rate gezogen werden muss.
Daneben können aufgrund entsprechender Sonderbauverordnungen Feuerschutzabschlüsse in Gebäuden besonderer Nutzung (z. B. hohe Besucherfrequenz, Kinder, Schüler und Studenten oder alte, kranke oder behinderte Menschen) gefordert werden. In vielen Bundesländern bestehen Sonderbauverordnungen für folgende Arten von Gebäuden besonderer Nutzung:- Gaststätten und Hotels
- Versammlungsstätten
- Schulen und Universitäten
- Kindergärten
- Krankenhäuser
- Seniorenheime
- Banken und Verwaltungen
- Bürogebäude
- Vollzugsanstalten
- ggf. Sonderbauten
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16.04.2002 Wofür sind Feuerschutzabschlüsse bestimmt (Verwendungszweck)? |
Feuerschutzabschlüsse (Brandschutztüren) sind dafür bestimmt, im Gefahrenfall der Ausbreitung eines Feuers durch Baukörperöffnungen für eine bestimmte Zeit entgegenzuwirken. Es soll ein Durchtritt von Feuer durch Öffnungen in Wänden oder Decken solange verhindert werden, bis eine Rettung von Menschen über den sog. zweiten Rettungsweg möglich ist und die angrenzenden Gebäudeteile durch die Feuerwehr gesichert werden können.
Unter Berücksichtigung der Alarmierungszeiten der Feuerwehr werden in Deutschland nur Feuerschutzabschlüsse verwendet, die einem Feuer mindestens 30 Minuten (feuerhemmend) widerstehen können. Bei besonderen Anforderungen werden Feuerschutzabschlüsse verwendet, die eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten (feuerbeständig) haben.
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16.04.2002 Was sind die Ziele des baulichen Brandschutzes? |
Die Ziele des baulichen Brandschutzes stellen sich wie folgt dar: - Reduzierung der Entstehung von Bränden auf ein Minimum
- Gewährleistung der Standsicherheit von Bauwerken für den Brandfall
- Verhinderung oder Hemmung der Ausbreitung von Bränden innerhalb eines Gebäudes oder auf andere Gebäudeteile
- Gewährleistung der Rettung von Menschen im Brandfall
- Gewährleistung oder Unterstützung der Brandbekämpfung durch die Feuerwehr
- Sicherung von Sachwerten im Brandfall
Hinweis Durch Brände entstehen jährlich Schäden von ungefähr 10 Mrd. €. Diese statistische Zahl, aber vor allem das Leben und die Gesundheit der Menschen, beschreibt die Verantwortung, die dem vorbeugenden Brandschutz zukommt. Der vorbeugende Brandschutz ist Bestandteil des deutschen Baurechts und in allen Landesbauordnungen verankert. Durch das Bauordnungsrecht werden die entsprechenden Anforderungen an die Entflammbarkeit der Baustoffe, an die Feuerwiderstandsdauer bestimmter Bauteile und an die Dichtheit der Verschlüsse bzw. Öffnungen gestellt.
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16.04.2003 Wo bekomme ich Informationen zum vorbeugenden Brandschutz? |
Der Beuth-Verlag veröffentlicht z. B: ein Loseblattwerk Vorbeugender Brandschutz, Bemessung, Planung, Prüfverfahren und Rechtsvorschriften, Materialsammlung mit CD-ROM Rechtsvorschriften, Grundwerk, Ordner. Hinweis: Bezug nur im Abonnement möglich. Der Kauf eines Grundwerkes bewirkt ein Abonnement für mindestens ein Jahr. Der Preis der Ergänzungslieferungen ist abhängig vom Umfang. Die Auslieferung erfolgt einschließlich der jeweils aktuellsten Lieferung., Ausgabe:2002, Deutsch
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16.04.2003 Gibt es eine Zusammenstellung der Normen bezüglich Brandschutz? |
Der einfachste und preisgünstigste Zugang zu den DIN-Normen führt über die DIN-Taschenbücher. Sie enthalten alle jeweils für ein bestimmtes Fach- oder Anwendungsgebiet relevanten Normen im Originaltext, verkleinert auf A5. Für den Bereich Brandschutz DIN Taschenbuch 120 Brandschutzmaßnahmen".
