13.10.2008 Darf ESG-H nach EN 14179-2 in Deutschland verwendet werden? |
Nein, heißgelagertes thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheiben-Sicherheitsglas nach EN 14179-2 kann in Deutschland nur wie thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheibensicherheitsglas verwendet werden und dies auch nur dann, wenn die Biegezugfestigkeit nach BRL A Teil 1 Anlage 11.7 deklariert ist (Ü-Zeichen). Diese Regelung ist der Musterliste der Technischen Baubestimmungen Teil 1 Anlage 2.6/6E, Ziffer 2.5 zu entnehmen. Die Musterliste der Technischen Baubestimmungen finden Sie über die Homepage des DIBt unter Aktuelles/Technische Baubestimmungen. (Quelle: Antwortschreiben vom DIBt)
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15.10.2008 Muss in Deutschland verwendetes ESG-H nach Bauregelliste A Teil 1 lfd. Nr. 11.13 zusätzlich mit dem CE-Zeichen nach 14179-2 gekennzeichnet werden? |
Wird nach den Technischen Baubestimmungen in Deutschland ESG-H gefordert, so ist das national geregelte Produkt ESG-H nach Bauregelliste A Teil 1 lfd. Nr. 11.13 zu verwenden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für das Produkt nach EN 14179 bis heute nicht das in Deutschland geforderte Sicherheitsniveau nachgewiesen werden konnte. Die europäische Norm fordert z. B. bei der Heißlagerung nur 2 Stunden Haltezeit, wogegen in Deutschland nach BRL 4.Stunden gefordert werden; weiterhin wird in Deutschland eine Fremdüberwachung der Heißlagerungsprozedur gefordert, nach der europäischen Norm nicht.
ESG-H nach Bauregelliste A Teil 1 lfd. Nr. 11.13 und Anlage 11.11 erfordert ein Ü-Zeichen (Übereinstimmungszertifikat durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle). Ein zusätzliches CE nach EN 14179-2 ist für dieses national geregelte Bauprodukt nicht erforderlich. (Quelle: Antwortschreiben vom DIBt)
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28.01.2008 Definitionen für Drehkipp-Beschläge: Was versteht man unter: - Drehkipp-Beschlag - Einhand-Drehkipp-Beschlag - Zweihand-Drehkipp-Beschlag - Kippdreh-Beschlag - Einhand-Kippdreh-Beschlag - Zweihand-Kippdreh-Beschlag - Dreh-Beschlag |
Anmerkung: Die nachfolgenden Definitionen wurden vom „Arbeitskreis Drehkipp“ der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge erarbeitet, den wir für die Veröffentlichungs-Erlaubnis danken.
Drehkipp-Beschlag Drehkipp-Beschläge öffnen und verschließen Fenster und Fenstertüren. Drehkipp-Beschläge werden verwendet, um Fenster und Fenstertüren durch Betätigung des Griffes aus der Verschluss-Stellung heraus anfänglich in die Drehstellung (Drehlage) und anschließend in die Kippstellung (Scherenendlage) zu bringen (siehe nebenstehendes Beispiel für rechts oder links angeschlagene aktive Flügel).
Einhand-Drehkipp-Beschlag Drehkipp-Beschläge von Fenstern und Fenstertüren zur Betätigung mit einer Hand. Alle Stellungen des Beschlages und des aktiven Flügels (Verschluss-, Kipp- und Drehstellung) können mittels Betätigung des Griffes mit einer Hand erreicht werden.
Zweihand-Drehkipp-Beschlag Drehkipp-Beschläge von Fenstern und Fenstertüren zur Betätigung mit zwei Händen. Die verschiedenen Stellungen des Beschlages und des aktiven Flügels (Verschluss-, Kipp- und Drehstellung) müssen durch Betätigung an mindestens zwei Griffen eingestellt werden.
Kippdreh-Beschlag Kippdreh-Beschläge werden verwendet, um Fenster und Fenstertüren durch Betätigung des Griffes aus der Verschluss-Stellung heraus anfänglich in die Kippstellung (Scherenendlage) und anschließend in die Drehstellung (Drehlage) zu bringen (siehe nebenstehendes Beispiel für rechts oder links angeschlagene aktive Flügel).
Einhand-Kippdreh-Beschlag Kippdreh-Beschläge von Fenstern und Fenstertüren zur Betätigung mit einer Hand. Alle Stellungen des Beschlages und des aktiven Flügels (Verschluss-, Kipp- und Drehstellung) können mittels Betätigung eines Griffes mit einer Hand erreicht werden.
Zweihand-Kippdreh-Beschlag Kippdreh-Beschläge von Fenstern und Fenstertüren zur Betätigung mit zwei Händen. Die verschiedenen Stellungen des Beschlages und des aktiven Flügels (Verschluss-, Kipp- und Drehstellung) müssen durch Betätigung an mindestens zwei Griffen eingestellt werden.
Dreh-Beschlag Dreh-Beschläge werden verwendet, um Fenster und Fenstertüren durch Betätigung des Griffes aus der Verschluss-Stellung heraus in die Drehstellung (Drehlage) zu bringen. Drehbeschläge werden in der Regel als Einhand-Dreh-Beschläge ausgeführt (siehe nebenstehendes Beispiel für rechts oder links angeschlagene aktive Flügel).
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28.01.2008 Definitionen für die verschiedneen Einbaulagen von Beschlägen Was versteht man unter: - aufliegende Beschläge - verdeckt liegende Beschläge - halb verdeckt liegende Beschläge |
Anmerkung: Die nachfolgenden Definitionen wurden vom „Arbeitskreis Drehkipp“ der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge erarbeitet, den wir für die Veröffentlichungs-Erlaubnis danken.
In den folgenden Definitionen sind unter dem Begriff Beschläge alle Funktionselemente zu verstehen, die dazu dienen, den aktiven Flügel zu verschließen oder aber in eine Öffnungsstellung (zum Beispiel Kipp- oder Drehstellung) zu bringen.
Die Einbaulage der Lagerstellen (zum Beispiel Schere mit Scherenlager und Ecklager mit Flügelband) wird gesondert in Punkt 3. definiert. So kann in einer Beschreibung einer Fensterausführung die Einbaulage der Beschläge und der Lagerstellen getrennt voneinander spezifiziert werden.
Der Griff zur Betätigung des aktiven Flügels ist in der Regel sichtbar angeordnet. Bei Zweihand-Ausführungen gilt dies sinngemäß für alle benötigten Griffe. Abweichende Ausführungen sind in der Beschreibung einer Fensterausführung gesondert zu spezifizieren.
aufliegende Beschläge Beschläge, bei denen die Funktionselemente, wie zum Beispiel Treibstangen oder Verschluss-Elemente, auch am geschlossenen Flügel sichtbar sind. Darunter fallen zum Beispiel aufliegende Stangenverschlüsse.
verdeckt liegende Beschläge Beschläge, bei denen die Funktionselemente, wie zum Beispiel Stulpschienen und/oder Treibstangen, in den Falzbereich zwischen Flügel- und Blendrahmen eingebaut sind und am geschlossenen Flügel nicht sichtbar sind. Voraussetzungen hierfür sind:- opake (undurchsichtige) Rahmenwerkstoffe
- Fensterkonstruktionen, in denen bei geschlossenem Flügel der Falzbereich zwischen Flügel- und Blendrahmen von der Außen- und Innenseite abdeckt ist.
halb verdeckt liegende Beschläge Beschläge, bei denen die Funktionselemente, wie zum Beispiel Stulpschienen, Treibstangen und Blendrahmenteile, in den Falzbereich zwischen Flügel- und Blendrahmen eingebaut sind und am geschlossenen Flügel nur teilweise sichtbar sind. Folgende Voraussetzungen können hierzu beitragen: - partiell transparente Rahmenwerkstoffe
- Fensterkonstruktionen, in denen bei geschlossenem Flügel der Falzbereich zwischen Flügel und Blendrahmen von der Außen- und/oder Innenseite nicht komplett abgedeckt ist.
