30.10.2008 Was ist eine Ausschreibung? |
Eine Ausschreibung ist ein Teil des Verfahrens zur Vergabe von Aufträgen im Wettbewerb. Durch sie werden potenzielle Bieter aufgefordert, ein Angebot zu unterbreiten. Für Ausschreibungen öffentlicher Auftraggeber (u. a. Bund, Länder, Städte und Gemeinden) gelten aufgrund des Vergaberechts spezielle Regelungen und besondere Anforderungen.
Auch im privaten Bereich spricht man zwar häufig von Ausschreibungen; Auftraggeber sind aber nicht an die formalen Vorgaben des Vergaberechts gebunden. Eine Ausnahme gilt, wenn ein privater Auftraggeber - ohne hierzu verpflichtet zu sein - sich selbst bindet, nach der maßgeblichen Verfahrensordnung (z. B. der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen, kurz: VOB/A) vorgeht und gegen diese verstößt.
Unsere ift-Ausscheibungshilfe ist sowohl für öffentliche als auch für private Auftraggeber geeignet, denn eine ordnungsgemäße und eindeutige Leistungsbeschreibung als Bestandteil der Vertragsunterlagen reduziert das Risiko von Auseinandersetzungen während der Bauabwicklung und ist Grundlage für die Erstellung eines mangelfreien Werkes, unabhängig davon, ob dieses Werk für einen öffentlichen oder privaten Auftraggeber erbracht wird.
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25.10.2008 Welche Vergabearten gibt es? |
Öffentliche Aufträge werden vergeben gemäß, siehe pdf (Übersicht Vertragsarten) .
PDF:
Vertragsarten [38 kb]
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25.11.2008 Welche Unterlagen sind Bestandteil der Vergabeunterlagen? |
Nach § 10 Nr. 1 Abs. 1 VOB/A bestehen die Vergabeunterlagen aus (siehe pdf).
PDF:
Vertragsunterlagen [33 kb]
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30.10.2008 Was bedeutet „Vergaberecht“? |
Vergaberecht umfasst die Gesamtheit der Regeln und Vorschriften, die ein Träger öffentlicher Gewalt bei der Beschaffung von sachlichen Mitteln und Leistungen, die er zur Erfüllung von Verwaltungsaufgaben benötigt, zu beachten hat und die Rechts- und Verfahrensregeln, nach denen Bieter Rechtsschutz wegen der Verletzung der Verfahrensregelung beim vorgenannten Einkauf der Leistungen suchen können.
Welche Rechtsvorschriften bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Einzelnen anzuwenden sind, bestimmt sich zum einen nach dem Gegenstand, der beschafft werden soll. Bei Bauaufträgen ist insofern die VOB/A zu beachten. Zum anderen kommt es für Fragen des Rechtsschutzes entscheidend darauf an, ob die nach den europäischen Vorgaben bestimmten Schwellenwerte erreicht sind (= europaweites Vergabeverfahren) oder nicht (= nationales Vergabeverfahren); für Bauaufträge beträgt der Schwellenwert € 5.150.000,00 (vgl. § 2 der Vergabeverordnung - VgV).
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19.04.2007 Was ist bei der Zusatzausstattung von Außentüren zu beachten? |
Für weitere Ausstattungsmerkmale der Türen wie z. B. Antriebe, Türschließer, besondere Beschlagsausführungen, Füllungen wie Glas und Paneele wird auf die entsprechenden Ausschreibungstexte der Hersteller verwiesen. Die zusätzliche Ausstattung der Türen darf die grundlegenden Leistungseigenschaften nicht signifikant beeinträchtigen. Bei Sonderanforderungen wie z. B. Sprengwirkungshemmung oder Durchschusshemmung sind ggf. eine Vielzahl der bislang genannten Details anzupassen. Die Ausschreibung derartiger Bauteile muss in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachplanern und Behörden erarbeitet werden.
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19.04.2007 Was bestimmt die Ausbildung der Türschwelle? |
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Die Türschwelle kann je nach Belastungssituation unterschiedlich ausgebildet werden. Dabei können Schwellenprofile eben ohne Absatz oder als Halbrundschwelle meist nur bei Einbausituationen ohne Schlagregenbelastung eingesetzt werden. Sobald eine direkte Bewitterung stattfindet, sind Schwellen mit Absätzen oder Sonderlösungen erforderlich. Bis 2 cm Höhendifferenz ist die Schwelle auch bei Anforderungen an die Barrierefreiheit einsetzbar.
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19.04.2007 Was sind Seitenteile? |
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Neben der Tür angebrachte Felder, welche mit Glas, Paneelen und ggf. weiteren Bauteilen wie öffenbare Fensterflügel, Klingelschilder usw. ausgestattet sind.
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19.04.2007 Aus welchen Komponenten kann sich der Aufbau des Außentürelements zusammensetzen? |
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Der Aufbau des Außentürelements kann sich neben dem beweglichen Türflügel aus weiteren Komponenten wie Seitenteilen und Oberlichtern zusammensetzen. Folgende Darstellung (Bild) zeigt die verschiedenen Ansichten.
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19.04.2007 In welche Richtung muss sich eine Tür in öffentlichen Gebäuden öffnen lassen und worauf hat die Öffnungsrichtung Auswirkungen? |
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Bei öffentlichen Gebäuden muss die Fluchtrichtung beachtet werden, damit ist in der Regel eine nach außen öffnende Tür verbunden. Die Öffnungsrichtung hat Auswirkungen auf die Anordnung von Dichtebenen im Profilsystem, evtl. erforderliche Zusatzprofile usw.
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19.04.2007 Welche Grundtypen von Außentüren gibt es? |
Außentüren können nach ihrer Ansicht unterschieden werden. Hierbei existieren zwei wesentliche Grundtypen (siehe Bild):
- Rahmentüren (Rahmen + Türfüllung)
- flächig ausgebildete Außentüren (eine Ebene mit eventuell kleineren Lichtausschnitten)
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19.04.2007 Welche Konstruktionsarten kommen für Holz-Metallfenster in Frage? |
Die Metallprofile verhindern die direkte Bewitterung des Holzes. Sie sind zu hinterlüften und dürfen den Feuchteausgleich des Holzes nicht beeinträchtigen. Als grundsätzliche Konstruktionsarten kommen die im beigefügten Bild schematisch dargestellten Aufbauten in Frage. Weitere Informationen zu Holz-Metall-Fenstern sind dem VFF-Merkblatt HM01 zu entnehmen.
Die VFF-Merkblätter/ -Richtlinien werden herausgegeben vom
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) Walter-Kolb-Str. 1 –7 60594 Frankfurt Tel.: (0 69) 95 50 54-0 Fax: (0 69) 95 50 54-11 E-Mail: vff@window.de Homepage: www.window.de
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19.04.2007 Wie hat die Herstellung von Eck-, Stoß- und Winkelverbindungen bei Metallprofilen zu erfolgen? |
Die Herstellung von Eck-, Stoß- und Winkelverbindungen durch Schweißen oder mechanische Verbindungen hat nach den anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen. Eckstöße sind so zu runden, dass bei der Farbbeschichtung eine ausreichende Haftung ermöglicht wird. Schnittkanten sind zur Vermeidung von Verletzungen zu entgraten. Geschweißte Verbindungen sind nach DIN 18360 (VOB/C) auszuführen. Stöße zwischen Metallteilen sind grundsätzlich so auszuführen, dass sie eine für den Verwendungszweck ausreichende Steifigkeit sowie eine ausreichende Luft- und Schlagregendichtheit aufweisen. Bei farbigen Aluminiumprofilen sind die Profilkopplungen grundsätzlich als Dehnungskopplungen auszuführen.
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19.04.2007 Nach welcher Norm erfolgt die anodische Oxidation (Eloxierung) der Aluminiumteile? |
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Die anodische Oxidation (Eloxierung) der Aluminiumteile erfolgt nach DIN 17611, DIN EN 12373-1 bzw. den QUALANOD-Richtlinien. Die Schichtdicke ist entsprechend den voraussichtlichen Korrosionsbeanspruchungen festzulegen, muss aber mindestens 20 µm betragen. Bei gefärbten Oberflächen werden mögliche Farbtoleranzen über vom Auftragnehmer vorzulegende Grenzmuster festgelegt. Zusätzliche Hinweise sind dem Merkblatt Al.03 "Visuelle Beurteilung von anodisch oxidierten (eloxierten) Oberflächen aus Aluminium" zu entnehmen.
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19.04.2007 Nach welcher Norm muss die Vorbehandlung der Aluminiumprofile erfolgen? |
Die Vorbehandlung der Profile muss nach DIN 17611 erfolgen. Die Art der Oberflächenvorbehandlung ist festzulegen (z. B. matt-gebeizt E06). Die anodische Oxidation (Eloxierung) der Aluminiumteile erfolgt nach DIN 17611, DIN EN 12373-1 bzw. den QUALANOD-Richtlinien. Die Schichtdicke ist entsprechend den voraussichtlichen Korrosionsbeanspruchungen festzulegen, muss aber mindestens 20 µm betragen. Bei gefärbten Oberflächen werden mögliche Farbtoleranzen über vom Auftragnehmer vorzulegende Grenzmuster festgelegt. Zusätzliche Hinweise sind dem Merkblatt Al.03 "Visuelle Beurteilung von anodisch oxidierten (eloxierten) Oberflächen aus Aluminium" zu entnehmen. Die organische Beschichtung (Lackierung) ist nach den gültigen Güte- und Prüfbestimmungen der Gütegemeinschaft "Stückbeschichtung von Bauteilen aus Aluminium" (GSB-Gütesicherung), bzw. den QUALICOAT-Vorschriften auszuführen.
Die mit Flüssig- oder Pulverlacken zu be-schichtenden Teile erhalten zunächst eine chemische Oberflächenbehandlung, die mit einer Chromatierung nach DIN 50939 oder eine Voranodisation im GS-Verfahren abgeschlossen wird. Die anschließende Beschichtung erfolgt mit Lacksystemen, die über eine GSB-Zulassung verfügen. Vorgesehen ist ein RAL-Farbton. Weitere Hinweise sind den VFF-Merkblättern Al.01 "Filiform-Korrosion – Vermeidung bei beschichteten Bauteilen" und Al.02 "Visuelle Beurteilung von organisch beschichteten (lackierten) Oberflächen auf Aluminium" zu entnehmen.