Erhältlich beim Beuth Verlag GmbH Burggrafenstrasse 6 10787 Berlin, Tel.: (030) 2601 - 2260 www.beuth.de
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29.01.2003 Wie groß ist der Schalldämm-Wert eines Verbundfensters mit je 3 mm dicken Glasscheiben im Innen- und Außenflügel in einem Abstand von 40 mm? |
Für diese Fensterkonstruktion kann nach DIN 4109 Beiblatt Tabelle 40 ein Wert Rw,R = 25 dB zugeordnet werden.
Wenn der innere Flügel zusätzlich eine umlaufend anliegende Dichtung hat, kann nach dieser Tabelle ein Wert von Rw,R = 30 dB nachgewiesen werden.
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08.01.2003 Wie entstehen Wärmebrücken? |
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Beim Anschluss (Fuge) unterschiedlicher Materialien aneinander oder den Einsatz von Baustoffen mit höherer Wärmeleitfähigkeit z. B. Alu-Distanzhalter bei Isolierverglasungen.
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08.01.2005 Was sind Wärmebrücken? |
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Wärmebrücken sind örtlich begrenzte wärmetechnische Schwachstellen z.B. in Fenstersystemen, Gebäudeecken etc.
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08.01.2005 Wann darf das vereinfachte Berechnungsverfahren (Heizperiodenverfahren) nach EnEV angewendet werden? |
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Nur für Wohngebäude, wenn der Fensterflächenanteil kleiner als 30 ist.
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08.01.2003 Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen EnEV und WSchVO? |
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Die WVO von 1995 berechnete "lediglich" den Heizwärmebedarf. Die EnEV berechnet den Primärenergiebedarf, d. h. nicht nur die Gebäudehülle wird betrachtet, sondern zusätzlich auch die Heizungstechnik. D. h. alle den Energiebedarf eines Gebäudes betreffenden Komponenten werden gemeinsam betrachtet und bewertet.
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08.01.2003 Seit wann ist die EnEV offiziell in Kraft? |
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Seit 1. Februar 2002 in der Version (Endfassung) vom 16. November 2001.
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08.01.2003 Wo bekomme ich die EnEV und die Begründungen zur EnEV? |
Unter www.enev.de gibt es die Verordnung sowie die Begründung als pdf-Datei. Zudem können weitere Informationen, wie die Liste der aufgeführten Normen der EnEV, Stellungnahmen etc. abgerufen werden.
Weitere Informationen (Auslegung, Hinweise) zur EnEV finden sich auf der Homepage des Deutsches Institut für Bautechnik unter der Rubrik Aktuelles und Energieeinsparverordnung.
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08.01.2003 Ist der frühere übliche k-Wert für Fenster vergleichbar mit dem jetzt gültigen U-Wert? |
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Nein, da der U-Wert für Fenster den längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten sowie den Einfluss der Abwicklungsfläche mit berücksichtigt.
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08.01.2003 Nach welcher Norm wird der Wärmedurchgangskoeffizient von kompletten Fenster- und Türelementen gemessen? |
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Durch Messung nach DIN EN ISO 12567-1 : 2001-02 "Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern und Türen - Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten mittels des Heizkastenverfahrens - Teil 1: Komplette Fenster und Türen".
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08.01.2003 Sind die Mindest-Anforderungen an den Wärmeschutz gesetzlich geregelt und somit verpflichtend? |
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Ja, die Normenreihe DIN 4108 "Wärmeschutz im Hochbau" ist in allen Bundesländern als Technische Baubestimmung eingeführt und somit allgemein geltendes Baurecht. Darüber hinaus ist auch die Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden, Energieeinsparverordnung - EnEV vom 16, November 2001 (seit 1. Februar 2002 in Kraft) zu beachten. Diese Verordnung ersetzte die am 1. Januar 1995 in Kraft getretene "Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden vom 16. August 1994" (kurz Wärmeschutzverordnung - WschVO).
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08.01.2003 Wo beziehe ich Normpapiere zum Thema Wärmeschutz? |
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Der einfachste und preisgünstigste Zugang zu den DIN-Normen führt über die DIN-Taschenbücher. Sie enthalten alle jeweils für ein bestimmtes Fach- oder Anwendungsgebiet relevanten Normen im Originaltext, verkleinert auf DIN-A5. Für den Bereich Wärmeschutz gibt es das DIN-Taschenbuch 158 "Wärmeschutz 1 - Bauwerksplanung, Wärmeschutz, Wärmebedarf" und DIN-Taschenbuch 287 "Wärmeschutz 2 - Prüfungen im Labor und auf der Baustelle - Rechnerische Ermittlung von Werten" erhältlich beim Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, Tel.: (030) 2601 - 2260, www.beuth.de. Dort können selbstverständlich auch einzelne Normdokumente bezogen werden.