Dies kann zum Beispiel in einer flächenbündigen Fensterprofilkonstruktion auftreten, in denen bei geschlossenem Flügel eine rundum einsehbare Fuge (Schattennute) zwischen Flügel- und Blendrahmen den Blick in den Falzbereich zulässt.
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28.01.2008 Definitionen für die verschiedneen Einbaulagen der Lagerstellen von Beschlägen Was versteht man unter: - aufliegende Lagerstellen - verdeckt liegende Lagerstellen - halbverdeckt liegende Lagerstellen |
Anmerkung: Die nachfolgenden Definitionen wurden vom „Arbeitskreis Drehkipp“ der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge erarbeitet, den wir für die Veröffentlichungs-Erlaubnis danken.
Im folgenden wird die Einbaulage der Lagerstellen definiert, wobei in einer Fensterausführung mit unterschiedlichen Einbaulagen der Lagestellen gearbeitet werden kann:
Beispiel: Eine aufliegende Lagerstelle im unteren und eine verdeckt liegende Lagerstelle im oberen Eckbereich.
aufliegende Lagerstellen Beschläge, bei denen alle blendrahmenseitigen Lagerstellen am geschlossenen Flügel sichtbar sind. In der Regel sind dabei auch die korrespondierenden, flügelseitigen Lagerbauteile zumindest teilweise sichtbar.
verdeckt liegende Lagerstellen Beschläge, bei denen alle blendrahmenseitigen Lagerstellen am geschlossenen Flügel nicht sichtbar sind. Voraussetzungen hierfür sind:- opake (undurchsichtige) Rahmenwerkstoffe
- Fensterkonstruktionen, in denen bei geschlossenem Flügel der Falzbereich zwischen Flügel- und Blendrahmen von der Außen- und Innenseite abdeckt ist.
halbverdeckt liegende Lagerstellen Beschläge, bei denen alle blendrahmenseitigen Lagerstellen am geschlossenen Flügel nur teilweise sichtbar sind. Folgende Voraussetzungen können hierzu beitragen: - partiell transparente Rahmenwerkstoffe
- Fensterkonstruktionen, in denen bei geschlossenem Flügel der Falzbereich zwischen Flügel und Blendrahmen von der Außen- und/oder Innenseite nicht komplett abgedeckt ist.
- Beschläge, deren Lagerstellen so in den Flügel eingelassen sind, dass sie zwar bei orthogonaler Blickrichtung auf die Flügelfläche des geschlossenen Flügels abgedeckt, bei seitlicher Blickrichtung aber zumindest teilweise sichtbar sind.
Dies kann zum Beispiel in einer flächenbündigen Fensterprofilkonstruktion auftreten, in denen bei geschlossenem Flügel eine rundum einsehbare Fuge (Schattennute) zwischen Flügel- und Blendrahmen den Blick in den Falzbereich zulässt.
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13.09.2007 Weshalb bricht Glas? |
Glas ist ein spröder Werkstoff, der gegenüber anderen Materialien, wie z.B. Stahl keine Streckgrenze hat. Dies bedeutet: zieht man an einem Glasstab, bricht er bei hoher Last schlagartig, während sich ein Stahlstab beim Erreichen der Streckgrenze verformt ohne direkt auseinander zu brechen. Beton verhält sich ähnlich wie Glas. Mit dem Produkt Stahlbeton wird der Eigenschaft entgegengewirkt. Der Stahl übernimmt die Zugkräfte im Beton und hält ihn zusammen, was bei Glas so nicht geht. Bei den Konstruktionen mit Glas muss diese Eigenschaft des Glases berücksichtigt werden. Glas ist empfindlich gegen Zugspannung und unempfindlich gegen Druckspannung. Mit Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) kann die Festigkeit erhöht werden. Mit Verbund-Sicherheitsglas (VSG) können die Bruchstücke nach Bruch über eine Folie zusammengehalten werden, solange die Glaseinheit am Rand oder über punktförmige Halter in der Fläche in einer Konstruktion festgehalten wird. Das eingelegte Glas im Drahtglas stellt eine Schwächung des homogenen Glasquerschnittes dar und übernimmt keine Festigkeitsfunktion. Glasbruch erfolgt durch Zugspannungen, die fast immer durch äussere Einflüsse entstehen. Sie können infolge mechanischer Belastung durch Wind, Schnee oder Schlag auf das Glas entstehen oder durch Temperaturunterschiede zwischen einer warmen Glasfläche und einer kalten Kante. Glasbeschädigungen schwächen darüber hinaus die Festigkeit von Glas.
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13.09.2007 Was ist der Unterschied zwischen Sonnenschutzglas und Wärmeschutzglas? |
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Wärmeschutzglas hat die Aufgabe möglichst farbneutral, wie normales Glas ohne zusätzliche Reflexion viel Licht und Sonnenenergie in den Raum zu lassen bei hoher Wärmedämmung. Sonnenschutzglas soll auch hohe Wärmedämmung aufweisen, aber weniger Sonnenenergie in den Raum lassen. Mit der unterschiedlichen Farbgebung und Reflexionseigenschaften ergeben sich vielfältige ästhetische Möglichkeiten, Fassaden zu gestalten.Die Kennzahl für den Wärmeschutz ist der U-Wert (früher k-Wert) mit der Einheit W/m2K (W/m2 Ke).Die Kennzahl für den Sonnenschutz ist der g-Wert mit Angabe in % oder in 0.
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13.09.2007 Welche Reinigungsmittel sind geeignet für Glas? |
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Bewert haben sich: viel Wasser mit dem Zusatz von Brennspiritus (20-30%). Abrasionsmittel, wie z.B. Scheuermittel und Kunststoffschwämme können zu Verkratzungen führen. Deshalb sind die handelsüblichen Gewebe bzw. Mikrofaser vorzuziehen. Zu beachten ist dabei, dass sich Schmutzpartikel, wie Sandkörner in Fasern und Gewebe einnisten und zur Verkratzung führen können. Deshalb ist gründliches Auswaschen erforderlich.
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13.09.2007 Wie oft sind Verglasungen zu reinigen? |
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Eine allgemein gültige Regelung lässt sich nicht aufstellen, da zu viele Faktoren den Verschmutzungsgrad beeinflussen. So verschmutzen Vertikale Verglasungen gegenüber schräg oder horizontal liegenden Verglasungen weniger. Je nach Verschmutzungsgrad, z.B. durch Staub, Pollen, Abgase vom Verkehr oder Industrieanlagen, entstehen auf der Verglasung mehr oder weniger starke Ablagerungen. Bei schräg liegenden Verglasungen tragen Blätter und Blütenstaub zur Verschmutzung bei. Die Notwendigkeit zur Reinigung von Verglasungen richtet sich demnach primär an den Verschmutzungsgrad.
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16.06.2003 Was sind die Ursachen für Schimmelpilzbefall von Dichtstoffen? Was kann dagegen unternommen werden? |
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden sich im - vom Industrieverband Dichtstoffe e. V. (IVD) veröffentlicht - IVD Merkblatt Nr. 14 Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall. Dieses kann im Internet auf der IVD-Homepage unter der Rubrik Publikationen bestellt werden.
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27.05.2003 Nach welchen Vorgaben werden Holzarten mit dem charakteristischen Kurzzeichen versehen? |
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Gemäß den Vorgaben im (Norm-Entwurf) DIN EN 13556 : 1999-09 Rund und Schnittholz - Benennungsliste der in Europa verwendeten Holzarten.