Wenn der Auftragnehmer für den vorübergehenden Oberflächenschutz Schutzlack oder selbstklebende Folien einsetzen will, müssen diese mit den angrenzenden Stoffen verträglich sein. Weiter muss sichergestellt sein, dass sich das eingesetzte Material rückstandlos entfernen lässt.
Die VFF-Merkblätter/ -Richtlinien werden herausgegeben vom
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) Walter-Kolb-Str. 1 –7 60594 Frankfurt Tel.: (0 69) 95 50 54-0 Fax: (0 69) 95 50 54-11 E-Mail: vff@window.de Homepage: www.window.de
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19.04.2007 Wo tritt die Filiform–Korrosion auf, was kann dagegen getan werden? |
Die Filiformkorrosionsgefährdung nimmt mit zunehmender Entfernung von der Küste ab. Nach einer niederländischen Umweltstudie ist der Küstenbereich bis ca. 30 km landeinwärts sehr gefährdet, insbesondere in Verbindung mit aggressivem Industrieklima. Der gefährdete Bereich kann je nach Standort größer sein.
Die mit Flüssig- oder Pulverlacken zu beschichtenden Teile erhalten zunächst eine chemische Oberflächenbehandlung, die mit einer Chromatierung nach DIN 50939 oder eine Voranodisation im GS-Verfahren abgeschlossen wird. Die anschließende Beschichtung erfolgt mit Lacksystemen, die über eine GSB-Zulassung verfügen. Vorgesehen ist ein RAL-Farbton.
Weitere Hinweise sind den VFF-Merkblättern Al.01 "Filiform-Korrosion – Vermeidung bei beschichteten Bauteilen" und Al.02 "Visuelle Beurteilung von organisch beschichteten (lackierten) Oberflächen auf Aluminium" zu entnehmen.
Die VFF-Merkblätter/ -Richtlinien werden herausgegeben vom
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) Walter-Kolb-Str. 1 –7 60594 Frankfurt Tel.: (0 69) 95 50 54-0 Fax: (0 69) 95 50 54-11 E-Mail: vff@window.de Homepage: www.window.de
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19.04.2007 Auf welche Weise erfolgt die Oberflächenbehandlung von Aluminiumelementen? |
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Bei der anodischen Oxidation wird das Aluminium durch eine künstlich erzeugte Oxidschicht geschützt und behält seinen metallischen Oberflächencharakter. Mit der Beschichtung durch organische Lacke können praktisch alle Farbtöne erzeugt werden.
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19.04.2007 Auf welche Weise ist die Entwässerung bei Kunststofffenstern gewährleistet? |
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Anfallendes Wasser muss unmittelbar und kontrolliert abgeführt werden. Entsprechend der Systembeschreibung sind im Blendrahmen Ablauföffnungen zur Witterungsseite anzubringen. Diese Öffnungen können - sofern es in der Systemprüfung nachgewiesen wurde - sowohl verdeckt an der Profilunterseite zur Fensterbank, oder sichtbar in der Profilansichtsfläche angebracht sein.
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19.04.2007 Was ist bei der Ausführung von T-Verbindungen bei Kunststofffenstern zu beachten? |
Für die Anbindung von Pfosten- und Riegelprofilen können mechanische Verbindungen oder geschweißte Verbindungen eingesetzt werden. Für mechanische Rahmenverbindungen ist die Eignung nach der ift-Richtlinie „Prüfung von mechanischen und stumpf geschweißten T-Verbindungen bei Kunststofffenstern" nachzuweisen.
Die Rahmenverbindungen müssen eine ausreichende Festigkeit, Steifigkeit und Dichtheit aufweisen. Die Festigkeit der Rahmenverbindungen muss den in der Ausschreibung gestellten Anforderungen entsprechen. Für geschweißte Rahmenverbindungen gelten die Anforderungen an die Schweißeignung gemäß RAL-GZ 716/1 Abschnitt I. Sie müssen 80 % der für das jeweilige Profil geforderten Mindestbruchkraft erzielen.
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19.04.2007 Was ist bei der Ausschreibung der Oberflächenausführung von Kunststoffprofilen zu beachten? |
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Farbige Profile müssen je nach Ausführung der RAL-GZ 716/1 Abschnitt I Teil 2, 3, 5 oder 7 entsprechen. Für eine Beschichtung mit Lacken muss die Verträglichkeit zum Kunststoffprofil gegeben sein. Ein bewährter Einsatz des Produktes in der Praxis ist nachzuweisen (³ 5 Jahre). Lacke, Beschichtungen und Profile müssen DIN 16830–3 und –4 entsprechen, die Lackierung muss werkseitig vorgenommen werden.
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19.04.2007 Welche Profile kommen bei der Ausführung von Kunststofffenstern in Frage und was ist bei der Herstellung zu beachten? |
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Für die Ausführung kommen in der Regel Profile aus PVC-U in Frage. Diese Profile, oder auch andere Werkstoffe wie z. B. PVC mit PMMA-koextrudiert oder PU müssen den jeweiligen Anforderungen der Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 716/1 Abschnitt I der Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofile, 53115 Bonn entsprechen. Die Herstellung der Profile muss durch eine werkseigene Produktionskontrolle und einer Fremdüberwachung durch eine akkreditierte Prüfstelle überwacht sein.
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19.04.2007 Wie sind die Fensterbänke raumseitig auszubilden? |
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Auch im Bereich der Innenfensterbänke muss die Luftdichtheit des Fensteranschlusses sichergestellt sein. Die Innenfensterbänke sind druckfest auf der Brüstung anzubringen.
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19.04.2007 Wie sind die Fensterbänke außen auszubilden? |
Die Fensterbänke sind so auszubilden, dass Niederschlagswasser definiert nach außen abgeleitet werden kann. Die Ableitung hat so zu erfolgen, dass eine Verschmutzung der Fassade weitgehend vermieden wird. Dazu ist ein Gefälle von ≥ 5 % und ein Fassadenüberstand von ≥ 30 mm vorzusehen. Fensterbänke aus Metall müssen mit rostfreien Befestigungsmitteln am Blendrahmen befestigt werden. Der Fensterbankanschluss muss gegenüber der äußeren Fensterebene um ca. 10 mm zurückspringen. Zwischen Fensterbankaufkantung und Blendrahmen ist ein Dichtsystem vorzusehen, die Schraublöcher sind abzudichten.
Für die thermisch bedingten Längenänderungen sind ausreichende Dehnmöglichkeiten vorzusehen, es muss zusätzlich mindestens alle 3000 mm ein Dehnstoß vorgesehen werden. Stoßunterlappungen sind so auszuführen, dass im Stoßbereich eingedrungenes Wasser nach außen abgeleitet wird und Geräusche weitgehend vermieden werden.
Eine weitere sinnvolle Zusatzausstattung kann die Entdröhnung der Fensterbank sein. Bei einer Ausladung von mehr als 150 mm sind im vorderen Abkantungsbereich zusätzliche Befestigungen direkt zum Baukörper vorzusehen. Fensterbänke aus Metall sind seitlich aufzukanten oder mit Endstücken zu versehen. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Längenänderung sind die Fensterbänke in diesem Bereich zum Baukörper fachgerecht abzudichten.
Bei einer mehrschaligen Baukörperausbildung und bei Undichtheiten des Fensterbanksystems ist unterhalb der Fensterbänke eine Dichtungsbahn anzuordnen. Sie ist zusammen mit der Fensterbank am Fenster dicht zu befestigen, seitlich wannenförmig auszubilden und dicht an die Leibungen anzubinden. Eine Hinterwanderung durch Niederschlagswasser ist dauerhaft zu vermeiden.
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19.04.2007 Wie muss die Anschlussausbildung raumseitig ausgeführt sein? |
Die Anschlussfuge muss gemäß EnEV, DIN 4108-7 und DIN 4109 ausreichend luftdicht ausgeführt sein. Dazu ist die raumseitige Dichtebene umlaufend mit bewegungsfähigen Dichtsystemen auszuführen. Es kommen Dichtstoffe, Folien, Butylbänder sowie gemäß ift-Richtlinie MO-01/1 nachgewiesene Systeme in Frage. Für den Einsatz der Materialien gelten die Ausführungen wie unter zu vorherigem Punkt "Anschlussausbildung - Äußere Fugenabdichtung" beschrieben.
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19.04.2007 Wie muss die Anschlussfuge außen ausgebildet sein? |
Die Anschlussfuge muss außen so ausgebildet werden, dass das undefinierte Eindringen von Schlagregen vermieden wird. Weiterhin muss ein Feuchteausgleich des Anschlussbereiches nach außen ermöglicht werden. Dieser Ausgleich wird sichergestellt, wenn die außenseitig eingesetzten Materialien einen niedrigen Diffusionswiderstand aufweisen oder wenn außenseitig witterungsgeschützt angeordnete Druckausgleichsöffnungen vorgesehen werden.
Die zu erwartenden Bewegungen der Fuge müssen von dem Dichtsystem langfristig ausgeglichen werden können. Die gewählten Dicht- und Dämmmaterialien müssen untereinander, sowie mit den angrenzenden Werkstoffen verträglich sein. Das Mauerwerk muss zur Fenstermontage vorgerichtet sein bzgl. Maßtoleranzen, Ebenheit und Oberflächenbe-schaffenheit für Dichtsysteme (... Planungsaufgabe). Die Tabelle zeigt verschiedene Dichtsysteme mit den dazugehörigen Materialien.
Bei der Abdichtung von Anschlussfugen mit elastischen Dichtstoffen sind die Vor-gaben der DIN 18540 sinngemäß anzuwenden. Das gilt für die konstruktive Fugenausbildung sowie für die zulässige Gesamtverformung des Dichtstoffs. Eine Zweiflankenhaftung ist durch den Einsatz von geschlossenzelligem, nicht wassersaugendem Hinterfüllmaterial sicherzustellen. Weitere Hinweise sind im IVD-Merkblatt Nr. 9 „Dichtstoffe in der Anschlussfuge für Fenster und Außentüren - Grundlagen für Planung und Ausführung" enthalten. Die erforderlichen Materialeigenschaften müssen nachgewiesen sein.