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07.02.2002 Hat der Neigungswinkel von Verglasungen (z. B. Mehrscheiben-Isolierglas) Auswirkungen auf den U-Wert? |
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Ja, der Neigungswinkel von Verglasungen hat Auswirkungen auf den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert). Für detaillierte Berechnungen kann dieser Effekt mittels der DIN EN 673 : 2001-01 "Glas im Bauwesen - Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) - Berechnungsverfahren" berücksichtigt werden. Beim Vergleich von unterschiedlichen Aufbauten legt man den sich für den senkrechten Einbau ergebenden U-Wert zugrunde. Der Nachweis des U-Wertes von Gläsern (rechnerisch als auch messtechnisch) wird deshalb stets in der senkrechten Einbausituation geführt.
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12.12.2002 Wie wird die Schalldämmung bei Prüfungen im Labor gekennzeichnet? |
Die Schalldämmung wurde bis in die 90 er Jahre nach DIN 52210 bestimmt.
Die Prüfnorm DIN 52210 ist weitgehend zurückgezogen und durch die europäisch harmonisierte Normenreihe EN ISO 140 und EN ISO 717-1 ersetzt worden. Danach wird die Auswertung des bewerteten Schalldämm-Maßes mit den Spektrum-Anpassungswerten Rw (C;Ctr) durchgeführt. Die Auswertung Rw entspricht dem Prüfwert Rw,P nach DIN 4109; der Rechenwert Rw,R wird mit Abzug des Vorhaltemaßes (bei Fenstern 2 dB) bestimmt.
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12.12.2002 Wie wird das Vorhaltemaß zur Schalldämmung von Isolierglas bestimmt? |
Nach Beschluss der Prüfstellen werden Rechenwerte bei Isolierglas mit einem Vorhaltemaß von 2 dB festgelegt. Die Festlegung des Rechenwertes Rw,R für Isolierglas war in der Vergangenheit Thema unterschiedlicher Diskussionen in Fachkreisen. Dementsprechend wurde teilweise ein Rechenwert festgelegt mit Vorhaltemaß 2 dB, teilweise nicht.
Der Arbeitskreis Prüfstellen präsentiert sich auf www.schall-pruefstellen.de
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12.12.2002 Gibt es Regelungen hinsichtlich Anforderungen an den Schallschutz innerhalb von Wohnungen z. B. zwischen Schlaf- und Kinderzimmer? |
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Ja, es gibt Empfehlungen in DIN 4109 Beiblatt 2. Anforderungen sind jedoch nicht gestellt.
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12.12.2002 Was versteht man unter - Körperschall / Luftschall / Trittschall? |
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Unter der Bezeichnung Körperschall versteht man in festen Stoffen sich ausbreitenden Schall und unter Luftschall in der Luft sich ausbreitender Schall. Trittschall ist eine spezielle Form von Körperschall, verursacht durch "Gehgeräusche" in Gebäuden.
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12.12.2002 In welchem Komitee wird auf europäischer Ebene die Normungsarbeit hinsichtlich Schallschutz vorgenommen? |
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In der TC126 Akustische Eigenschaften von Bauprodukten und Gebäuden sowie der ISO/TC 43/SC 2 "Bauakustik".
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12.12.2002 Was versteht man unter dem Vorhaltemaß? |
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Das Vorhaltemaß von 2 dB (5 dB bei Türen) soll den möglichen Unterschied des Schalldämm-Maßes am Prüfobjekt im Prüfstand und den tatsächlichen am Bau berücksichtigen sowie eventuelle Streuungen der Eigenschaften der geprüften Konstruktionen einbeziehen.
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12.12.2002 Wonach richten sich die Anforderungen an Fenster hinsichtlich des Schallschutzes? |
Die Anforderungen werden gestellt in Abhängigkeit des Außenlärmpegels, der Nutzung und der Bauweise des Gebäudes. Siehe hierzu DIN 4109 Tabellen 8 bis 10.