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23.05.2003 Was sind Fehlbedienungssperren (Schaltsperren)? Wo kommen sie zum Einsatz? |
Fehlbedienungssperren kommen bei Drehkippfenstern zum Einsatz. Dieses Zusatzbauteil, auch als Schaltsperre oder Fehlschaltsicherung bezeichnet, verhindert die Betätigung der Griffolive im geöffneten bzw. gekippten Zustand des Flügels. Ein ungewolltes Herauskippen des Flügels zur Raumseite hin wird somit vermieden. Zu Wartungs- oder Reparaturzwecken kann durch Betätigung eines Knopfes oder Riegels am Getriebe (im Falzbereich) die Funktion der Fehlbedienungssperre während der Dauer des Druckes außer Betrieb gesetzt werden.
Für Drehkippflügel von Aluminium- und Stahlfenstern werden nach DIN 18360 Metallbauarbeiten Abschnitt 3.2.3; VOB Teil C solche Fehlbedienungssperren gefordert. Hingegen sind sie bei Holz- und Kunststofffenstern kein Muss, da die Scheren mit einer Dreipunktaufhängung ausgerüstet sind. Falls sie jedoch erwünscht sind, müssen sie extra ausgeschrieben werden.
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23.05.2003 Gibt es Vorgaben für die Griffhöhe von Fenstergriffen (Oliven)? |
Richtlinien oder Vorschriften, in denen die Position der Griffolive vorgeschrieben wird, gibt es nicht - außer im Bereich des behindertengerechten Bauens.
Die Griffolive sollte in der Höhe so angeordnet sein, dass sie leicht erreichbar und bedienbar ist. Muss der Bedienungsgriff aufgrund der Fenstereinbauhöhe bzw. Flügelhöhe außermittig gesetzt werden, kann es bei labilen oder sehr hohen Flügelkonstruktionen mit ungünstiger Krafteinleitungshöhe zu Bedienungsstörungen kommen. D. h., dass z. B. die Scherenverriegelung beim Schließvorgang nicht einrastet. Ein Andrücken des Flügels mit der zweiten Hand kann dann erforderlich sein, um den Schließvorgang zu gewährleisten. Derartige Fälle sollten vor Ausführung genau abgeklärt werden.
Im Einzelfall muss der Planer oder Fensterbauer geeignete Lösungen finden.
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23.05.2003 Die Fensterflügel fallen selbstständig zu? Liegt ein Mangel (an den Beschlägen) vor? Gibt es hierfür Normen oder andere Bestimmungen? |
Bewegungen von Flügeln werden, unabhängig vom Produkt des Beschlages, häufiger beobachtet. Der Grund hierfür ist ein Drehmoment, welches bei geöffneten Flügeln auftritt. Bei den heute üblichen leichtgängigen Beschlägen führt dies häufig zum Zufallen der Flügel. Normen oder andere technische Regelwerke für diesen Bereich gibt es nicht.
Solange der Einbau korrekt ist, lässt sich aus der Bewegung kein Mangel ableiten. Voraussetzung für diese Aussage ist allerdings, dass die Fenster waagrecht, lotrecht und fluchtgerecht eingebaut sind.
Verhindert werden kann die Bewegung der Flügel durch eine sogenannte Feststellbremse. Diese wird teilweise schon mitgeliefert, kann aber auch ohne Probleme nachträglich eingebaut werden.
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03.03.2003 Was ist der maximal zulässige Überstand des Profilzylinders aus dem Schutzbeschlag? |
Der maximal zulässig Überstand beträgt 3 mm. Gemäß Abschnitt 4.3.2 in DIN 18257 : 1991-03 "Baubeschläge - Schutzbeschläge - Begriffe, Maße, Anforderungen, Kennzeichnung".
Hinweis: Diese Norm wurde im März 2003 ersetzt.
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23.05.2003 Ab welchem Öffnungswinkel müssen Schwingflügelfenster feststellbar sein? |
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Schwingflügelfenster müssen sich, wenn sie um 180° umgeschlagen sind, sicher feststellen lassen (gemäß VOB Teil C, DIN 18357 Beschlagarbeiten; Abschnitt 3.2.11.).
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23.05.2003 Was sind Fangscheren? Wo kommen sie zum Einsatz? |
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Fangscheren bzw. Sicherungsscheren finden Anwendung bei Kipp-Oberlichtern und allgemein bei Kippflügelfenstern. Sie verhindern das unkontrollierte Klappen des Flügels zur Raumseite, damit keine Schäden an Personen, Einrichtungen und umgebenden Bauteilen auftreten können.
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23.05.2003 Ab welchem Dornmaß müssen Türdrücker und -knöpfe gekröpft ausgeführt werden? |
Bei Dornmaßen unter 55 mm, z. B für Rahmentüren (laut VOB Teil C DIN 18360 Metallbauarbeiten Abschnitt 3.3.6.)
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23.05.2003 Wo finden sich in der VOB Teil C Angaben zu Beschlägen? |
Vor allem in der DIN 18357 Beschlagarbeiten. Hinweise finden sich aber auch in anderen Normen der VOB, beispielsweise in der DIN 18360 Metallbauarbeiten und der DIN 18355 Tischlerarbeiten.
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23.05.2003 In welcher Arbeitsgruppe wird auf europäischer Ebene die Normungsarbeit bezüglich Beschlägen durchgeführt? |
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Für den Bereich Beschläge werden die Normen in der Arbeitsgruppe WG 5 Schlösser und Baubeschläge des Technischen Komitees 33 (TC 33) erarbeitet.
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22.05.2003 Nach welcher Norm werden Klebstoffe für Holzfenster klassifiziert und in Beanspruchungsgruppen unterteilt? |
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Gemäß DIN EN 204 : 2001-09 Klassifizierung von thermoplastischen Holzklebstoffen für nichttragende Anwendungen.
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23.05.2003 Was ist bei der Verwendung und Verarbeitung von Dichtungsbahnen zu berücksichtigen? |
Bei der Verwendung von Dichtungsbahnen ist der sd-Wert (= Maß für die Wasserdampfdurchlässigkeit) der Systeme zu berücksichtigen. Im Innenbereich werden Dichtungsbahnen sowohl auf dem Blendrahmen als auch auf dem Baukörper verklebt, so dass die Fuge geschlossen ist. Im Außenbereich dürfen wasserdampfdiffusionsdichte Dichtungsbahnen nicht dicht verklebt werden. Im oberen Bereich ist die Folie am Bauwerk zu verkleben, eventuell zusätzlich nach Herstellerangaben mechanisch zu befestigen und abzudichten. Der Anschluss am Blendrahmen muss so erfolgen, dass ein Dampfdruckausgleich nach außen möglich ist. Für den unteren Bereich ist eine Bauabdichtungsbahn sinnvoll. Hier empfiehlt es sich, die Bauabdichtungsbahn zwischen Fensterbankaufkantung und Blendrahmen zu befestigen und sie lose auf die Dämmung zu legen, um diese vor Durchfeuchtungen zu schützen.
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24.05.2003 Bei welchem Anwendungsfall empfiehlt sich der Einsatz von Dichtungsbahnen? |
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Dichtungsbahnen eignen sich für größere Fugen (ab ca. 20 mm) und mehrschalige Bauwerksausführungen. Sie sind in der Lage, verhältnismäßig große Bewegungen aufzunehmen. Im Außenbereich erfüllen Dichtungsbahnen hauptsächlich die Funktion der kontrollierten Wasserabführung.
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22.05.2003 Was ist bei der Verarbeitung von Fugendichtungsbändern zu beachten? |
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Bei der Verarbeitung sind die Herstellervorgaben zu beachten. Dazu zählen Angaben zur Verklebung oder zur Verträglichkeit mit anderen Werkstoffen. An Übergängen wie in den Eckbereichen oder an Stößen ist eine sorgfältige Ausführung erforderlich. Weiterhin dürfen die Dichtungsbänder nicht straff über die Fuge geklebt werden, um den Bewegungsausgleich sicherzustellen.