Beim Einsatz von imprägnierten Dichtbändern aus Schaumkunststoff sind die Herstellerangaben zu beachten. Es dürfen nur nach DIN 18542 geprüfte und klassifizierte Systeme eingesetzt werden. Direkt be- witterte Fugen dürfen nur mit Dichtungsbändern der Beanspruchungsgruppe 1 (BG 1) ausgeführt werden. Dichtungsbänder der BG 2 dürfen nur geschützt vor direkter Bewitterung eingesetzt werden. Für beide Abdichtungsmöglichkeiten müssen die Fugenflanken ausreichend parallel und eben sein. Sofern vom Hersteller keine anderen Vorgaben formuliert wurden, gilt beim Einsatz von Bauabdichtungsbahnen DIN 18195. Zur Sicherstellung einer dauerhaften Funktion sind Bauabdichtungsbahnen zusätzlich mechanisch zu sichern. Die bauphysikalischen Grundlagen für die Anwendung von diffusionsoffenen und dampfdichten Bauabdichtungsbahnen sind zu beachten.
Wenn aus bauphysikalischen Gründen außenseitig Öffnungen angebracht werden müssen, sind diese in schlagregengeschützten Bereichen anzubringen, ein Hinterlaufen der Dichtebene muss ebenfalls ausgeschlossen werden. Werden Dichtbänder wie Butylfolien und dergleichen zur Abdichtung eingesetzt, müssen die eingesetzten Klebstoffe eine ausreichende Haftung besitzen. Für andere Dichtsysteme wie z. B. Putzanschlussprofile muss die Eignung gemäß ift-Richtlinie MO-01/1 „Baukörperanschluss von Fenstern; Teil 1 Verfahren zur Ermittlung der Gebrauchstauglichkeit von Abdichtungssystemen“ nachgewiesen werden.
Bei der Anwendungen von Anputzleisten muss das gewählte System für die Belastungen und den vorhandenen Fenster- und Wandtyp geeignet sein. Dazu sind die Herstellervorgaben sowie Nachweise wie z.B. gemäß ift-Richtlinie MO-01/1 „Baukörperanschluss von Fenstern; Teil 1 Verfahren zur Ermittlung der Gebrauchstauglichkeit von Abdichtungssystemen“ zu beachten.
Die IVD-Merkblätter werden herausgegeben vom
Industrieverband Dichtstoffe e.V. (IVD) Emmastraße 24 D-40227 Düsseldorf Tel.: 49 (02 11) 90 48 70 Fax: 49 (02 11) 9 04 86-35 Internet: www.ivd-ev.de E-mail: Dichtstoffe@t-online.de
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19.04.2007 Worauf hat der Baukörper (Art der umgebenden Wand) Auswirkungen? |
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Neben den Bewegungen des Fensters (thermische Längenänderungen, Belastung bei Bedienung usw.) haben die am Baukörper zu erwartenden Bewegungen Auswirkungen auf die Wahl des Befestigungssystems, des Abdichtungssystems und der vorzusehenden Fugenbreiten.
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19.04.2007 Was ist bei der Befestigung unbedingt zu befolgen? |
Die Befestigung muss die planmäßig auf das Fenster einwirkenden Kräfte mit der erforderlichen Sicherheit und unter Berücksichtigung der im Anschlussbereich zu erwartenden Bewegungen einwandfrei auf den Baukörper übertragen. Dabei müssen die Bewegungen der Fenster und die des Baukörpers aufgenommen werden, um eine Belastung der Fenster zu vermeiden.
Es dürfen nur mechanische Befestigungselemente verwendet werden. Der Abstand der Befestigungselemente darf 800 mm (Bei Kunststoffelementen 700 mm) nicht überschreiten. Von Eck- und sonstigen Rahmenverbindungen darf ein Abstand von 100 mm aus der Innenecke nicht unterschritten werden. Beim Einsatz von Dübeln sind die vom Dübelhersteller vorgeschrieben Maße und Bohrabstände einzuhalten. Die Befestigung von Montagezargen hat sinngemäß zu erfolgen. Das Bild zeigt verschiedene Arten von Befestigungselementen.
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19.04.2007 Wozu dienen Montagezargen und wie sind diese einzubauen? |
Montagezargen sind Hilfskonstruktionen, welche den Bauablauf und die Anschlussausbildung entflechten und eine einfache Demontage der Fenster ermöglichen sollen. Sie dienen zur Befestigung und Lastabtragung des Fensters und als Anschlag / Lehre für die Arbeiten im Leibungsbereich (Putz, Wärmedämm-Verbundsysteme, ...). Deshalb sind die Zargen flucht-, lot- und maßgerecht einzubauen. Die Zargen sind so auszubilden, dass die Anforderungen an die dichte Ausführung der Anschlussfugen und der Fugen zum Blendrahmen umzusetzen sind. Die Zargenkonstruktion darf die thermische Trennung nicht unzulässig einschränken.
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19.04.2007 Wie ist der Baukörperanschluss des Fensters auszuführen, so dass eine ausreichende Sicherheit bezüglich der Gefahr der Schimmelpilzbildung gegeben ist? |
Die Position des Fensters in der Wand und die Gestaltung des Anschlussbereiches sind so auszuführen, dass eine ausreichende Sicherheit bezüglich der Gefahr der Schimmelpilzbildung gegeben ist (... Planungsaufgabe). In Beiblatt 2 der DIN 4108 sind einige Anschlusssituationen mit ausreichender Sicherheit bezüglich der Gefahr der Schimmelpilzbildung dargestellt. Alternativ kann der Nachweis auch unter Verwendung von Wärmebrückenkatalogen geführt werden. Wird der Baukörperanschluss davon abweichend ausgeführt, ist die Schimmelpilzfreiheit bei der Anschlussplanung mit einer Isothermenberechnung und dem daraus abgeleiteten Temperaturfaktor fRsi (> 0,7) nachzuweisen. Wenn dies durch die ausführende Fenster(/Montage)firma durchgeführt werden soll, handelt es sich um eine zusätzliche Leistung.
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19.04.2007 Wer ist für die Inspektion und Wartung von Holzfensterkonstruktionen zuständig? |
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Inspektion und Wartung ist i.d.R. nicht Bestandteil der vertraglichen Leistungen des Fenster- und Fassadenherstellers. Die Landesbauordnungen verpflichten den Ersteller und/oder Betreiber jedoch zur ordnungsgemäßen Instandhaltung. Bei Holzfensterkonstruktionen ist eine regelmäßige Kontrolle, Wartung und Instandhaltung erforderlich, um die langfristige Gebrauchstauglichkeit und den Werterhalt sicherzustellen. Dies kann im Rahmen eines auf das Objekt abgestimmten Wartungsvertrags organisiert werden.
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19.04.2007 Mittels welcher Hilfsmittel kann der Farbton der Oberflächenbeschichtung beschrieben werden? |
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Der gewünschte Farbton der Oberflächenbeschichtungen kann mittels RAL-Farbtönen, Farbmusterkarten etc. beschrieben werden.
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19.04.2007 Was ist bezüglich des vorbeugenden chemischen Holzschutzes (DIN 68800-3) zu beachten? |
Nach EN 460 ist bei den Resistenzklassen 1, 2 und 3 nach EN 350-2 kein vorbeugender chemischer Holzschutz erforderlich. Für die Klassen 4 und 5 (z. B. Fichte, Kiefer-Splint, Hemlock) kann die Notwendigkeit eines vorbeugenden chemischen Holzschutzes gem. EN 460 oder Merkblatt HO.06 bewertet werden. Auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz kann durch eine entsprechende Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer gemäß DIN 68800-3 Abs. 11.1 verzichtet werden.
Das für den vorbeugenden chemische Holzschutz eingesetzte Mittel muss ein geeignetes, auf den Verwendungszweck bezogenes, gültiges Prüfzeugnis besitzen; entweder das RAL-Gütezeichen Holzschutz, oder eine DIBt-Zulassung. Die Holzschutzbehandlung hat, soweit es die Größe der Fensterelemente zulässt, im Tauch- oder Flutverfahren zu erfolgen. Das gilt auch für Leisten. Bei größeren Teilen ist das Beschichtungsverfahren einzusetzen.
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19.04.2007 Was ist bei transparenten Beschichtungen von Holz im Außenbereich zu beachten? |
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Bei deckenden, hoch pigmentierten Oberflächenbeschichtungen sind Wuchsmerkmale des Holzes praktisch nicht mehr sichtbar. Damit verbunden ist eine gute Schutzwirkung der Beschichtung gegen Sonnenstrahlung (UV-Strahlung). Bei Beschichtungsfilmen mit mehr Transparenz ist die Holzoberfläche erkennbar. Eine gewisse Pigmentierung ist dabei aus Gründen des Schutzes der Holzoberfläche von Strahlung erforderlich, damit ist von vollständig transparenten Beschichtungen im Außenbereich abzuraten.
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19.04.2007 Was ist bei der Oberflächenbehandlung von Holz grundsätzlich zu beachten? |
Die Oberflächenbehandlung der Holzteile richtet sich nach der verwendeten Holzart, dem gewählten Beschichtungssystem und der zu erwartenden Beanspruchung der Oberfläche. Es sind die Verarbeitungsvorschriften der Beschichtungsmittelhersteller anzuwenden. Sind keine Trockenschichtdicken vorgegeben, sind nach dem deutschen Regelwerk folgende Mindesttrockenschichtdicken erforderlich:
- ≥ 30 µm auf nicht zugänglichen Flächen (Glasfalz) und an grundierten Fenstern *
- ≥ 50 µm im Baukörperanschlussbereich
- ≥ 80 µm bei lasierender Beschichtung
- ≥ 100 µm bei deckender Beschichtung.*
Gilt auch für alle Flächen unter Metallprofilen und Blechen, die konstruktionsbedingt nicht als wasserführende Ebene ausgeführt sind. Auf allen anderen Flächen ist die volle Schichtdicke der Endbehandlung erforderlich.