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12.12.2002 Welche Normen befassen sich mit der Thematik Schallschutz? |
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Für Bauteile wichtig sind u.a. DIN 4109 mit dazugehörigen Beiblättern, Normenreihe DIN EN ISO 140, Normenreihe DIN EN ISO 717, Restnormen DIN 52210-6
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12.12.2002 Wo beziehe ich Normpapiere zum Thema Schallschutz? |
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Der einfachste und preisgünstigste Zugang zu den DIN-Normen führt über die DIN-Taschenbücher. Sie enthalten alle jeweils für ein bestimmtes Fach- oder Anwendungsgebiet relevanten Normen im Originaltext, verkleinert auf DIN-A5. Der hohe Aktualisierungsgrad der DIN-Normen erfordert es allerdings, gebundene Buchpublikationen in relativ kurzen Zeitabständen neu aufzulegen. für den Bereich Schallschutz ist dies DIN-Taschenbuch 35 "Schallschutz", erhältlich beim Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, Tel.: (030) 2601 - 2260, www.beuth.de
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12.12.2002 Wo beziehe ich Statistiken zu Wohnungseinbrüchen? |
Die derzeit statistisch fundierteste Auswertung von Wohnungseinbrüchen bietet die, alle drei Jahre veröffentlichte, Kölner Studie mit ausführlichen Angaben zu Täterarbeitsweisen (modi operandi) (Aktuelle Ausgabe, 5. Auflage von 2001). Zu beziehen unter www.polizei-koeln.de.
Ferner veröffentlichen die jeweiligen Landeskriminalämter (LKA) statistische Zahlen (www.polizei.de.). Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) von ganz Deutschland wird vom Bundesministerium des Innern www.bmi.bund.de jährlich herausgegeben.
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11.12.2002 Welche Möglichkeiten habe ich Türen, Fenster und ähnliche Bauteile mechanisch - im Hinblick auf Einbruchhemmung - zu verbessern? |
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Prinzipiell stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung: 1. Anbringen von Nachrüstsicherungen (Zusatzverriegelungen), 2. Austausch einzelner Komponenten (z. B. Schloss, Schutzbeschlag, Fenstergriff), 3. Austausch des gesamten Bauelementes gegen ein DIN-geprüftes einbruchhemmendes Element
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12.12.2002 Wer baut einbruchhemmende Produkte fachgerecht ein? |
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Die Montage ist immer Sache von Fachbetrieben, da die einbruchhemmende Wirkung im Wesentlichen von einer fachgerechten Montage abhängt. Ein Großteil der Landeskriminalämter (LKA) führen nach Postleitzahlen sortierte Listen mit geschulten Fachbetrieben. Diese Listen sind getrennt nach mechanischen und elektronischen Sicherungseinrichtungen (Alarmanlagen). Im Internet unter www.polizei.bayern.de/schutz/technik/index.htm
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12.12.2002 Wer stellt (zertifizierte) einbruchhemmende Produkte (Fenster, Türen, Gitter, Nachrüstsicherungen, Schutzbeschläge etc.) her? |
Herstellerverzeichnisse liegen bei den örtlichen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen aus. Im Internet unter www.polizei.bayern.de/schutz/technik/index.htm
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12.12.2002 Woran erkenne ich ein geprüftes und zertifiziertes einbruchhemmendes Element (Fenster/Tür)? |
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Wird ein einbruchhemmendes Element verlangt, so muss ein gültiger prüftechnischer Nachweis vorliegen (Kurzbericht, früher Prüfzeugnis), das Element gekennzeichnet sein (Kennzeichnungsschild im Falzbereich, ggf. mit Signet der Zertifizierungsstelle), eine Werksbescheinigung des Herstellers vorliegen (aus dieser sind eventuelle Änderungen herauszulesen), dem Element eine Montageanleitung beiliegen, nach der zwingend zu montieren ist, die fachgerechte Montage durch eine Montagebescheinigung bestätigt werden, Abweichungen wie z. B. brüchiges Mauerwerk und dergleichen sind dann in der Montagebescheinigung zu vermerken.
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12.12.1997 Dürfen Türen noch nach DIN V 18103 bzw. Fenster nach DIN V 18054 ausgeschrieben werden? |
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Prinzipiell ja, denn die Einbruchhemmung ist kein gesetzlich geregelter Bereich, sondern unterliegt dem Privatrecht. Dies bedeutet, Bauherren können im Grunde fordern was sie wollen. Fachleute sollten beim Antreffen der alten Norm(en), ihrer Hinweispflicht genüge tun und auf die seit April 1999 gültige DIN V ENV 1627 Fenster, Türen, Abschlüsse - Einbruchhemmung - Anforderungen und Klassifizierung verweisen.