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22.05.2003 Wodurch unterscheiden sich die Fugendichtungsbänder hinsichtlich ihrer Ausführung? |
Die Produkte unterscheiden sich im Wesentlichen hinsichtlich
- der Basismaterialien wie z. B. Butyl, Silikon, Gewebevarianten
- der Verklebung (z. B. selbstklebend, zusätzlicher Klebstoff)
- der Ausstattung wie Putzträgerbeschichtungen, Alukaschierungen usw.
- der Breiten und Materialdicken
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23.05.2003 Für welchen Anwendungsfall eignen sich Fugendichtungsbänder? |
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Fugendichtungsbänder stehen für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung. Sie eignen sich für unterschiedliche Fugenbreiten und können verhältnismäßig große Fugentoleranzen aufnehmen. Durch die breite Auswahl der angebotenen Produkte besteht die Möglichkeit, speziell abgestimmte Systeme einzusetzen.
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23.05.2003 Nach welchem Prinzip arbeiten Dichtungsbänder? Wo werden sie eingesetzt? |
Im Gegensatz zum Dichtstoff beruht die Funktionsweise der Dichtungsbänder auf der Expansion in der Fuge. Sie üben ausschließlich Druckkräfte auf die angrenzenden Flächen aus. Daraus ergeben sich Einsatzbereiche, für die andere Abdichtungssysteme nicht geeignet sind bzw. nur mit mehr Aufwand eingesetzt werden können, beispielsweise bei der Abdichtung gegen bestehenden Putz.
Maßgebend für die Wirkung von Dichtungsbändern ist unter anderem die Einhaltung des Kompressionsgrades, der von den Herstellern vorgegeben ist. Die Vorgaben der Bandhersteller für die Fugenbreiten dürfen weder über- noch unterschritten werden; dies gilt auch im Bereich von Unebenheiten. Es müssen sowohl am Baukörper als auch am anzuschließenden Bauteil geeignete Pressflächen vorhanden sein.
Dichtungsbänder verfügen im Vergleich zu den anderen Dichtsystemen über den geringsten Wasserdampfdiffusionswiderstand. Diese Eigenschaft kann bei der Umsetzung des bauphysikalischen Grundsatzes innen dichter als außen genutzt werden.
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23.05.2003 Nach welcher Norm werden Dichtungsbänder in Beanspruchungsgruppen unterteilt? |
Dichtungsbänder (= Imprägnierte Dichtbänder aus Schaumkunststoff) werden je nach Beanspruchungsart in Beanspruchungsgruppen gegliedert.
Die zugrundeliegende Norm lautet: DIN 18542 : 1999-01 Abdichten von Außenwandfugen mit imprägnierten Dichtungsbändern aus Schaumkunststoff - Imprägnierte Dichtungsbänder - Anforderungen und Prüfung.
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22.05.2003 Was versteht man unter dem sd-Wert? |
Unter dem sd-Wert versteht man das Maß für die Wasserdampfdurchlässigkeit, Einheit in Metern (m). Der sd-Wert beschreibt die Wasserdampfdurchlässigkeit und setzt sich zusammen aus dem materialspezifischen Kennwert - µ-Wert - und der Materialdicke in Metern: sd = µ x s. Der µ-Wert beschreibt den Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Materials verglichen mit einer gleich dicken Luftschicht.
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22.05.2003 Ab welchem sd-Wert spricht man von dampfdichten Materialien? |
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Materialen mit sd-Werten von über 1500 m können als dampfdicht betrachtet werden.
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22.05.2003 Welche Fugengeometrie (Tiefe, Breite) soll angestrebt werden? |
Es soll sich ein Tiefen- zu Breitenverhältnis ergeben von
t ca. 0,5 x b und mindestens 6 mm mit t = Tiefe des Dichtstoffes in der Fuge b = Breite des Dichtstoffes in der Fuge
Hinweis: Diese Faustformel zur Bemessung der Fugengeometrie gilt, falls keine weiteren Angaben vom Dichtstoffhersteller vorliegen. Sowohl Dreiflankenfugen als auch Dreiecksfugen sind nicht in der Lage, Bewegungen aufzunehmen, da keine Trennung im Fugengrund gegeben ist. Diese Fugengeometrien versagen im Anschlussbereich.
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22.05.2003 Wie muss das Hinterfüllmaterial (Hinterfüllschnur) beschaffen sein? |
Es muss aus einem nichtsaugenden, geschlossenzelligen Material bestehen.
Hinweis: Dichtstoffe sind nur mit solchen Hinterfüllmaterial zu verwenden. Das eingelegte Hinterfüllmaterial bildet die Begrenzung der Fuge im Fugengrund.
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22.05.2003 Welche Voraussetzungen müssen bei Abdichtungen mit Dichtstoffen auf Putz gegeben sein? |
Das Abdichten mit Dichtstoffen auf Putz ist dann fachgerecht, wenn folgende Voraussetzungen sichergestellt sind:
- Es muss ein für diesen Einsatzbereich geeigneter Dichtstoff verwendet werden. Der Dichtstoff sollte eine zulässige Gesamtverformung von 25 % und einen Dehnspannungswert von max. 0,2 N/mm² bei -10 °C Messtemperatur aufweisen.
- Der Fugenquerschnitt ist in Abhängigkeit der zu erwartenden thermischen Längenänderungen der Fensterprofile bzw. der Außenfensterbank (abhängig von Material, Farbgebung, Länge der Fensterprofile bzw. der Fensterbank) und der Eigenschaften des eingesetzten Dichtstoffes ausreichend zu dimensionieren.
- Der Putz muss über eine ausreichende Haftzugfestigkeit verfügen, um die Zugspannungen aus dem Dichtstoff schadfrei aufnehmen zu können.
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22.05.2003 Wie stellt man die Haftung von spritzbaren Dichtstoffen an ihrem Untergrund sicher? |
Spritzbare Dichtstoffe müssen auf ihren Untergründen haften. Deshalb müssen die Haftflächen vorab unbedingt auf ihre Haftfähigkeit untersucht und mit Primern (Haftvermittlern) vorbehandelt werden. Es dürfen nur vom Dichtstoff-Hersteller empfohlene Primer eingesetzt werden, die für beide Fugenflanken geeignet sind.
Imprägnierungen von Betonbauteilen und Ortschaumrückstände im Bereich der Haftflächen stören das Haftverhalten der Dichtstoffe.
Die Praxis hat gezeigt, dass trotz der Verwendung von Primern die Hafteigenschaften oft nicht verbessert werden können. Folglich ist im Vorfeld die Bausituation abzuklären. In DIN 18540 sind erforderliche bauseitige Voraussetzungen beschrieben.
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22.05.2003 Mit welchen Dichtungsmitteln können Bewegungsfugen abgedichtet werden? |
Bewegungsfugen können mit
- spritzbaren Dichtstoffen
- imprägnierten Dichtungsbändern aus Schaumkunststoff
- Fugendichtungsbändern und
- Dichtungsbahnen
abgedichtet werden.
Hinweis: Die Anschlussfuge zwischen Fenster und Baukörper ist eine Bewegungsfuge; darauf sind der Dichtstoff und die Fugenausbildung abzustimmen. Vom Industrieverband Dichtstoffe e.V. wird das IVD-Merkblatt Nr. 9 herausgegeben. Darin ist der Einsatz von Dichtstoffen in der Anschlussfuge von Fenstern und Fassaden ausführlich beschrieben.
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15.01.2007 Welche Dämmstoffe können zum vollflächigen Ausfüllen der Anschlussfugen eingesetzt werden? |
Als Dämmstoffe für die Verfüllung kommen beispielsweise in Frage:- Mineralwolle,
- Schaumstofffüllbänder
- Ortschäume und Spritzkork
- Naturprodukte (wie z. B. Schafwolle, Sisal, Flachs, Kork)
mit dämmenden Eigenschaften.