Die Auswahl des Beschichtungssystems muss nach der ift-Tabelle "Anstrichgruppen für Fenster und Außentüren" in Verbindung mit Merkblatt HO.03 „Anforderungen an Beschichtungssysteme von Holzfenstern und -Haustüren“ und HO.01 „Klassifizierung von Beschichtungen für Holzfenster und –Haustüren“ erfolgen. Eine manuelle Beschichtung muss in Anlehnung an das BFS-Merkblatt Nr. 18 "Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich" und nach den Vorgaben der technischen Merkblätter der Beschichtungsmittelhersteller ausgeführt werden. Erfolgt die Auslieferung der Fenster im Sonderfall nur grundiert, dann müssen alle Holzteile vor ihrem Einbau zwischen- und endbeschichtet werden. Dazu sind Hinweise aus der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.Die Schichtdicke der fertigen Beschichtung muss den Vorgaben der Beschichtungs- mittelhersteller entsprechen. Sie ist auf Anforderung nachzuweisen.
Nach EN 460 ist bei den Resistenzklassen 1, 2 und 3 nach EN 350-2 kein vorbeugender chemischer Holzschutz erforderlich. Für die Klassen 4 und 5 (z. B. Fichte, Kiefer-Splint, Hemlock) kann die Notwendigkeit eines vorbeugenden chemischen Holzschutzes gem. EN 460 oder Merkblatt HO.06 bewertet werden. Auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz kann durch eine entsprechende Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer gemäß DIN 68800-3 Abs. 11.1 verzichtet werden. Das für den vorbeugenden chemische Holzschutz eingesetzte Mittel muss ein geeignetes, auf den Verwendungszweck bezogenes, gültiges Prüfzeugnis besitzen; entweder das RAL-Gütezeichen Holzschutz, oder eine DIBt-Zulassung. Die Holzschutzbehandlung hat, soweit es die Größe der Fenster- elemente zulässt, im Tauch- oder Flutverfahren zu erfolgen. Das gilt auch für Leisten. Bei größeren Teilen ist das Beschichtungsverfahren einzusetzen.
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19.04.2007 Welche Sortierklassen kommen für Holzfenster in Frage und was ist bei der Auswahl und Festlegung dieser zu beachten? |
Für Holzfenster kommen prinzipiell die angegebenen Sortierklassen nach EN 942 in Frage. Üblicherweise wird die Klasse J10 verwendet. Bei der Klasse J2 ist nach Norm keine Ausführung als schichtverleimte (lamellierte) Kantel vorgesehen. Die Klasse J2 ist daher im Regelfall für die einzelne (Deck-)Lamelle anzuwenden. Bei der Auswahl und Festlegung der Sortierklasse ist zusätzlich das VFF-Merkblatt HO.02 „Auswahl der Holzqualität für Holzfenster und –Haustüren“ zu beachten. Bei der Verwendung von schichtverleimten Kanteln ist die Tabelle 2 der deutsch-österreichisch-schweizerischen Richtlinie "Massive, keilgezinkte und lamellierte Profile für Holzfenster" zugrunde zu legen.
Die prinzipielle Eignung der zur Anwendung kommenden lamellierten und keilgezinkten Profile ist durch eine Eignungsprüfung nachzuweisen. Die gleichmäßige Qualität ist durch eine kontinuierliche Eigen- und Fremdüberwachung (z. B. ift-Produktzertifizierung) sicherzustellen. Längenverbindungen der Mittellamellen mittels Keilzinken sind die Regel. Bei lasierten Oberflächen ist eine entsprechende Vereinbarung für die sichtbaren Decklagen zu treffen.
Die VFF-Merkblätter/ -Richtlinien werden herausgegeben vom
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) Walter-Kolb-Str. 1 –7 60594 Frankfurt Tel.: (0 69) 95 50 54-0 Fax: (0 69) 95 50 54-11 E-Mail: vff@window.de Homepage: www.window.de
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19.04.2007 Welcher Nachweis kann zur Herkunft des Holzes gefordert sein? |
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Zur Herkunft des Holzes kann ein Nachweis nachhaltiger Forstwirtschaft / Nachhaltigkeitszertifikat wie FSC, PEFC oder gleichwertig gefordert sein.
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19.04.2007 Was sollte bei der Planung und Ausschreibung von sprengwirkungshemmenden Elementen beachtet werden? |
Bei Forderung eines sprengwirkungshemmenden Leistungsmerkmals sollte Rücksprache mit den jeweiligen Herstellern gehalten werden, da diese Anforderungen erhöhten Einfluss auf alle eingesetzten Materialien und die damit verbundenen Eigenschaften nehmen. Nachfolgende Erklärungen sollen einen Einblick in die Klassifizierung geben und ersetzen nicht den Informationsaustausch mit den Herstellern.
Stoßrohr
Die Klassifizierung der Explosionsdruckhemmung (EPR) erfolgt gemäß DIN EN 13123-1. Die dabei verwendeten Prüfverfahren werden in DIN EN 13124-1 beschrieben. Diese Europäische Norm befasst sich mit einem Prüfverfahren gegen mit einem Stoßrohr erzeugte Druckwellen, mit denen eine Detonation in der Größenordnung von 100kg bis 2500 kg TNT in Abständen von 35 m bis 50 m nachgeahmt wird. Diese Europäische Norm kann für eine Druckwelle angewendet werden, die in einem Stoßrohr erzeugt wird, um die Auswirkungen einer Sprengladung auf Fenster, Türen und Abschlüsse, einschließlich deren Rahmen und Füllungen, nachzuahmen. Die Fenster, Türen und Abschlüsse können im Innenbereich und Außenbereich von Gebäuden eingebaut werden. Diese Europäische Norm gibt keinen Aufschluss über die Sprengwirkungshemmung der umgebenden Wand oder Gebäudekonstruktion.
Freilandversuch
Die Klassen EXR1 – EXR5 werden nach DIN EN 13123-2 klassifiziert. DIN EN 13124-2 beschreibt die dabei verwendeten Prüfverfahren. Die Klassen werden in aufsteigender Reihenfolge nach der spreng-wirkungshemmenden Beständigkeit angegeben. Um eine Klasse der Sprengwirkungshemmung zu erreichen, muss der Prüfkörper einer Druckwelle ausgesetzt werden, die durch die Detonation einer bestimmten Sprengladung in einem bestimmten Abstand erzeugt wird. Weiterhin darf der Prüfkörper keine Beschädigungen gemäß DIN EN 13124-2 aufweisen. Erreichen ein Fenster, eine Tür oder ein Abschluss eine bestimmte Klasse, so erreichen sie automatisch alle niedrigeren Klassen.
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19.04.2007 Was sollte bei der Planung und Ausschreibung von durchschusshemmenden Elementen beachtet werden? |
Bei Forderung eines durchschusshemmenden Leistungsmerkmals sollte Rücksprache mit den jeweiligen Herstellern gehalten werden, da diese Anforderungen erhöhten Einfluss auf alle eingesetzten Materialien und die damit verbundenen Eigenschaften nehmen. Nachfolgende Erklärungen sollen einen Einblick in die Klassifizierung geben und ersetzen nicht den Informationsaustausch mit den Herstellern:
Verglasungen mit beschusshemmenden Eigenschaften müssen einer Widerstandsklasse nach DIN EN 1063 entsprechen und in Übereinstimmung mit DIN EN 1522 (siehe Tabellen) sein. Die Widerstandsklassen FB 1 bis FB 7 sind nach steigender Durchschusshemmung aufgeführt. Die Klasse FB 1 bietet die niedrigste Durchschusshemmung, die Klasse FB 7 die höchste Durchschusshemmung; FB 4 beinhaltet z.B. die Klassen FB 3, 2 und 1. Ein Prüfkörper, der die Bedingungen der Klasse FB 1 nicht erfüllt, kann nicht als durchschusshemmend bezeichnet werden.
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19.04.2007 Was ist mit Differenzklimaverhalten (ENV 13420) gemeint? |
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Nach ENV 13420 ist an Fenstern mit Rahmen, die aus einer Kombination von Werkstoffen gefertigt wurden, eine Klimaprüfung durchzuführen. Die Klimabeständigkeit ist, falls notwendig, z. B. wegen spezieller Konstruktionsmerkmale zu prüfen. Es können abweichende Klimabedingungen vereinbart werden.
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19.04.2007 Nach welcher Norm wird die mechanische Festigkeit von Fenstern klassifiziert? Aus welchen Einzelkomponenten setzt sie sich zusammen? |
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Die mechanische Festigkeit wird aus der Vertikallast (Prüfung nach DIN EN 14608) und der statischen Verwindung (Prüfung nach DIN EN 14609) gebildet. Die Klassifizierung erfolgt nach DIN EN 13115.
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19.04.2007 Nach welchen Normen werden die Kräfte zur Bedienung von Fenstern ermittelt und klassifiziert? |
Mit DIN EN 12046-1 werden die Kräfte zur Bedienung ermittelt und nach DIN EN 13115 klassifiziert (Tabelle 3). Dies gilt nur bei handbetätigten Fenstern.
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19.04.2007 Welchen Anforderungen müssen Sicherheitsvorrichtungen standhalten und nach welchen Normen wird dieses geprüft? |
Sicherheitsvorrichtungen (z. B. Befestigungsvorrichtungen und Fangscheren, Feststeller und Befestigungsvorrichtungen für Reinigungszwecke) müssen, wenn sie in Übereinstimmung mit der vom Hersteller veröffentlichten Bedienungsanleitung vorhanden und in Betrieb sind, das Türblatt oder den Fensterflügel 60s in der ungünstigsten Position (d. h. Lage, Richtung) bei einer Last von 350 N halten können. Diese Schwellenfestigkeit muss durch Prüfungen nach EN 14609 oder EN 948 (Referenzverhalten) oder durch Berechnung nachgewiesen werden.
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19.04.2007 Nach welcher Norm ist die Stoßfestigkeit von Fenstern zu prüfen? |
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Die Stoßfestigkeit von Fenstern ist nach DIN EN 13049 zu prüfen; dies dient zum Nachweis der Belastbarkeit bei Dagegenstoßen von weichen und schweren Körpern.
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19.04.2007 Welche Werkstoffe des Produktes muss der Hersteller angeben? |
Soweit es der Stand der Technik ermöglicht, muss der Hersteller die Werkstoffe des Produktes angeben, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung Emissionen oder Migrationen unterliegen und bei denen eine Emission oder Migration in die Umgebung eine mögliche Gefahr für Hygiene, Gesundheit oder Umwelt darstellt. Der Hersteller muss in Übereinstimmung mit den rechtlichen Anforderungen des vorgesehenen Bestimmungslandes eine entsprechende Angabe der Bestandteile vorbereiten und abgeben.