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12.12.2002 Welche Widerstandsklassen nach DIN V ENV 1627 werden für den Einsatz in privaten Wohnobjekten empfohlen? |
Die Widerstandsklasse WK 2 (früher ET 1 bzw. EF 1) ist in der Regel für private Wohnobjekte ausreichend. Beim Wunsch/Bedarf nach höherer Sicherheit die Widerstandsklasse WK 3.
In DIN V ENV 1627 "Fenster, Türen, Abschlüsse - Einbruchhemmung - Anforderungen und Klassifizierung" findet sich im nationalen Vorwort (Tabelle NA 4) eine Zuordnung der sechs Widerstandsklassen zu den zu erwartenden Tätertypen und dem mutmaßlichen Täterverhalten.
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12.12.2002 Wo beziehe ich Normpapiere zum Thema Einbruchschutz? |
Der einfachste und preisgünstigste Zugang zu den DIN-Normen führt über die DIN-Taschenbücher. Sie enthalten alle jeweils für ein bestimmtes Fach- oder Anwendungsgebiet relevanten Normen im Originaltext, verkleinert auf DIN-A5. Der hohe Aktualisierungsgrad der DIN-Normen erfordert es allerdings, gebundene Buchpublikationen in relativ kurzen Zeitabständen neu aufzulegen. für den Bereich Einbruchschutz ist dies DIN-Taschenbuch 253 "Einbruchschutz", erhältlich beim Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, Tel.: (030) 2601 - 2260, www.beuth.de www.beuth.de
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12.12.2001 Wo bekomme ich weitere Informationen zum Thema Einbruchschutz? |
In den meisten Städten in Deutschland gibt es so genannte Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen (auch Kommissariat Vorbeugung genannt). Diese Stellen, (derzeit knapp 300 im Bundesgebiet ) bieten - neben Informationsgesprächen - auch kostenlose örtliche Begehungen an. Ähnliche Stellen gibt es auch in der Schweiz und in Österreich.
Weitere Informationen unter: www.polizei.de, www.propk.de, www.vfs-hh.de, www.nur-sicherheit.de, www.e110.de
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03.12.2002 Welche Form/Inhalte muss die Montagebescheinigung für einbruchhemmende Fenster und Türen haben? |
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Im nationalen Vorwort der DIN V ENV 1627 "Fenster, Türen, Abschlüsse - Einbruchhemmung - Anforderungen und Klassifizierung" findet sich unter Pkt. NA.5 eine Musterbescheinigung.
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10.2002 Wie erreicht eine Festverglasung einen Rw-Wert von 63 dB. Ist dies durch die Verwendung von zwei Scheiben mit einem Rw-Wert von 54 dB möglich? |
Ein bewertetes Schalldämm-Maß Rw = 63 dB einer Festverglasung ist im Prinzip realisierbar unter Beachtung folgender Punkte:
Die Schalldämmung einer transparenten Festverglasung kann mit folgenden Maßnahmen erhöht werden: 1.) Erhöhung der Scheibenmasse der einzelnen Verglasungen 2.) Verwendung von Verbundscheiben mit speziellen weichen Zwischenschichten 3.) Wesentliche Erhöhung des Scheibenabstandes (ca. 200-300 mm) 4.) Einbringung von Absorption in den Zwischenraum.
In dem genannten Fall erscheint eine Kombination der Punkte erforderlich mit folgenden Schwerpunkten: Abstand: Je größer der Abstand desto höher die Schalldämmung. Absorption: Absorption im Zwischenraum erhöht die Schalldämmung zusätzlich. Die Scheibenmasse ist aus praktischen Gründen nur begrenzt zu erhöhen. Wenn keine Anforderungen an den Wärmeschutz vorliegen, ist die Verwendung von zwei Isolierglasscheiben nicht zu empfehlen, da sich die Doppelscheibenresonanzen der beiden Einheiten verstärken.
Ein Aufbau mit zwei Verbundglasscheiben mit großem Abstand wäre somit zweckmäßig.
Ein orientierender Nachweis kann rechnerisch (nach Gösele) geführt werden; als konkreter Nachweis für Bauvorhaben ist in diesem Fall jedoch eine Schallprüfung im Labor oder am Bau erforderlich und zu empfehlen.
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