Gemäß DIN 18355, Ausgabe 2006-10 bleibt die Wahl des Dämmstoffes dem Auftragnehmer überlassen. Dabei darf der Einsatz des gewählten Dämmstoffes den Bauablauf nicht beeinträchtigen. Bei der Verwendung von Ortschäumen sind die angrenzenden oberflächenfertigen Bauteile durch rückstandsfrei zu entfernende Abklebungen sicher zu schützen.
Hinweis: Die Verfüllung des Bereiches zwischen Bauteil und Wand mit Dämmstoffen ist nicht gleichzusetzen mit der Abdichtung gegen Feuchtigkeit; es werden in der Regel keine ausreichend luft- und wasserdichten Anschlüsse erreicht. Bei der Verwendung von Einkomponenten-Ortschaum ist insbesondere bei großen Elementen darauf zu achten, dass durch Feuchteeinfluss keine Nachreaktion des Schaums stattfindet. Die Gefahr der Nachreaktion besteht bei Zwei-Komponenten-Ortschäumen nicht. Spätere Haftflächen für Dichtstoffe dürfen durch überquellenden Schaum nicht verunreinigt werden.
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26.03.2003 Sind Hirnholzschutzmittel oder Fugensiegel am Holzfenster zwingend anzuwenden? |
Zunächst gilt, was zwischen den Vertragsparteien vereinbart wurde, d.h. ob die Anwendung eines entsprechenden Materials konkret zugesagt wurde oder nicht. Regelwerke, die eine Anwendung entsprechender Materialien verbindlich fordern, sind dem ift nicht bekannt.
Hirnholzschutzmittel und Fugensiegel können mit dem Ziel eingesetzt werden, die ggf. in verminderter Schichtdicke vorhandene oder durch Rauigkeiten unvollständige oder nicht geschlossene Oberflächenbeschichtung im Bereich der V-Fugen an Rahmenverbindungen zu ergänzen. Das Material kann aber weder die vollständige Klebung in einer Klebfuge ersetzen noch den elastischen Dichtstoff einer korrekt ausgeführten und entsprechend zu bemessenden Bewegungsfuge. Das heißt, eine zuverlässig fehlstellenfrei ausgeführte Oberflächenbeschichtung benötigt zunächst keine Ergänzung durch das angesprochene Material, sondern dient ausschließlich zur zusätzlichen Absicherung.
In Schadensfällen ist immer die Ursache ggf. vorhandener offener Fugen oder von Feuchteanreicherungen und deren Folgeschäden zu klären. Hierfür ist eine Vielzahl von Faktoren ausschlaggebend, was im konkreten Fall durch umfassende Untersuchung geprüft werden müssen.
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12.03.2003 Wie groß muss die Mindest-Schichtdicke bei Holzfenstern sein? |
Die Trockenschichtdicken betragen:
- mind. 30 µm bei vorbehandelten Fenstern und an nicht zugänglichen Teilen/Flächen - mind. 80 µm bei lasierten Beschichtungen - mind. 100 µm bei deckender Beschichtung
(gemäß Abschnitt 4 Beschichtungsaufbau im VFF-Merkblatt Merkblatt HO.01: 2001-09 "Klassifizierung von Beschichtungen für Holzfenster und -Haustüren").
Das Merkblatt kann beim Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) unter www.window.de bezogen werden.
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12.03.2003 Welche Wartungsintervalle bezüglich der Beschichtungssysteme sind bei Holzfenstern einzuhalten? |
Siehe hierzu die Vorgaben im VFF Merkblatt HO.01: 2001-09 "Klassifizierung von Beschichtungen für Holzfenster und -Haustüren".
Es kann beim Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) unter www.window.de bezogen werden.
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12.03.2003 Wo bekomme ich Normen bezüglich Beschichtungsstoffen? |
Für diesen Bereich veröffentlicht das DIN ein 3-bändiges Handbuch mit dem Titel Lacke, Anstrichstoffe und ähnliche Beschichtungsstoffe, erhältlich beim
Beuth Verlag GmbH Burggrafenstrasse 6 10787 Berlin Tel.: (030) 2601 - 2260 www.beuth.de
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06.03.2003 Sollen Holzfenster mit einem vorbeugend wirksamen Holzschutzmittel ausgerüstet werden? |
Grundlage DIN 68800-3 Abschnitt 12 behandelt den erforderlichen Holzschutz für maßhaltige nicht tragende Bauteile aus Holz (Außentüren und Außenfenster)- Einordnung in die Gefährdungsklasse 3, bei dauerhaft wirksamer Oberflächenbeschichtung (geeignete Beschichtungssysteme, regelmäßige Instandsetzung) in Gefährdungsklasse 2- generell kein Schutz gegen Insekten erforderlich- Schutz gegen Bläue und holzzerstörende Pilze ist erforderlich in Abhängigkeit der Resistenzklasse des eingesetzten Holzes (nach DIN 68364 bzw. DIN EN 350-2). Für Splintholz und Kernholz der Resistenzklasse 3 - 5 ist ein entsprechender chemischer Holzschutz einzusetzen. Soll auf einen chemischen Holzschutz verzichtet werden, ist dies schriftlich mit dem Auftraggeber zu vereinbaren. Es sind Holzschutzmittel einzusetzen, deren Wirksamkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit bei bestimmungsgemäßer Anwendung festgestellt ist (entsprechende Prüfstellen nennt der Normenausschuss Holzwirtschaft und Möbel im DIN, Kamekestraße 8, Köln, auf Anfrage).
Aussage In Deutschland beschränkt sich der üblicherweise vorgenommene Holzschutz häufig auf vorbeugend wirksame Mittel gegen Bläue, während der vorbeugend wirksame Schutz gegen zerstörende Pilze nicht oder in vermindertem Umfang angewendet wird. Dies beruht auf den unzureichenden Aufnahmemengen und auf der Auffassung, dass durch die angewendeten Auftragsverfahren der Holzschutzmittel ausschließlich ein Randschutz der Profile erreicht werden kann, der den Befall und die Zerstörung des Holzes im Inneren der Profile bei anhaltend ungünstigen Randbedingungen nicht wirklich verhindern kann. Die auch bei kurzfristigen Feuchtebelastungen auftretende Bläue mit ihren optischen Auswirkungen auf der Holzoberfläche bei entsprechend empfindlichen Hölzern - insbesondere Kiefer Splint - kann im Bereich der sichtbaren Holzoberfläche aber unterdrückt werden. Darum kann diese Schutzmaßnahme als sinnvoll angesehen werden.
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03.06.2003 Können Schäden durch den Einsatz von infiziertem Holz verursacht werden? |
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Als Sortierkriterium für Schnittholz gelten ausschließlich sichtbare Verfärbungen oder Auswirkungen auf die mechanisch-technologischen Eigenschaften. Eine Infektion von Schnittholz durch Pilze bzw. Pilzsporen ohne Veränderung der optischen oder mechanisch-technologischen Eigenschaften ist in der Holzverarbeitung mit vertretbarem Prüfaufwand nicht erkennbar. Die Entwicklung von Pilzen ist insbesondere an eine erhöhte Holzfeuchte gebunden. Diese ist durch entsprechende Ausführung der Konstruktion zu vermeiden. Ziel aller Bemühungen des baulichen, konstruktiven und physikalischen Holzschutzes ist es, das Eindringen und die Anreicherung von Feuchtigkeit im Holz zu verhindern und damit auch eine mögliche Pilzentwicklung. Ein zusätzlich aufzubringender, vorbeugend wirksamer chemischer Holzschutz soll diese Maßnahmen ergänzen.