Zusätzlich zu den in DIN EN 14351-1 enthaltenen Abschnitten, die sich auf gefährliche Substanzen beziehen, können auf die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallenden Produkte weitere Anforderungen (z. B. umgesetzte europäische Gesetze und nationale Gesetze, Bestimmungen und Verwaltungsvorschriften) anwendbar sein. Um die Festlegungen der EU-Bauproduktenrichtlinie zu erfüllen, müssen, sofern anwendbar, auch diese Anforderungen eingehalten werden.
weitere Informationen unter: www.ec.europa.eu oder der jeweiligen obersten Landesbaubehörde.
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19.04.2007 Was gilt bei der Konstruktion von einbruchhemmenden Fenstern und wann wird es als einbruchhemmend bezeichnet? |
Grundsätzlich gilt bei der Konstruktion von einbruchhemmenden Fenstern, dass die gesamte Sicherheitskette geschlossen sein muss. Das heißt, vom Wandanschluss über Material und Falzausbildung, einer geeigneten Beschlagauswahl und -befestigung bis zu der eingesetzten Verglasung muss jedes Detail auf die Forderungen der Einbruchhemmung abgestimmt werden.
Als einbruchhemmend wird ein Fenster bezeichnet, wenn dem Täter beim Einbruchversuch für eine bestimmte Dauer ein mechanischer Widerstand entgegensetzt wird. Um die unterschiedlichen Tätertypen vom Gelegenheitsdieb bis hin zu erfahrenen Einbrechern zu berücksichtigen, unterscheidet man in der DIN V ENV 1627 in sechs unterschiedliche Widerstandsklassen (siehe Tabelle). Für den privaten Wohnungsbau reichen Fensterelemente aus den Widerstandsklassen 1 bis 3 im Regelfall aus. Die weiteren Klassen werden im Objektbereich mit hohem Personenschutz oder hohem Sicherheitsrisiko wie z.B. in den Landeszentralbanken angewandt.
Geprüfte und zertifizierte Qualität als Entscheidungshilfe für den Verbraucher
Die Herstellung von einbruchhemmenden Fenstern erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und Verarbeitungsgenauigkeit aller am Fertigungsprozess beteiligten Personen. Um den Sicherheitsstandard von einbruchhemmenden Fenstern, Türen, Rollläden und sonstigen Abschlüssen einzuordnen und vergleichen zu können, müssen diese Produkte geprüft und zertifiziert sein. In einer Bauteilprüfung nach DIN V ENV 1627 können einbruchhemmende Elemente in 6 unterschiedliche Widerstandsklassen eingestuft werden. Der Endverbraucher kann somit, je nach seinen Anforderungen, vertrauensvoll auf Produkte zurückgreifen, die je nach Widerstandsklasse eine definierte Zeit statischen, dynamischen und manuellen Einbruchversuchen standhalten.
Mit einer Zertifizierung dieser Produkte wird sicher gestellt, dass die in der Laborprüfung nachgewiesenen einbruchhemmenden Eigenschaften auch in der Produktion umgesetzt und auf Dauer eingehalten werden. Prüfung und Zertifizierung schaffen somit die Vertrauensbasis bei der Auswahl von einbruchhemmenden Bauteilen.
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19.04.2007 Nach welchen Normen wird die Dauerfunktion des Fensters geprüft und klassifiziert? |
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Die Dauerfunktionstüchtigkeit des Fensters bei Bedienung wird nach DIN EN 1191 geprüft und nach DIN EN 12400 klassifiziert. Die Anzahl der Zyklen kann bei Sonderanforderungen individuell festgelegt werden.
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19.04.2007 Was ist der Uw-Wert und welche Rolle spielt er in Bezug auf den Wärmeschutz? |
Der Uw-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²K) und beschreibt die Transmissionswärmeverluste durch das gesamte Bauteil Fenster. Die Ermittlung des UW-Werts kann durch Messung nach EN 12567-1 oder durch Berechnung / Tabelle nach EN 10077-1 vorgenommen werden. Für den Wärmeschutznachweis ist der UW-Wert in einen Bemessungswert überzuführen, dies ist in DIN V 4108-4 näher beschrieben. Die Anforderungen an den Wärmeschutz sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschrieben.
Nachzuweisen ist der Uw-Wert des Fensters. Der Nachweis des geforderten Uw-Wertes kann durch DIN 4108-4 oder DIN EN10077-1 (Tabellenverfahren) oder mittels Messung nach EN 12567-2 erfolgen. Das Bild zeigt Anhaltswerte für die Angabe des Uw-Wertes ohne Berechnung. Neben der Beschreibung des Wärmedurchgangs des gesamten Fensters (Uw) ist auch die Beschreibung mit den einzelnen Wärmedurchgangskoeffizienten für Rahmenprofil(e) (Uf), Glas (Ug), Paneel (Up) und der Glas- und Paneelränder (psi) möglich.
Verschiedene Mindestanforderungen hierfür sind in der EnEV und DIN 4108-2 enthalten. Mehrscheiben-Isoliergläser mit wärmetechnisch optimierten Randverbundsystemen ("Warme Kante / Warm-edge“) besitzen eine geringere Wärmetransmission und eine geringere Tendenz zur Tauwasserbildung als herkömmliche Aluminium-Abstandhalterrahmen. Kenngröße ist der längenbezogene Wärmedurchgangskoeffizient "Psi" [W/mK]. Die eingesetzten Systeme müssen nach DIN EN 1279 geprüft sein.
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17.04.2007 Wie wird die Schalldämmung eines Fensters deklariert? |
Die Schalldämmung eines Fensters wird mit der Kenngröße Rw (C;Ctr) in dB deklariert. Anforderungen können dabei laut Planung an die Kenngrößen Rw und / oder Rw(C) und / oder Rw (C;Ctr) gestellt werden. Rw ist das bewertete Schalldämmmaß, C und Ctr sind die Spektrumanpassungswerte gem. Spektrum 1 und 2 nach DIN EN ISO 717-1. Durch die Planung ist die erforderliche Kenngröße und der erforderliche Einzelwert festzulegen. DIN 4109 ist das maßgebliche Dokument für Schallschutz im Hochbau in Deutschland; danach wird ein Rechenwert Rw,R festgelegt, der sich wie folgt errechnet: Rw,R = Rw,P – 2 dB (Vorhaltemaß). Die Planung erfolgt raumweise in Abhängigkeit der Nutzung (z. B. Bürobau oder Wohnungsbau) und des maßgeblichen Außenlärmpegels. Dieser kann berechnet werden, aus Lärmkarten stammen oder gesetzlich vorgeschrieben sein (z. B. Fluglärmgesetz) und ist im Einzelfall zu ermitteln. Im privaten Bereich kann die besondere Ausweisung des Schalldämmmaßes auch entfallen.
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17.04.2007 Nach welchen Normen muss die Luftdurchlässigkeit von Fenstern und Außentüren geprüft und klassifiziert sein und welche Grundsätze sind bei der Klassifizierung zu beachten? |
Die Luftdurchlässigkeit muss nach EN 1026 geprüft und nach EN 12207 klassifiziert sein. Die Klassifizierung bezieht sich dabei sowohl auf die Fugenlänge, als auch auf die Gesamtfläche. Dabei sind nachfolgende Grundsätze zu beachten:
Wenn die fugenbezogene und flächenbezogene Klassifizierung
- dieselben Klassen ergeben, dann ist der Prüfkörper ein und derselben Klasse zuzuordnen;
- zwei benachbarte Klassen ergeben, dann ist der Prüfköper der günstigsten Klasse (d. h. der mit der geringeren Rate) zuzuordnen;
- einen Unterschied von zwei Klassen ergibt, dann ist der Prüfkörper der mittleren Klasse zuzuordnen;
- einen Unterschied von mehr als zwei Klassen ergibt, dann darf der Prüfkörper keiner Klasse zugeordnet werden.
Im Rahmen der Energieeinsparverordnung ist eine Luftdurchlässigkeit Klasse 1 nicht zulässig.
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17.04.2007 Mit welchen Klassen wird die Schlagregendichtheit von Fenstern und Außentüren (Ungeschützte Einbausituation) beschrieben? |
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Die Schlagregendichtheit bei ungeschützten Einbausituationen wird mit den Klassen 1B bis 7B beschrieben. Je höher die Klasse, desto höher die Dichtigkeit des Fensters gegen eindringendes Niederschlagswasser zur Raumseite (bzw. in die Konstruktion).
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17.04.2007 Mit welchen Klassen wird die Schlagregendichtheit von Fenstern und Außentüren (Geschützte Einbausituation) beschrieben? |
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Die Schlagrendichtheit wird mit den Klassen 1A bis 9A beschrieben. Je höher die Klasse, desto höher die Dichtigkeit des Fensters gegen eindringendes Niederschlagswasser zur Raumseite (bzw. in die Konstruktion). Klasse E für Sonderanforderungen erfordert die Angabe des Prüfdrucks.
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17.04.2007 Welche Verfahren gibt es bei der Prüfung von Schlagregendichtheit von Fenstern und Außentüren? |
Verfahren A Ungeschützt Gilt für ungeschützt in den Baukörper eingebaute Fenster. Dies stellt den Standardfall dar. Die Schlagregendichtheit muss nach EN 1027 geprüft und nach EN 12208 klassifiziert sein. Klasse E für Sonderan-forderungen erfordert die Angabe des Prüfdrucks. Die nach Verfahren A geprüften Fenster decken auch den Fall B ab (siehe B Geschützt). Bei Sonderkonstruktionen wie z. B. Fenstertüren bei Gebäuden mit Anforderungen an die Barrierefreiheit muss ggf. ein zusätzlicher baulicher Schutz geplant werden, dann ist das Verfahren B anzuwenden. Verfahren B Geschützt Verfahren B gilt nur für baulich vor der Bewitterung geschützte Fenster (Vordächer, Balkone,...).
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17.04.2007 Nach welchen Normen wird die frontale Durchbiegung des Fensters geprüft und klassifiziert? |
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Die frontale Durchbiegung des Fensters wird nach DIN EN 12211 geprüft und nach DIN EN 12210 klassifiziert. Für Deutschland sind die Klassen B und C relevant, die Klasse A ist entsprechend einer zulässigen Durchbiegung von l / 150 nicht üblich.