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06.02.2003 Wie sind Keilzinkenverbindungen in Fensterprofilen anzuordnen? Gibt es Mindestabstände? |
In mehreren Projekten wurden umfangreiche Untersuchungen zur Eignung von Keilzinken-Verbindungen für den Einsatz im Fensterbau vorgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Keilzinkenfugen in den Sichtflächen bei korrekter Ausführung zuverlässig geschlossen bleiben und ausreichende optische Qualität ergeben. An den geraden Seitenfugen treten dagegen verstärkt Störungen durch Qualitätsmängel oder Öffnung der Fugen auf. In der ift Richtlinie HO-10/1 Massive, keilgezinkte und lamellierte Profile für Holzfenster; Anforderungen und Prüfung" (2002-11) ist daher ausschließlich die Keilzinkenfuge in den Sichtflächen zulässig. Mindestlängen für die verwendeten Einzelteile sind nicht allgemein festgelegt. Technisch sind Längen bis 15 cm machbar. Statt dessen könnte auch die Anzahl der Verbindungen - bezogen auf die Profillänge - vereinbart werden.
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06.03.2003 Dürfen keilgezinkte Holzprofile zur Herstellung von Holzfenstern eingesetzt werden? |
Prinzipielle Funktionsfähigkeit Der Nachweis der prinzipiellen Funktionsfähigkeit der Keilzinkenverbindung sowohl für tragende als auch für nicht tragende Anwendungen ist hinlänglich erbracht, z.B. mit der von der Holzforschung Austria (HFA), Wien, und dem ift Rosenheim gemeinsam durchgeführten Studie "Keilgezinkte Fichte-Fensterkantel".
Zugrunde liegende Vereinbarungen Bezüglich der Zulässigkeit sind die getroffenen vertraglichen Vereinbarungen zu berücksichtigen, die sich direkt oder indirekt auf Keilzinkenverbindungen beziehen. Dies gilt insbesondere für die gewählte Sortierklasse nach DIN EN 942 Holz in Tischlerarbeiten für die Festlegung zur Holzqualität. Vergütungsarbeiten in der Klasse J2 sind zunächst nicht zulässig. Sie können aber ergänzend vereinbart werden. Ebenso ist DIN 18355 Tischlerarbeiten (VOB Teil C) zu berücksichtigen, nach deren Regelung bei nicht deckender Beschichtung das Einverständnis des Auftraggebers für die Anwendung von Keilzinkenverbindungen (in den nicht dauernd verdeckt liegenden Flächen) gefordert wird.
Verarbeitungstechnische Ausführung Schließlich ist für eine schadensfreie Anwendung der Keilzinkenverbindung eine fehlerfreie Ausführung erforderlich. Dies bezieht sich sowohl auf die Qualität und Auswahl der miteinander verbundenen Holzeinzelteile als auch auf eingesetzte Klebstoffe, Zinkengeometrie, Werkzeugzustand und Verfahrensparameter. Ein entsprechendes Anforderungsprofil ist in der vom ift herausgegebenen Richtlinie HO-10/1 Massive, keilgezinkte und lamellierte Profile für Holzfenster; Anforderungen und Prüfung" (2002-11) festgelegt. Zur Sicherstellung der gleichmäßigen Fertigungsqualität bietet das ift auch ein entsprechendes Überwachungssystem an, das die regelmäßige Fremdüberwachung der Fertigung und der Produkte einschließt.
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06.03.2005 Ist Kiefer-Splintholz zur Herstellung von Holzfenstern geeignet?
Was ist zu beachten? |
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Die Verwendung von wenig dauerhaftem Kiefer-Splintholz im Außenbereich erfordert eine besonders sorgfältige Verarbeitung, Oberflächenbeschichtung und eine intensivere Wartung der Fenster als bei anderen dauerhafteren Holzarten. Dies muss dem Kunden als Entscheidungsgrundlage durch entsprechende Informationen transparent gemacht werden.
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06.03.2003 Ist Harzaustritt bei Holzfenstern zulässig? |
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In den Erläuterungen der 1996 zurückgezogenen DIN 68360-1 "Holz für Tischlerarbeiten - Teil 1: Gütebedingungen bei Außenanwendung" war festgelegt: Bei farbig deckender und nicht deckender Oberflächenbehandlung ist bei Verwendung harzreicher Holzarten, z.B. bei Kiefer, Harzaustritt nicht zu vermeiden. Der Harzaustritt selbst ist kein Mangel. Bei dieser Formulierung wird von "normal" harzhaltigem Holz ausgegangen, wobei möglicher Harzaustritt in Abhängigkeit der Temperaturbelastungssituation nicht zu verhindern ist. Stark harzdurchtränkte Stellen des Holzes sind dagegen für den Verarbeiter visuell deutlich erkennbar und können deshalb im Vorfeld weitgehend aussortiert werden. In der seit Mitte 1996 in Kraft getretenen DIN EN 942 "Holz in Tischlerarbeiten" wird zu Harzaustritt keine Aussage getroffen. Nach der Tabelle "Anstrichgruppe für Fenster und Außentüren" (5/83) des ift Rosenheim ist aufgrund der zu erwartenden höheren Oberflächentemperaturen bei der Verwendung mittlerer oder dunkler Farbtöne in Kombination mit harzhaltigen Nadelhölzern mit Beeinträchtigungen der Oberfläche durch verstärkten Harzaustritt zu rechnen. Bei diesen Farbgebungen sollten daher andere, harzarme Holzarten gewählt werden.
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06.03.2003 Kann Schnittholz (vor allem Kiefer-Splint) mit enthaltenen Verfärbungen durch Primärbläue zur Herstellung von Holzfenstern verwendet werden? |
In dieser Frage ist zunächst zu differenzieren zwischen den technischen Auswirkungen einer vorhandenen Primärbläue im Schnittholz und der Zulässigkeit im fertigen Produkt.
Technische Auswirkungen Aus technischer Sicht stellen geringer Bläuebefall oder Bläue im Anfangsstadium kein Problem dar. Die technologischen und mechanischen Eigenschaften des Holzes bleiben unverändert. Allerdings ist mit einer erhöhten Aufnahmefähigkeit bei der Beschichtung und bei der Wasserbelastung unbehandelter Oberflächen zu rechnen. Die vorhandenen Pilze werden durch die technische Trocknung vollständig abgetötet, eine Weiterentwicklung zu einem späteren Zeitpunkt ist auszuschließen.
Zulässigkeit Zur Regelung der Qualität von Schnittholz auch bezüglich der Zulässigkeit von Bläue ist DIN EN 942 heranzuziehen. Verfärbter Splint einschließlich Bläue ist in den Sortierklassen J2 und J10 nach DIN EN 942 auf den offenen Flächen zunächst nicht zugelassen. Die Zulässigkeit muss daher gegebenenfalls zusätzlich vereinbart werden. In den Sortierklassen J30 bis J50 ist Bläue an den offenen Flächen zulässig, wenn sie durch dekorative Behandlung (z.B. deckende Beschichtung) am Endprodukt nicht sichtbar ist. An den verdeckt liegenden Flächen des Endprodukts ist Bläue in allen Sortierklassen zulässig. Im VFF-Merkblatt HO.02 wird unterhalb der Tabelle 2, in der die Anforderungen gemäß DIN EN 942/prEN 13307 aufgeführt sind, der Hinweis gegeben, dass Verfärbungen und Bläue erst ab den Klassen J30/BJ30 zugelassen sind. Weiterhin wird im Text darauf hingewiesen, dass die Zulässigkeit geringer Verfärbung oder Bläue gesondert vereinbart werden muss (wie Keilzinkung in Klasse J2), wenn ansonsten Klasse J10/BJ10 ausgeschrieben ist.
Sekundärbläue Ein Alarmsignal ist dagegen die Sekundärbläue, die durch langfristige Feuchteanreicherung am verbauten Bauteil auftreten kann. Erhöhte Witterungsbelastungen durch unzureichenden baulichen und konstruktiven Schutz infolge von Verarbeitungsmängeln oder unterlassene Wartung können dazu führen. Sekundärbläue ist bei maßhaltigen Bauteilen als Symptom einer lang anhaltend erhöhten Feuchtebelastung immer zu beachten; die zugrunde liegenden Mängelursachen sind umgehend zu beseitigen, um eine Entwicklung zerstörender Pilze in den Holzteilen zu verhindern.
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06.03.2003 Ab wann spricht man von einem Fehler bzw. Mangel in der Qualität der Holzoberfläche? Gibt es hierfür eine Richtlinie? |
Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) hat hierzu das Merkblatt HO.05: 2000-09 "Richtlinie zur visuellen Beurteilung einer fertigbehandelten Oberfläche bei Holzfenstern und -fenstertüren" veröffentlicht.
Es kann im Internet unter www.window.de bezogen werden.
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06.03.2003 Welche Ursachen hat eine "aufstehende" Holzstruktur an bearbeiteten und beschichteten Holzprofilen? Was ist zulässig? Wie ist sie zu vermeiden? |
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Das Aufstehen der Holzstruktur während und nach der Oberflächenbeschichtung wird wesentlich beeinflusst durch die Jahrringlage und durch die Bearbeitungsqualität bei der formgebenden Bearbeitung. Von Einfluss ist insbesonders, ob die Holzstruktur an der Profiloberfläche dabei durch stumpfe oder stark gejointete Werkzeugschneiden gequetscht wird. Aufgrund der üblichen Bearbeitungszugaben von normalerweise mehr als 2 mm an den Sichtflächen am gehobelten und verleimten Rohprofil ist ein systematischer Einfluss aus der Rohware nicht zu erwarten. Labortechnische Untersuchungen (Mikroskop) können zusätzliche Informationen bringen.
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06.03.2003 Welche Holzarten sind zur Herstellung von Holzfenstern geeignet? |
Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) veröffentlicht hierzu eine ganze Reihe von Merkblättern, wie beispielsweise Merkblatt HO.06, Ausgabe 2000-03 "Holzarten für den Fensterbau" sowie die HO.O7-Reihe. Die zuletzt genannten Merkblätter sind zu beziehen unter www.window.de.
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06.03.2003 Wie sind Holzfensterrahmen zu beschichten? |
Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) hat hierzu das Merkblatt HO.03: 1999-03 "Anforderungen an Beschichtungssysteme von Holzfenstern und Haustüren" veröffentlicht.
Es kann im Internet unter www.window.de bezogen werden.
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06.03.2003 Welche Holzqualität ist zur Herstellung von Holzfenstern und -haustüren zu verwenden? |
Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) hat hierzu das Merkblatt HO.02: 2003-02 "Auswahl der Holzqualität für Holzfenster und -Haustüren" veröffentlicht.
Es kann im Internet unter www.window.de bezogen werden.
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28.01.2010 Welche Themen wurden in den IVD-Merkblättern bislang behandelt? Wo kann ich die IVD-Merkblätter beziehen? |
IVD-Merkblätter (Stand Januar 2005)
Nr. 1 (Ausgabe 05/04) Abdichtung von Bodenfugen mit elastischen Dichtstoffen
Nr. 2 (Ausgabe 03/99) Dichtstoff-Charakterisierung
Nr. 3 (Ausgabe 11/00) Konstruktive Ausführung und Abdichtung von Fugen in Sanitärräumen
Nr. 4 (Ausgabe 07/01) Abdichten von Außenwandfugen im Hochbau mit Elastomer-Fugenbändern unter Verwendung von Klebstoffen
Nr. 5 (Ausgabe 08/98) Butylbänder
Nr. 6 (Ausgabe 06/96) Abdichten von Bodenfugen mit elastischen Dichtstoffen im befahrbaren Bereich an Abfüllanlagen von Tankstellen
Nr. 7 (Ausgabe 02/96) Elastischer Fugenverschluss bei Fassaden aus angemörtelten keramischen Fliesen
Nr. 8 (Ausgabe 07/96) Konstruktive Ausführung und Abdichtung von Fugen im Holzfußbodenbereich
Nr. 9 (Ausgabe 11/03) Spritzbare Dichtstoffe in der Anschlussfuge für Fenster und Außentüren
Nr. 10 (Ausgabe 02/00) Glasabdichtung am Holzfenster mit Dichtstoffen
Nr. 11 (Ausgabe 06/04) Erläuterungen zu Fachbegriffen aus dem "Brandschutz" aus der Sicht der Dichtstoffe bzw. den mit Dichtstoffen ausgespritzten Fugen
Nr. 12 (Ausgabe 06/00) Die Überstreichbarkeit von Dichtstoffen im Hochbau
Nr. 13 (Ausgabe 01/03) Glasabdichtung am Holz-Alu-Fenster mit Dichtstoffen
Nr. 14 (Ausgabe 12/02) Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall
IVD-Fachinformationen zu IVD-Merkblättern
Nr. 01/2003 zu Merkblatt Nr. 14 Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall
Sie sind zu beziehen bei:
HS Public Relations Verlag und Werbung GmbH Postfach 33 01 48 D-40434 Düsseldorf Tel.: 49 (02 11) 90 48 60 Fax: 49 (02 11) 90 48 635
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06.03.2003 Was versteht man unter den IVD-Merkblättern?
Wer veröffentlicht diese? |
Die IVD-Merkblätter werden herausgegeben vom
Industrieverband Dichtstoffe e.V. (IVD) Emmastraße 24 D-40227 Düsseldorf Tel.: 49 (02 11) 90 48 70 Fax: 49 (02 11) 9 04 86-35 Internet: www.ivd-ev.de E-mail: Dichtstoffe@t-online.de
Die Technischen Merkblätter des IVD zu spezifischen Problemstellungen in der Anwendung von Dichtstoffen decken vor allem Bereiche ab, in denen die bestehenden Normen und Technischen Regeln keine ausreichende Antwort geben. Sie geben den Stand der Technik nach den derzeit gültigen deutschen und europäischen Normen wieder. Die Reihe wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.
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03.02.2003 Wie groß muss der Riegelausschluss von Schlössern an Türen sein? |
Gemäß VOB Teil C, DIN 18357 "Beschlagarbeiten", Abschnitt 2.2.3.4 müssen Schlösser in Rohrrahmentüren für höhere Sicherheitsanforderungen einen Riegel besitzen, der mindestens 15 mm in die Schließöffnung der Zarge eingreift.
Laut Abschnitt 2.2.3.5 dieser Norm müssen Schlösser für Haustüren aus Holz 2-tourig sein oder einen Riegelausschluss von mindestens 20 mm haben.
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31.01.2003 Wo finden sich allgemeine Informationen über Verglasungen, wie Begriffsdefinitionen, Erklärungen etc? |
Auf der Homepage von der Firma Schwabenglas findet sich beispielsweise ein Stichwortlexikon. Lexikon
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28.01.2004 Wo bekomme ich die TRLV "Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen"? |
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Auf der Internetseite des Bundesverbands Flachglas unter www.Bundesverband-Flachglas.de als pdf-Datei.
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29.01.2003 Wo ist die Verwendung von Überkopfverglasungen geregelt? |
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In den "Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen" (TRLV), DIBt Mitteilungen 6/98. Zu beziehen sind die TRLV beim Bundesverband Flachglas unter www.Bundesverband-Flachglas.de.
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29.01.2003 Wo bekomme ich die TRAV und das VFF Merkblatt V.01? |
Auf der Internetseite vom Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e. V. unter www.window.de
Die TRAV unter www.window.de/pdf/trav.pdf
und das Inhaltsverzeichnis der V.01 unter www.window.de/pdf/v01_muster.pdf Die vollständige Ausgabe ist kostenpflichtig. Zu bestellen im Internet unter www.window.de in der Rubrik "online-shop".
Hinweis: Seit Januar 2003 gibt es eine neue Fassung der TRAV!
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27.01.2003 Wonach erfolgt die dynamische Prüfung von absturzsichernden Verglasungen? |
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Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 12600 : 2003-04 "Glas im Bauwesen - Pendelschlagversuch - Verfahren für die Stoßprüfung und Klassifizierung von Flachglas".