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17.04.2007 Nach welchen europäischen Normen wird die Windwiderstandsfähigkeit gegen Windlast von Fenstern und Außentüren geprüft und klassifiziert? |
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Die Windwiderstandsfähigkeit wird nach EN 12211 geprüft und nach EN 12210 klassifiziert. Die für ein spezielles Bauvorhaben erforderlichen Klassifizierungen können gemäß der ift-Richtlinie FE-05/2 „Einsatz-empfehlungen für Fenster und Außentüren“ ermittelt werden. Klasse E erfordert die Angabe des vorzusehenden Prüfdrucks.
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17.04.2007 Wozu ist die Windlast, die mit der Klassifizierung in der ift-Einsatzempfehlungen für Fenster und Außentüren FE-05/2 angegeben ist, bestimmt? |
Die Windlast, die mit der Klassifizierung angegeben ist, ist für die genaue Berechnung der Durchbiegung bestimmt. Ab einer Einbauhöhe der Fenster von 25 m, für Bauten, die keinen eckigen Grundriss aufweisen und für Bauwerke, die über einer Geländehöhe von 800 m über NN errichtet werden, ist ein gesonderter Nachweis der Windlasten nach DIN 1055-4 zu erbringen. Die angegebenen Werte stellen Anhaltswerte dar. Im Ausnahmefall von orkanartigen Stürmen kann es zu Zuglufterscheinungen an Fenstern und Außentüren kommen. Die angegebenen Werte gelten nur für den mittleren Bereich einer Wandfläche. Im Eck- und Randbereich müssen die Windlastwerte auf das 1,7fache erhöht werden. Der Eckbereich ist definiert als 1/5 der Breite des Gebäudes, geltend für alle Seiten des Gebäudes, maßgebend ist der kleinere Wert. Der mittlere Bereich umfasst die gesamte verbleibende Oberfläche. Der Wert ist für den ungünstigsten Fall angenommen mit einem Randbereich von 1 m² und einem Höhen/Breiten-Verhältnis größer gleich 5.
BITTE BEACHTEN: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) 12/2004 fordert ab einer Höhe von 2 Vollgeschossen eine Luftdurchlässigkeit der Fenster die Klasse 3.
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17.04.2007 In wie viele Windlastzonen ist Deutschland gemäß der ift-Einsatzempfehlungen für Fenster und Außentüren FE-05/2 unterteilt? |
Deutschland ist in vier verschiedene Windlastzonen unterteilt. Die Einteilung erfolgt nach der Bezugswindgeschwindigkeit, die als das maximale 10-Min.-Mittel der Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe über Grund in ebenem offenen Gelände bei einer jährlichen Auftretenswahrscheinlichkeit von 0,02 (wird im Allgemeinen auch als Wind mit einer Wiederkehrperiode von 50 Jahren bezeichnet). Die Windlastzonenkarte entspricht der Windlastzonenkarte in DIN 1055-4 (siehe Bild) und wurde nach aktuellen Daten berechnet. Aus diesem Grund unterscheidet sie sich von der Windlastzonenkarte für Deutschland in ENV 1991-2-4. Im Wesentlichen befindet sich die Windlastzone 1 im mittleren und südlichen Bereich Deutschlands, die Windlastzone 2 im mittleren Teil, die Zone 3 an der Ostseeküste und im Norden Deutschlands und die Zone 4 im Küstenbereich und den Inseln der Nord- und Ostsee.
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17.04.2007 Welche Geländekategorien sind in der ift-Einsatzempfehlungen für Fenster und Außentüren FE-05/2 maßgebend für die Windprofile und somit für die Windgeschwindigkeiten? |
Das Gelände ist gemäß DIN 1055-4 in 4 Geländekategorien eingeteilt, die maßgebend für die Windprofile und somit für die Windgeschwindigkeiten sind:
Inseln der Nordsee beinhalten die der Nordseeküste vorgelagerten Inseln.
Küste der Nordsee beinhaltet die Küste und küstennahen Gebiete mit einer Breite von 5 km landeinwärts entlang der Nordseeküste.
Küste und Inseln der Ostsee beinhalten küstennahe Gebiete in einem Streifen entlang der Küste mit einer Breite von 5 km und die Inseln der Ostsee.
Binnenland beinhaltet Stadtgebiete, Vororte von Städten, Industrie- oder Gewerbegebiete, Wälder.
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17.04.2007 Wie ist die Einbauhöhe des Fensters definiert? |
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Die Einbauhöhe des Fensters ist hier definiert als Differenzhöhe zwischen Geländeoberkante und der Oberkante des Blendrahmens des Fensters.
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17.04.2007 Welche Hinweise geben die ift-Einsatzempfehlungen für Fenster und Außentüren FE-05/2 dem Anwender? |
Diese Einsatzempfehlung gibt dem Anwender Hinweise zur Auswahl einer geeigneten Klassifizierung unter Berücksichtigung von Einbauhöhe und Gebäudelage. Sie ist für alle betriebsfertigen Fenster und Außentüren gültig, unabhängig von Werkstoffen, Konstruktionen, Anforderungen und Prüfungen. Die Einsatzempfehlungen sollen Planern und ausschreibenden Stellen die Auswahl von geeigneten Fenster- und Türeigenschaften in Bezug auf Windbeanspruchung, Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit ermöglichen. Grundlage sind die Regelwerke DIN 1055-4, ENV 1991-2-4, EN 12210, EN 12208 und prEN 12207.
Im Regelfall handelt es sich bei dem Bauwerk um ein geschlossenes Gebäude mit rechteckigem Grundriss mit Unterteilungen im Inneren und öffenbaren Fenstern und Fenstertüren. Das Bauwerk befindet sich in einer Geländehöhe unter 800m über NN. Die Einwirkungen der Windlasten auf das Bauwerk oder Bauteil erfolgen senkrecht zur Oberfläche des Bauwerks. Sie gelten nur für Baukörper, für die keine besonderen Untersuchungen und Berechnungen erforderlich sind (siehe hierzu DIN 1055-4 und ENV 1991-2-4).
Bei Auswahl der Einbauhöhe, Geländekategorie und Windlastzone werden zueinander abhängige Auswahlbedingungen durch Richtlinie und hier im ift-Ausschreibungs-Manager berücksichtigt und angegeben. In der Folge werden diese Eigenschaften nicht mehr abgefragt. Sollten Sie eine freie Eingabe der Eigenschaften wünschen (bzw. aufgrund oben beschriebener Randbedingungen nicht benutzen können) beantworten Sie die Frage nach der Anwendung der ift-Einsatzempfehlungen mit "nein".
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17.04.2007 Was muss bei der Zusatzausstattung von Fenstern (z.B. Lüfter, Antriebe) berücksichtigt werden? |
Für weitere Ausstattungsmerkmale der Fenster wie z. B. Lüftergeräte, Antriebe, besondere Gläser (Photovoltaik usw.) wird auf die entsprechenden Ausschreibungstexte der Hersteller verwiesen. Die zusätzliche Ausstattung der Fenster darf die grundlegenden Leistungseigenschaften nicht signifikant beeinträchtigen. Bei Sonderanforderungen wie z. B. Sprengwirkungshemmung oder Durchschusshemmung sind ggf. eine Vielzahl der bislang genannten Details anzupassen. Die Ausschreibung derartiger Bauteile muss in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachplanern und Behörden erarbeitet werden.
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17.04.2007 Welche Maßnahmen können zur Sicherstellung einer definierten Lüftung der Räume zusätzlich ergriffen werden? Welche grundlegenden Bauarten von Fensterlüften gibt es? |
Zur Sicherstellung einer definierten Lüftung der Räume können Fenster neben der eigentlichen Öffnung des Flügels mit zusätzlichen Bauteilen versehen werden, welche eine Luftzufuhr und ggf. auch eine Luftabfuhr aus dem Gebäude ermöglichen. Derartige dezentrale Lüftungselemente, die in das Fenster integriert sind oder in direktem Zusammenhang mit dem Fenster stehen (Fensterlüfter), sind z. B. Luftdurchlässe (Überströmöffnungen, Fensterbanklüfter, Aufsatzelemente, Fenster-Falz-Lüfter, beschlagsgeregelte Lüfter), mechanisch betriebene Lüftungsgeräte mit und ohne Wärmerückgewinnung, mit und ohne motorische Lüftung. Manuell, automatisch oder sensorisch geregelt.
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17.04.2007 Welche allgemeinen Bedingungen müssen Beschläge erfüllen? |
Allgemeines zu Beschlägen
Die Bedienung der Flügel muss leicht und unfallsicher möglich sein. Die Beschläge müssen die Anforderungen der EN 13126 erfüllen und den zu erwartenden Belastungen entsprechend ausgebildet sein. Die verwendeten Werkstoffe müssen gegen Korrosion geschützt / sicher sein. Die Beschlagarbeiten sind nach DIN 18357 (VOB/C) auszuführen und der Einbau hat nach den Vorgaben des Systemhauses und/oder des Beschlagherstellers zu erfolgen. Eine dauerhafte und sichere Be-festigung der Beschlagteile muss sichergestellt sein, ebenso die Möglichkeit zur Wartung und zum Austausch der Beschläge.
Das Ecklager von Drehkippbeschlägen muss den Flügel bei jeder Bewegungsstellung sicher führen. Diese Führung muss auch erhalten bleiben, wenn der Flügel durch eine Windböe plötzlich aufgestoßen wird. Die Ausstellschere muss sicher verhindern, dass der Flügel bei einer Fehlbedienung absackt (z. B. Verwendung einer Dreipunktschere). Andernfalls sind besondere Schutzmaßnahmen wie z. B. der Einbau von Fehlbedienungsvorrichtungen oder Vorrichtungen für eine besondere Öffnungsfolge zu treffen. Bei Flügelbreiten über 120 cm sind grundsätzlich Zweitscheren vorzusehen. Der Fensterflügel muss im eingebauten Zustand mindestens um 90° geöffnet werden können, sofern die geometrischen Randbedingungen der Einbausituation das zulassen.