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27.01.2003 Welche Kategorien gibt es beim Pendelschlagversuch von absturzsichernden Verglasungen nach E DIN EN 12600? |
Es gibt gemäß E DIN EN 12600 : 1996-12 Glas im Bauwesen - Pendelschlagversuch - Verfahren und Durchführungsanforderungen der Stoßprüfung von Flachglas. drei Kategorien:
A: Linienförmig gelagerte, raumhohe Verglasungen,
B: Am Fußpunkt eingespannte Ganzglasbrüstungen mit durchgehendem Handlauf,
C: Ausfachende Verglasungen ohne Holmlast.
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27.01.2003 Wo findet man Vorgaben bezüglich absturzsichernden Verglasungen? |
In den Technische Regeln zur Verwendung von absturzsichernden Verglasungen (TRAV), aktuelle Fassung vom Januar 2003.
Sie sind in den meisten Bundesländern Gegenstand der jeweiligen Bauordnung und somit geltendes Baurecht. Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. hat hierzu das VFF Merkblatt V.01: 2001-07 "Absturzsichernde Vertikalverglasungen" veröffentlicht. Einen guten Überblick über die Anforderungen bietet die Homepage der Landesstelle für Bautechnik in Baden-Württemberg. Sie hat verschiedene Merkblätter herausgegeben, die dem Planer solcher Bauarten (auch in anderen Bundesländern) gute Unterstützung und wertvolle Argumentationshilfe bieten. Landesstelle für Bautechnik in Baden-Württemberg
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14.01.2003 Wo finden sich Angaben zur richtigen Verklotzung? |
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Angaben finden sich in DIN 18361 Verglasungsarbeiten in VOB Teil C und in der Technischen Richtlinie des Glaserhandwerkes Nr. 3 "Klotzung von Verglasungseinheiten" und Nr. 17 Verglasen mit Isolierglas.
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14.01.2003 Welche Ursachen gibt es für die Schimmelpilzbildung an Verglasungsdichtstoffen. Gibt es Normen zur Vermeidung dieses Effektes? |
Nein, es gibt keine Normen oder Richtlinien, die Anforderungen an Verglasungsdichtstoffe bezüglich der Verhinderung einer Schimmelpilzbildung stellen. Nach Untersuchungen ließ sich feststellen, dass sowohl Silikondichtstoffe als auch Acrylate gegen den Befall mit Schimmelpilzen nicht resistent sind. Die Ausstattung der Fugenmassen mit Fungiziden wirkt sich nur äußerst gering aus. Sie kann auf keinen Fall einen Befall verhindern und auch nur in geringem Maße hemmen. Weiterhin wurde festgestellt, dass das Schimmelwachstum hauptsächlich vom Alter der Fugen abhängt. Auf frisch verarbeiteten Dichtstoffen ist das Wachstum im Vergleich zu gealterten Dichtstoffen gehemmt. Dies steht in Zusammenhang damit, dass die ausgasenden Vernetzungsprodukte eine Hyphenkeimung verhindern. Die Art der Vernetzung spielt für das Schimmelwachstum nur eine untergeordnete Rolle. Im Prinzip gibt es fast keine präventive oder endgültige Bekämpfungsmöglichkeit, einen Befall mit Schimmelpilzen auf Fugenabdichtungen dauerhaft zu verhindern. Die Behandlung sowohl mit Salicyl- und Brennspiritus als auch mit Fugenreiniger üben einen gewissen Effekt auf das Schimmelwachstum aus, können es aber nicht vollständig unterbinden. Die Behandlung mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ermöglicht nur eine bedingte Bekämpfung. Fungizide in Dichtstoffen werden nach einiger Zeit ausgewaschen oder sie emittieren und wirken damit nicht mehr. Außerdem kann nicht verhindert werden, dass sich durch Mutation eine Schimmelpilzgattung an die fungizid wirkende Chemikalie gewöhnt und damit resistent wird. Aus beiden Gründen kann also nach einiger Zeit trotz der fungiziden Einstellung plötzlich Schimmelbefall auftreten. Da die Haupteinflussgröße auf das Schimmelwachstum immer noch die zur Verfügung stehende Feuchtigkeit (z. B. durch Tauwasser) ist, sollte lieber darauf geachtet werden, dass die Fugen trocken gehalten werden. Dazu ist für eine ausreichende Lüftung zu sorgen, um die Luftfeuchtigkeit gering zu halten.
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14.01.2003 Wie groß muss der Glaseinstand sein? |
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Gemäß DIN 18545-1 : 1992-02 Abdichten von Verglasungen mit Dichtstoffen; Anforderungen an Glasfalze" soll der Glaseinstand 2/3 der Glasfalzhöhe betragen, darf aber 20 mm nicht überschreiten.
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14.01.2003 Dürfen Glashalteleisten außenliegend ausgeführt werden? |
Glashalteleisten müssen in der Regel an der Innenseite angeordnet sein, insbesondere bei einbruchhemmenden Elementen. Außenliegende Glashalteleisten sind nur zulässig, wenn die bauliche Situation eine andere Ausführung nicht erlaubt. Bei Schwimmhallen hat sich aus Gründen der besseren Abdichtung zur Raumseite bewährt, die Glashalteleisten zur Außenseite anzubringen. Weitere Angaben finden sich in DIN 18545-1, Abschnitt 4.3 und die Erläuterungen zu DIN 68121-1.
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14.01.2003 Was sagt der g-Wert aus? |
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt den Anteil der einfallenden Sonnenstrahlung an, der durch die Verglasung in das Rauminnere gelangt und damit zur Raumheizung genutzt werden kann. Die Ermittlung des g-Wertes erfolgt nach DIN EN 410 : 1998-12 Glas im Bauwesen - Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen. Die Angabe erfolgt in Prozent.
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07.01.2003 Hat der Neigungswinkel von Verglasungen (z. B. Mehrscheiben-Isolierglas) Auswirkung auf den U-Wert? |
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Ja, der Neigungswinkel von Verglasungen hat Auswirkungen auf den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert). Für detaillierte Berechnungen kann dieser Effekt mittels der DIN EN 673 : 2001-01 Glas im Bauwesen - Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) - Berechnungsverfahren berücksichtigt werden. Beim Vergleich von unterschiedlichen Aufbauten legt man den sich für den senkrechten Einbau ergebenden U-Wert zugrunde. Der Nachweis des U-Wertes von Gläsern (rechnerisch als auch messtechnisch) wird deshalb stets in der senkrechten Einbausituation geführt.
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19.03.2008 Müssen Isoliergläser gekennzeichnet werden? |
Nach der baurechtlichen Einführung und Ablauf der Koexistenz-Phase müssen MIG nicht mehr auf dem Randverbund dauerhaft gekennzeichnet werden, da in DIN EN 1279-5 Abschnitt 6.2 Keine Kennzeichnungslicht besteht. Allerdings muss das CEKennzeichnung vorliegen.
Ältere Mehrscheiben-Isoliergläser, die noch dem Anwendungsbereich der DIN 1286-1 bzw. DIN 1286-2 (luft- sowie gasgefüllt) unterliegen, sind gemäß Abschnitt 6 dieser Normteile auf dem Steg (Randverbund) oder auf der Glasscheibe dauerhaft mit Name des Herstellers, Herstelldatum, ggf. Name des Erzeugnisses und ggf. DIN-Prüf- und Überwachungszeichen zu kennzeichnen.
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18.12.2002 Gibt es Vorgaben hinsichtlich der Parallelität von Randverbund des Isolierglases und Rahmen bzw. Glashalteleiste? |
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Nein, in den einschlägigen Normen und Richtlinien werden hierzu keine Angaben gemacht. Beim Einbau der Verglasungen sind jedoch immer die Einbaurichtlinien der Isolierglashersteller zu beachten. Der Randverbund des Isolierglases ist bei den gängigen Randverbundsystemen vor UV-Strahlung zu schützen.
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