Werden über die Leistungsbeschreibung im Flügelfalz eingebaute Drehkipp-Beschläge vorgegeben, ist nachfolgend die vorgesehene Ausführungsmöglichkeit angegeben. Bei abweichenden Ausführungen sind die Merkmale in den Leistungsbeschreibungen festgelegt. Bei Stulpfenstern (zweiflügelige Fenster ohne festes Mittelstück) muss der Standflügel durch entsprechende Beschläge im Blendrahmen fixiert werden. Bei Kippflügeln und Oberlichtern müssen als zusätzliche Sicherung Scheren eingebaut werden, um eventuelle Schäden infolge unsachgemäßer Einhängung der Öffnungsscheren zu verhindern. Hierfür können auch die für Reinigungszwecke erforderlichen Zusatzscheren vor-gesehen werden.
Beschlagteile für andere Öffnungsarten müssen so ausgeführt werden, dass sie die Funktion der Flügel auf Dauer sicher-stellen. Außerdem müssen sie einen ausreichenden Schutz gegen Fehlbedienungen aufweisen. An den Beschlägen muss vor der Abnahme eine Feinjustierung vorgenommen werden. Dabei müssen noch Möglichkeiten zum Nachjustieren bleiben. Die beweglichen Beschlagteile müssen gemäß den Vorgaben der Beschlaghersteller geölt bzw. gefettet sein. Benutzerinformationen mit Wartungs- und Pflegeanleitung sind entsprechend den Forderungen der Landesbauordnungen und des Produkthaftungsgesetzes der Bauleitung spätestens mit der Schlussrechnung unaufgefordert zur Weitergabe an die Nutzer zu übergeben.
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17.04.2007 Was muss bei der Falzausbildung unbedingt berücksichtigt werden? |
Die Anordnung und Ausführung der Dichtprofile muss der Systembeschreibung entsprechen. Die Hauptdichtungsebene ist die Windsperre und muss mit einem einheitlichen, auswechselbaren, umlaufenden Dichtungsprofil ausgerüstet sein, welches gegen Verschieben zu sichern ist. Die Ecken der Dichtprofile sind gemäß den Vorgaben des Dichtprofilherstellers dicht zu verbinden. Um die Gefahr des Tauwasserausfalls und der Schimmelpilzbildung im inneren Beschlagaufnahmefalz weitgehend einzuschränken, ist eine Dichtebene am raumseitigen Flügelüberschlag sinnvoll (siehe Bild) (Hinweise dazu sind z. B. der VFF-Richtlinie HM.01 zu entnehmen).
Die VFF-Merkblätter/ -Richtlinien werden herausgegeben vom
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. (VFF) Walter-Kolb-Str. 1 –7 60594 Frankfurt Tel.: (0 69) 95 50 54-0 Fax: (0 69) 95 50 54-11 E-Mail: vff@window.de Homepage: www.window.de
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17.04.2007 Was muss bei der Ausführung der Verglasung unbedingt beachtet werden? |
Der Glaseinbau ist nach der Systembeschreibung auszuführen. Der Ausführung liegt DIN 18361 zugrunde. Die Vorgaben der Hersteller von Mehrscheiben-Isolierglas und die Richtlinien des Instituts des Glaserhandwerks in Hadamar Nr. 17 müssen beachtet werden. Glasfalze müssen für eine dichtstofffreie Ausführung ausgebildet sein.
Der Dampfdruckausgleich nach außen ist an allen Flügelecken vorzusehen. Diese Öffnungen dürfen weder durch Falzdichtungen noch durch andere Teile verdeckt werden. Bei Festverglasungen ist der Dampfdruckausgleich nach außen ebenfalls sicherzustellen, die Öffnungen müssen außen in vor Schlagregen geschützte Bereiche gelegt werden. Für Verglasungen mit spritzbaren Dichtstoffen gilt DIN 18545 und die ift-Tabelle „Beanspruchungsgruppen zur Verglasung von Fenstern".
Die Abdichtung nichttransparenter Ausfachungen hat grundsätzlich nach dem gleichen System zu erfolgen. Beim Einsatz von Dichtprofilen ist die ift-Richtlinie "Prüfung von Verglasungen mit vorgefertigten Profilen bei Holzfenstern" zu beachten. Bei einer Glasabdichtung mit Dichtstoffen gelten das IVD-Merkblatt Nr. 10 und die ift-Richtlinie "Verglasung von Holzfenstern ohne Vorlegeband". Es ist in diesem Fall grundsätzlich für den Dichtstoff die Beanspruchungsgruppe E anzuwenden.
Glashalteleisten sind auf der Raumseite anzuordnen. Für die Befestigung der Glashalteleisten gilt DIN 18545-1 und -3. Eine dauerhaft dichte Anlage der Glasleisten an den Rahmenprofilen ist sicherzustellen. Gegebenenfalls ist ein zusätzliches Dichtungssystem innerhalb der Fuge vorzusehen. Glashalteleisten müssen passgenau zugeschnitten und demontierbar sein. Werden Glashalteleisten wegen großer raumseitiger Feuchtebelastungen auf die Außenseite gelegt, müssen die sich ergebenden Fugen an den Glashalteleisten abgedichtet werden. Der Abstand der Befestigungsmittel darf 35 cm nicht überschreiten. Von den Ecken ist ein Mindestabstand von 50 bis 100 mm einzuhalten.
Bei der Befestigung der Glashalteleisten mit Drahtstiften muss eine Mindestauflage von 14 mm sichergestellt werden. Bei versenkter Verstiftung sind die Löcher mit einem geeigneten Material zu verschließen. Bei Befestigung mit Schrauben ist eine Mindestauflage von 12 mm erforderlich. Schraublöcher sind grundsätzlich ausreichend vorzubohren. Die Befestigung der Glashalteleisten muss bei Metall- und Kunststofffenstern entsprechend der Systemvorgaben vorgenommen werden, bei vorgefertigten Dichtprofilen muss ein gleichmäßiger Anpressdruck über die gesamte Länge sichergestellt werden.
Die IVD-Merkblätter werden herausgegeben vom
Industrieverband Dichtstoffe e.V. (IVD) Emmastraße 24 D-40227 Düsseldorf Tel.: 49 (02 11) 90 48 70 Fax: 49 (02 11) 9 04 86-35 Internet: www.ivd-ev.de E-mail: Dichtstoffe@t-online.de
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17.04.2007 Was bedeutet Verglasung (DIN 18361/18545)? |
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Die Verglasung (= Glaseinbau mit Klotzung, Abdichtung, Befestigung) kann auch bauseits erfolgen.
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17.04.2007 Gemäß welcher Produktnorm müssen Rollladensysteme (Vorsatz- / Aufsatz- / Einbaurollladen) klassifiziert sein? |
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Hinsichtlich der wärmetechnischen Eigenschaften und der Schimmelpilzfreiheit des Rollladenkastens sind DIN 4108-2, Beiblatt 2 zu DIN 4108 die EnEV sowie die Bauregelliste (Usb höchstens = 0,85 W/(m²K)) zu berücksichtigen. Die Ausführung der Bauweise des Rollla-densystems (Vorsatz- / Aufsatz- / Einbaurollladen) ist zu bestimmen. Die eingesetzten Systeme müssen gemäß der Produktnorm EN 13659 klassifiziert sein.
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17.04.2007 Was ist hinsichtlich der wärmetechnischen Eigenschaften und der Schimmelpilzfreiheit des Rollladenkastens zu berücksichtigen? |
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Hinsichtlich der wärmetechnischen Eigenschaften und der Schimmelpilzfreiheit des Rollladenkastens sind DIN 4108-2, Beiblatt 2 zu DIN 4108 die EnEV sowie die Baurregelliste (Usb höchstens = 0,85 W/(m²K)) zu berücksichtigen. Bei bestehenden Rollladenkästen im Sanierungsfall ist bezüglich zusätzlicher Dicht- und Dämmmaßnahmen eine entsprechende Überprüfung und ggf. Anpassung erforderlich.
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17.04.2007 Was muss bei Schwellenanschlüssen unbedingt gewährleistet sein und wie sind diese auszubilden? |
Schwellenanschlüsse müssen dauerhaft gegen Niederschlagswasser und aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet werden. Sie sind so auszubilden, dass Wasser jederzeit von der Konstruktion nach außen abgeleitet werden kann. Die Begehbarkeit der umgebenden Bauteile muss dabei sichergestellt sein. Die Tabelle zeigt Anforderungen an die Abdichtung des unteren Anschlussbereiches aus den verschiedenen Regelwerken.
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17.04.2007 Wodurch wird der Glasaufbau von Mehrscheiben-Isolierglas raumseitig bestimmt und welche Glasprodukte werden hauptsächlich eingesetzt? |
Der Glasaufbau wird durch die Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz, Lichttransmission und ggf. durch die Sicherheitsanforderungen bestimmt. Die Scheibendicken sind zudem gemäß der Richtlinie "Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen" (TRLV) vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zu bemessen. Ergänzend zu der Beschreibung der Anforderungen können noch genauere Angaben zu den einzusetzenden Glasprodukten und ggf. einzuhaltender Dicken des Isolierglases gemacht werden. Folgende Glasprodukte werden hauptsächlich eingesetzt:
Floatglas Flachglas, das maschinell im Floatverfah-ren hergestellt wird.
Einscheibensicherheitsglas (ESG) Durch thermische Vorbehandlung vorgespanntes Glas, wobei die äußeren Zonen des Glases im Druckbereich liegen. Bei Bruch zerfällt die Scheibe in kleine Würfel (keine scharfkantigen Splitter). Das ESG ist in EN 12150 beschrieben.
Verbundsicherheitsglas (VSG) Mehrere Glastafeln, die mit zwischen den Tafeln liegenden Zwischenlagen zu einer Glaseinheit verbunden werden. Bei Bruch werden die Splitter von der Zwischenlage gehalten. Einsatz bei Anwendungen mit Anforderungen an die mechanische Sicherheit z. B. Einbruch, Überkopf, Absturzhemmung. VSG ist in EN 14449 geregelt.
Verbundgläser (VG) Mehrere Glastafeln, die mit zwischen den Tafeln liegenden Zwischenlagen zu einer Glaseinheit verbunden werden. Die Anwendungen sind vielfältig z. B. Brandschutz, Schallschutz. VG ist in EN 14449 geregelt.
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17.04.2007 Wodurch wird der Glasaufbau von Mehrscheiben-Isolierglas außen bestimmt und welche Glasprodukte werden hauptsächlich eingesetzt? |
Der Glasaufbau wird durch die Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz, Lichttransmission und ggf. durch die Sicherheitsanforderungen bestimmt. Die Scheibendicken sind zudem gemäß der Richtlinie "Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen" (TRLV) vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zu bemessen. Ergänzend zu der Beschreibung der Anforderungen können noch genauere Angaben zu den einzusetzenden Glasprodukten und ggf. einzuhaltender Dicken des Isolierglases gemacht werden. Folgende Glasprodukte werden hauptsächlich eingesetzt:
Floatglas Flachglas, das maschinell im Floatverfahren hergestellt wird.
Einscheibensicherheitsglas (ESG) Durch thermische Vorbehandlung vorgespanntes Glas, wobei die äußeren Zonen des Glases im Druckbereich liegen. Bei Bruch zerfällt die Scheibe in kleine Würfel (keine scharfkantigen Splitter). Das ESG ist in EN 12150 beschrieben.
Verbundsicherheitsglas (VSG) Mehrere Glastafeln, die mit zwischen den Tafeln liegenden Zwischenlagen (z.B. Folien) zu einer Glaseinheit verbunden werden. Bei Bruch werden die Splitter von der Zwischenlage gehalten. Einsatz bei An-wendungen mit Anforderungen an die mechanische Sicherheit z. B. Einbruch, Überkopf, Absturzhemmung. VSG ist in EN 14449 geregelt.
Verbundgläser (VG) Mehrere Glastafeln, die mit zwischen den Tafeln liegenden Zwischenlagen zu einer Glaseinheit verbunden werden. Die Anwendungen sind vielfältig z. B. Brandschutz, Schallschutz. VG ist in EN 14449 geregelt.
Teilvorgespanntes Glas (TVG) Weniger stark vorgespannt als ESG zerfällt dieses Produkt in größere Bruchstücke. Es wird beispielsweise bei absturzhemmenden Verglasungen eingesetzt und ist in EN 1863 beschrieben.
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17.04.2007 Wie sind absturzhemmende Maßnahmen gemäß der Richtlinie TRAV auszuführen? |
Auszug aus den TRAV:
Kategorie A Vertikalverglasungen im Sinne der TRAV, die zur unmittelbaren Aufnahme von Holmlasten dienen (z. B. raumhohe Verglasungen, die keinen lastabtragenden Riegel in Holmhöhe besitzen und auch nicht durch einen vorgesetzten Holm gesichert sind). Die Kanten von Verglasungen der Kategorie A müssen durch die Stütz-konstruktion sicher geschützt sein.
Kategorie C Absturzsichernde Verglasungen, die nicht zur Abtragung von Holmlasten dienen und einer der folgenden Gruppen entsprechen: C2: Unterhalb eines in Holmhöhe angeordneten, lastabtragenden Querriegels befindliche und an mindestens 2 gegenüberliegenden Stellen linienförmig gelagerte Vertikalverglasungen. C3: Verglasungen der Kategorie A mit vorgesetztem lastabtragenden Holm. Weitere bauliche Maßnahmen können Geländer, Umwehrungen etc. sein.
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17.04.2007 Welche Richtlinie gilt für Fenster, die gegen Absturz sichern und welche Ausführungskategorien gibt es? |
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Für Fenster, die gegen Absturz sichern, gilt die Richtlinie "Technische Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen (TRAV)" vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Die darin definierten Ausführungskategorien A, C2 und C3 (siehe Bild) haben Auswirkungen auf die Ausführung der Glasaufbauten und die Rahmenkonstruktion. Bei den weiteren Kategorien (Kategorie B) sind zusätzliche bauliche Maßnahmen zur Absturzsiche-rung vorgesehen – diese können an der Fensterkonstruktion angebracht sein (...Planungsaufgabe).
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17.04.2007 Was versteht man unter Qualitätsmanagement (DIN ISO 9001) und Umweltmanagement (DIN EN ISO 14001)? |
- Qualitätsmanagement (QM) nach DIN ISO 9001 Die ISO 9001 stellt in der Hauptsache Anforderungen an die Unternehmensstruktur. Die Managementzertifizierung hat das vorrangige Ziel, Unternehmen in ihrer Organisation zu optimieren, die Kundenorientierung zu fördern, die Effizienz und Sicherheit zu verbessern und damit Kosten zu senken.
- Umweltmanagement (UM) nach DIN EN ISO 14001 Der elementare Nutzen der Einführung eines Umweltmanagementsystems im Unternehmen liegt bereits im Erkennen und Vermeiden umweltrelevanter Risiken und dem sparsamen Umgang mit teuren Ressourcen. Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung jedes Unternehmens die Mitarbeiter und die Umwelt zu schützen.
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17.04.2007 Welche verschiedenen Stufen der Qualitätsanforderungen an Fenster gibt es? |
Für Fenster bestehen verschiedene Qualitätsniveaus. Diese reichen von einer allgemeinen Herstellerangabe bis hin zu einer extern überwachten Qualität. Das Bild zeigt die verschiedenen Stufen der Qualitätsanforderungen.
- DIN EN 14351-1 mit CE-Kennzeichnung Mit dem CE-Zeichen werden vom Hersteller Angaben zu den Leistungseigenschaften des Produktes zu baurechtlich relevanten Anforderungen gefordert. Nicht mit dem CE-Zeichen behandelt ist die Fremdüberwachung der Produktion sowie gütebestimmende materialspezifische Merkmale. Es werden keine Mindestanforderungen an die Leistungsmerkmale gestellt. D.h. des CE-Zeichen ist kein Qualitätszeichen.
- ift-Produktpass/Konformitätszertifikat gemäß DIN EN 14351-1 Zusätzlich zum CE-Zeichen wird bei der ift-Zertifizierung eine regelmäßige Fremdüberwachung der Fertigung sowie eine zusammenfassende Bewertung der Leistungseigenschaften gefordert, welche durch das ift Rosenheim erfolgt.
- RAL Gütesicherung Zusätzlich zum CE-Zeichen und der ift-Zertifizierung stellt das RAL-Gütezeichen erhöhte Anforderungen an materialspezifische, gütebestimmende Eigenschaften sowie Mindestanforderungen an die Leistungseigenschaften. Mit den Zusätzen "Umwelt" und "Energie" wird die Nachhaltigkeit von Bauprodukten auch bei der RAL-Gütesicherungen berücksichtigt.
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17.04.2007 Welche grundsätzlichen Öffnungsarten gibt es? |
Die Bedienbarkeit des Fensters ist stark abhängig von der Öffnungsart (z. B. Dreh/Kipp, Dreh, Kipp,...). Das Bild zeigt Beispiele für verschiedene Öffnungsarten. Bei kombinierten Elementen können mehrere Öffnungsarten an einem Fenster zum Einsatz kommen.
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17.04.2007 Worauf ist beim Einsatz von Fenstersprossen besonders zu achten und welche Ausführungsvarianten gibt es? |
Die Anordnung und Anzahl der eingesetzten Sprossen wirken sich nicht nur auf die optische Gestaltung des Fensters aus, sondern beeinflussen auch den U-Wert der Konstruktion. Beiliegendes Bild zeigt einige Beispiele für den Einsatz von Fenstersprossen. Bei aufgeklebten Sprossen ist auf geprüfte Klebebänder mit ausreichender Qualität zu achten. In DIN V 4108-4 wird in Tabelle 10 ein Korrekturwert (∆UW) für den UW-Wert für verschiedene Sprossenausführungen angegeben. Damit ist der U-Wert, welcher am Standardfenster ohne Sprossen ermittelt wurde, an die Situation mit der Sprossenausführung anzupassen. Hinweis: Der Korrekturwert (∆UW) nach DIN V 4108-4 ist nur dann zu berücksichtigen, wenn die U-Wert Bestimmung nach der Bauregeliste erfolgt. Im Rahmen der CE-Kennzeichnung nach der Produktnorm EN 14351-1 findet er keine Berücksichtigung.
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17.04.2007 Welche unterschiedlichen Konstruktionsprinzipien von Fenstern gibt es? |
Die Fenster sind als Einfach-, Verbund oder Kastenfenster auszuführen (siehe Bild ). Bei Verbundfenstern ist der Flügel mit Beschlägen teilbar zu gestalten, um eine unkomplizierte Reinigung zu ermöglichen. Bei Kastenfenstern sind beide Flügel so aufeinander abzustimmen, dass eine größtmögliche Öffnung der Fenster für eine Reinigung der Außenflächen ermöglicht wird.
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17.04.2007 Wie wichtig ist der Wandaufbau bei der Montage eines Fensters? |
Der Wandaufbau spielt bei der Montage eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Positionierung und Befestigung des Fensters sowie auf die Ausführung der erforderlichen Dicht- und Dämmebenen. Das Bild zeigt Beispiele für Wandaufbauten und die dabei zur Minimierung von Wärmeverlusten sinnvollste Einbauposition.
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17.04.2007 Welche Rolle spielt die Gebäudenutzung bei der Festlegung von Anforderungen? |
Die Gebäudenutzung spielt bei der Festlegung einer Vielzahl von Anforderungen und Details eine wichtige Rolle. So erhöhen sich beispielsweise anzusetzende Lasten bei öffentlichen Gebäuden. Des weiteren können sich spezielle Anforderungen bei besonderen klimatischen Bedingungen (z. B. Hallenbädern) oder besonderen Nutzungen z. B. Krankenhäusern, Schulen etc. ergeben.
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17.04.2007 Was versteht man unter dem Begriff Einsatzbedingungen im Hinblick auf bestehende Gebäude (Sanierung) oder Neubauten? |
Die Information, ob es sich bei dem Einsatzbereich um einen Neubau, eine Gebäudesanierung oder eine reine Türsanierung (= Türaustausch) handelt, dient neben den daraus resultierenden Informationen zu den Einsatzbedingungen auch zur Festlegung der erforderlichen Konstruktionsdetails und den besonderen Anforderungen. Während bei Neubauten und bei Altbausanierungen Möglichkeiten bestehen, die konstruktiven Details im Umfeld der Außentür noch zu beeinflussen, sind beim reinen Türaustausch nur geringe Gestaltungsfreiräume vorhanden. Das beigefügte Bild zeigt mögliche, grundsätzliche Verfahren bei der Fenstererneuerung im Gebäudebestand, welche sinngemäß auch auf Außentüren zu übertragen sind. Im Bereich der Schwelle sind durch die baulichen Gegebenheiten eventuell spezielle Lösungen vorzusehen.
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